Gold in Euro unter 1.000. -3,5%.
Bernankes gestrige Ankündigung, möglicherweise die Anleihekäufe der Fed im weiteren Jahresverlauf einzustellen, zieht überall ihre Spuren.
Öl verliert 1,5%, der DAX 2%, der Dollar legt zu.
Mal schauen, ob (und wie lange) das weiter geht …
10:21 am • 20 Juni 2013
27% Arbeitslosigkeit? Gar 60% bei Jugendlichen? Massiv sinkende Reallöhne? Sinkende Renten? Kein vernünftiges Sozialsystem? Krankenhäuser, die ihre Medikamente nicht mehr bezahlen können? Schulen, die im Winter mit Holz geheizt werden, das die Schüler selber sammeln mussten? Das juckt den Griechen doch nicht! 80% der Griechen bezeichnen sich weiterhin als glücklich, Platz 2 in Europa hinter Dänemark (95%). Und wir Deutschen malochen uns kaputt und sind auf Platz 11 (61%). ekathimerini.com | Greeks: second happiest people in Europe, despite crisis, says study OK, die Studie stammt von der Stiftung für Zukunftsfragen. Die sitzt in Deutschland. Und wird von der British American Tobacco finanziert/gegründet. Da könnte man glatt vermuten, dass die wahrscheinlich nur untersucht haben, wo man in Kneipen rauchen darf und falls nicht, wie oft man draußen nass wird und sich was abfriert ;) Das würde die gute Platzierung Griechenlands erklären. OK, Dänemark passt dann nicht ganz in dieses Erklärungsmuster … Update (15:30) Vielleicht ist das Ganze aber auch ein sehr versteckte Werbekampagne für HB? Wer wird denn gleich in die Luft gehen? 3:24 pm • 19 Juni 2013
Muss den Dirk mal wieder verlinken, sonst vergisst er, dass ich existiere ;) Hat den Artikel zwar nicht selber geschrieben, aber egal … Nee im Ernst: Der Artikel kann man sich ausdrucken, gut aufbewahren und jedes Mal, wenn man irgendwas in Finanzdingen zu entscheiden hat, nochmal durchlesen. Damit hat man wenigstens die Desaster auf der persönlichen Ebene halbwegs minimiert. Auf der politischen Ebene zahlen wir eh alle mit, weil Politiker den Ausreden anscheinend immer noch glauben … Die zehn beliebtesten Ausreden der Finanzindustrie 2:43 pm • 19 Juni 2013
Wenn Hollande seine Reichensteuer einführt. Ich hatte das Thema ja schon zweimal und werde das nicht nochmal wiederkäuen. Der geneigte Leser schaue hier: 82 Mio. € kostet die französische Liga die Reichensteuer - egghat’s not so micro blog Wie AS Monaco die französische Liga aufmischen will - egghat’s not so micro blog Ich lege nur noch mal nach, weil ich gerade über eine Berechnung der Kosten für die Bruttolöhne gestolpert bin, die noch krasser als das ist, was ich bisher angenommen habe. Sie stammt aus einer Sportzeitung (der ich in Steuersachen nicht unbedingt trauen würde), kommt aber im Original von Altexis, einer bekannten Steuerberatungskanzlei. Danach kostet ein Zlatan Ibrahimovic mit 14 Mio. Nettogehalt den Verein Paris Saint Germain satte 92.884.127 Euro, sobald die Reichensteuer eingeführt wird. In Monaco hingegen würden dem Verein bei ebenfalls 14 Millionen netto nur 14.051.223 Euro von den Konten abgebucht. Hmmm, 51.223 vs. 78.884.127 Steuern und Abgaben. Das ist Faktor 1.540(!!!). Da kann kein Verein in Frankreich (und übrigens auch m Rest der Welt) eine realistische Chance gegen Monaco haben. Ligue 1 | PSG : Ibrahimovic coûte 93 millions aux Qataris ! (Interessant auch, dass ein französischer Spieler in Monaco mit Bruttokosten von 56,9 Millionen ziemlich genau in der Mitte läge. Die Sonderregel greift also nur bei “richtig” ausländischen Spielern, also Nicht-Franzosen). (via AS Monaco: Ein Fußballklub, ein reicher Russe, ein Steuerparadies | Sport | ZEIT ONLINE) 11:57 am • 19 Juni 2013
Obama denkt angeblich über eine neue Spitze der Fed nach. Was ich daran interessant finde: In der Nachfolgespekulation werden die Namen Larry Summers und Timothy Geithner hoch gehandelt. Beide ehemalige US-Finanzminister und beide ehemalige Goldmänner … Die ebenfalls gehandelte Fed-Vizechefin Janet Yellen kann ja eigentlich gar nicht Chefin werden, so gut wie die Drehtüre zwischen Goldman Sachs, Fed und US-Regierung in den letzten Jahrzehnten funktioniert hat … 12:00 pm • 18 Juni 2013
Minus 5,9% im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat. Schlechtester Mai seit 20 Jahren. Die französischen und italienischen Autohersteller verlieren am kräftigsten (jeweils über 10%). Volkswagen verliert 7%, im Konzern (inkl. Audi, Seat und Skoda) aber nur knapp 3%. Mehr Details beim Handelsblatt. 10:51 am • 18 Juni 2013
