Yahoo betreibt bereits unter anderem Facebook und Google. AUTSCH! (gefunden über @doener) Kann den Satz aber im Internet nirgendwo finden, das *könnte* ein Fake sein. Unvorstellbar erscheint das aber nicht, denn ein ähnlicher Satz lässt sich finden: “Yahoo betreibt neben Google und Facebook eines der größten Anzeigensysteme im Internet.” (Yahoo kauft Tumblr: «Wir versprechen, es nicht zu versauen» - Computer - Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung) Und wenn man da einen Redakteur-ohne-Ahnung™ kürzen lässt, erscheint der Artikel durchaus vorstellbar …
10:59 am • 21 Mai 2013
Ich hatte ja einige Zeit lang relativ regelmäßig Photostrecken aus Detroit, den sogenannten Ruinenpr0n: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Häuser für einen Dollar (!), Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Die romantische Seite der Krise, David Byrne (ExTalking Heads) berichtet über den Verfall von Detroit - egghat’s not so micro blog, … Selbst wenn das teilweise auch Übertreibungen der Journalisten waren (siehe Nochmal zum “wählerischen” Journalismus über Detroit - egghat’s not so micro blog) … Es sind einfach zu viele Arbeitsplätze in der Automobilindustrie weggefallen, und in der Folge zu viele Menschen weggezogen. Zwar probierte Detroit eine Reihe kreativer Gegenmaßnahmen (u.a. einen von der Stadt gesponsorten Einzug in leer stehende Häuser; siehe Detroit: Zieh ein und du bekommst Geld dafür - egghat’s not so micro blog oder Nochmal eine Detroit Doku: Gemüse statt Autos. - egghat’s not so micro blog), aber ohne Arbeitsplätze nützt auch sowas nur wenig. Die Einwohnerzahl Detroits hat sich seit dem Höhepunkt der amerikanischen Automobilindustrie in den 50er Jahren mehr als halbiert. Allein in diesem Millenium sank die Einwohnerzahl um mehr als 25%. Da ist Nun sitzt die Stadt auf einer Infrastruktur, die für knapp 2 Millionen Einwohner ausgelegt ist, hat aber nur noch 700.000 Einwohner, die Abgaben bezahlen (wenn sie denn zahlen, denn 1/3 lebt in Armut). Ganz nebenbei fressen die Zinsen für die gut 8 Milliarden Dollar hohen Schulden einen ganzen Teil des Haushalts des Etats auf. Da ist man als Politiker relativ machtlos … Nun kreist der Pleitegeier (oder ein ganzer Schwarm Pleitegeier) über Detroit, auch der bereits eingesetzte Insolvenzverwalter sieht kaum noch Chancen für eine Rettung. Was aber hart gesottene Investoren nicht abschreckt. Diese sehen wie immer Spekulationsmöglichkeiten … Über Detroit kreisen die Geierfonds • format.at 10:11 pm • 14 Mai 2013
Umsatz im Vergleich zum Vorjahrsquartal plus 38% auf 1,46 Mrd. $. Der Gewinn stieg wegen stark erhöhter Kosten deutlich schwächer um 7% (219 Millionen Dollar). Wegen der steigenden Aktienanzahl tat sich beim Gewinn je Aktie gar nichts: 9 Cent wie im Vorjahresquartal. In den Details waren die Anzeigenerlöse aus dem Mobilbereich ziemlich positiv. Aber so richtig viele Erkenntnisse lassen sich aus den Zahlen nicht ziehen. Facebook Reports First Quarter 2013 Results - Facebook 11:46 pm • 1 Mai 2013
und es überrascht mich nicht im geringsten (Schulterklopf on:) 2011: Facebook könnte mit einem eigenen Handy kontern (Gerüchte gab es bereits und ich finde die durchaus logisch). 2012: Visionen sind zwar verpönt, ich wage am Ende trotzdem noch zwei. Die Generation Facebook wickelt einen Großteil ihrer Kommunikation via Facebook ab. Die natürliche Ergänzung dazu wäre die Hardware, das Smartphone. Schließlich dient dieses zur Kommunikation und zum Spielen, genau wie Facebook. Mit einem Facebook-Handy könnte Facebook Google und Apple frontal angreifen. Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Warum die Facebook-Aktie wie die Muppets ein Welthit wird Die Wetten gingen zwar ziemlich in die Hose, aber dass Facebook für viele DER Kommunikations-Hub ist und daher für viele die Erweiterung auf das Smartphone (für viele DAS Kommunikationsgerät) das natürlichste und sinnvollste der Welt ist, war immer klar und immer logisch. Facebook Home ist der erste Schritt in die Richtung und da wird noch mehr kommen.Und bereits der erste Schritt ist ziemlich cool (auch wenn es wie so oft kaum jemand versteht … Tenor in meiner Timeline “Was soll das? Wer braucht das?”) An iPhone Lover’s Take On The Facebook Phone | TechCrunch 11:32 am • 10 April 2013
Dagegen sind die Operationen, die die EZB in Europa gemacht hat, ein Witz, und selbst die der Fed in den USA wirken auf einmal klein, okay vergleichbar… Die Bank of Japan hat gestern angekündigt, die “monetäre Basis” bis Ende 2014 zu verdoppeln. Es geht um die am engsten gefasste Geldmenge M0, die vereinfacht gesagt der Teil der Geldmenge ist, den eine Notenbank direkt beeinflussen kann. Ohne dass irgendeine Geschäftsbank irgendeinen Kredit vergeben muss (was die Geldmenge dann weiter vergrößert). Da Japan in einer Deflation steckt, die die Schulden immer weiter steigen lässt, setzt die BoJ jetzt alles auf eine Karte. Sie kauft weiter japanische Staatsanleihen auf (jetzt über nahezu alle Laufzeiten) und pumpt somit jede Menge Bargeld in den Finanzsektor und hoffentlich auch in die normale Wirtschaft. Als Nebenwirkung (oder Hauptwirkung?) werden die Zinsen auf Staatsanleihen erst einmal weiter fallen (wenn die Inflationsängste nicht überhand nehmen) und der Yen wird weiter fallen. Damit soll auch der japanische Export angefeuert werden. Die Inflation soll steigen, die Haushalte weniger sparen und mehr konsumieren. Damit endlich die mehr als zwei Jahrzehnte währende Deflation beendet wird. So der Plan. Die USA haben ihre Geldmenge M0 Ende 2009 durch Aufkäufe von allen möglichen Anleihen auch massiv erhöht. In einem Quartal gab es Ende 2009 eine Verdopplung, auch seitdem ging es kräftig weiter nach oben (aktuell insgesamt etwa Faktor 3,5). Zu Inflation hat das (bisher?) nicht geführt, allerdings ist die Inflation auch nicht gesunken und die USA in eine Deflation gefallen (was viele befürchteten, nachdem die Immobilien-Kreditblase geplatzt ist). Mal schauen, wie sich das in Japan entwickelt. Es ist auf jeden Fall ein großes Experiment - nach den USA das zweite … Update (05.04.2013): Die Märkte zeigten die erwarteten Reaktionen. Aktien rauf, Yen und Zinsen runter. Wobei der erste Ausschlag zum Auftakt des Handels deutlich größer war als das was am Ende übrig blieb. Börse Tokio: Kursfeuerwerk in Japan - Börse Märkte - Finanzen - Handelsblatt Ein Hinweis vielleicht noch zum Einfluss auf Deutschland: Es wird hierzulande immer viel auf den Dollarkurs geschaut, was nicht verwunderlich ist, denn das ist nunmal die Leitwährung. Allerdings ist für große Teile der deutschen Industrie (Auto/Maschinenbau) der Wechselkurs zum Yen ebenfalls sehr wichtig (wenn nicht gar wichtiger), weil viele direkte Konkurrenten in Japan sitzen. Bei vielen Spezialnischenanbietern gibt es oft nur zwei oder drei Anbieter neben dem deutschen und in solchen Konstellationen kann man fast sicher darauf wetten, dass einer davon aus Japan kommt. 8:30 am • 5 April 2013
Nicht der Betrug, sondern zwei Dinge: a) Jetzt schuldig wegen eines Vorfalls in 2007. 2007? Er hat sich selber gestellt? Hat Goldman Sachs das nicht bemerkt (Der Trader wurde gefeuert, also eher unwahrscheinlich)? Oder hat Goldman Sachs das nicht angezeigt, ergo vertuscht? b) Gesamtvolumen des nicht genehmigten Geschäfts im S&P Future: 8,3 Milliarden Dollar. (Gab am