So faked man einen Wirtschaftsaufschwung in Belfast … Man klebt an die Fenster leerstehendender Ladenlokale Fototapeten, die einen florierenden Laden simulieren. Natürlich finanziert aus Steuergeldern … Fake Store Fronts in Belfast to Boost Economy? (von wearechange); gefunden über Facebook: (2) Gipfeltreffen: G8-Staaten wollen europäische… - Die wunderbare Welt der Wirtschaft Update (10:27): Reuters hat die Story jetzt auch … Fake shop fronts hide N.Ireland economic woes before G8 | Reuters 9:31 am • 18 Juni 2013
Direkt bei der Rettung konnte man sehen, wie viel des Geldes überhaupt nie fpr Griechenland gedacht war, sondern für die ausländischen Gläubiger. André Kühnlenz hat das schon damals auseinanderklamüsert: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Mehr als die Hälfte des 2. Rettungspakets geht an die Banken Die US-Großbank JP Morgan kam in einer Berechnung über die gesamten Rettungspakete sogar zur Erkenntnis, dass nicht einmal 4% des Geldes, das eigentlich “an die Griechen” geflossen ist, im Lande verblieben ist. Die Studie habe ich leider nie in die Hände bekommen … Nur 15 Mrd. der 410 Mrd. Griechenlandhilfen gingen an Griechenland - egghat’s not so micro blog Attac Österreich kommt heute auf einen Anteil von maximal 23% der Rettungssgelder, der in Griechenland verblieben ist. Das wird heute breit durch die Medien gereicht. Als die wahnsinnige Erkenntnis. Aber mal ehrlich: das ist kalter Kaffee. Echt. Trotzdem nicht schlecht, wenn sich das ENDLICH mal rumsprechen würde … Schuldenkrise in Griechenland - An den Menschen vorbei - Wirtschaft - Süddeutsche.de Wir retten nicht die Griechen, sondern die Banken | NachDenkSeiten – Die kritische Website 4:36 pm • 17 Juni 2013
Schöner Artikel in der Wirtschaftswoche. Er wirft nicht nur ein Licht auf die diversen Steueroasen in Europa und der Welt (groß im Kommen Gibraltar), sondern auch einen Blick auf Politik Camerons. Offiziell hat der britische Premier den Steueroasen den Kampf angesagt (den US-Staat Delaware und Irland vergisst er in den Aufzählungen aber regelmäßig), dabei ist Großbritannien selber eine Steueroase (zumindest für manche). Die Körperschaftssteuer soll bis 2015 auf 20% sinken, Gewinne aus Patenten sollen ab 2017 sogar nur noch mit 10% (!) versteuert werden. Damit schafft die britische Regierung ein hohen Anreiz für Konzerne, Patente an britische Tochtergesellschaften zu übertragen und die dadurch entstehenden Gewinne im Vereinigten Königreich zu versteuern. In die Röhre schaut dabei natürlich irgendein anderes Land. Auch die Steuerregeln für reiche Ausländer sind extrem großzügig. Es wird sehr großzügig definiert, wer als Ausländer zählt und falls man als Ausländer gilt, kann man mit einer Flatsteuer seine Steuerschuld in Großbritannien tilgen. Es ist kein Zufall, dass die Luxusimmobilien in London so boomen und neben Abramovic vom FC Chelsea noch einige weitere Megareiche in London wohnen. An Cameron zeigt sich schön, warum die Bekämpfung der Steueroasen so schwierig ist. Statt zusammen gegen die Steueroasen vorzugehen, will lieber jeder selber seine eigene Steueroase sein bzw. haben. Am Ende sind die öffentlichen Aussagen zur Bekämpfung der Steueroasen reine Lippenkenntnisse … Großbritannien: Der scheinheilige David Cameron - Europa - Politik - Wirtschaftswoche 1:53 pm • 17 Juni 2013
OK, das war nur logisch. Die Geldgeber (Investoren kann man die eigentlich nicht nennen) werden damit genau so behandelt wie die Handwerker und andere, die jetzt in die Röhre schauen. Die 6% Zinsen, die 5 Jahren lang flossen, sind da nur ein kleiner Trost. Allzu hoch dürfte die Gläubigerquote nicht werden, der Großteil des Geldes dürfte weg sein. Ein Fußballverein ist nicht mehr viel wert, wenn er insolvent ist, denn das größte Asset sind Spieler, die verkauft werden können. Nach einem Abstieg können diese aber meistens ablösefrei wechseln. Und das Stadion gehört im Normalfall eh nicht dem Verein, bzw. ist bis zur Dachkante verschuldet. Tivoli: Alemannias Fan-Anleihe fließt in die Insolvenzmasse Man kauft keine “Fan-Anleihen”, man finanziert keine Stadien (weil es dafür immer nur einen Mieter gibt und wenn der ausfällt, ist Essig) und man kauft nicht einmal Aktien von Fußballvereinen. Weil diese nie richtig Rendite abwerfen können, da die Spieler immer am längeren Hebel sitzen. Das Geld kann man besser an den Verein spenden (besser noch an die Jugend in einem kleinen Verein; die brauchen das Geld viel dringender). Oder sich was Vernünftiges holen wie eine Dauerkarte, ein Trikot und einen Becher Bier und ne Currywurst-Pommes beim Spiel. Davon hat man wenigstens was :) Fußball-Anleihen: Fan als Investor | Wirtschaft | ZEIT ONLINE Danke an Ralf Keuper für den Hinweis.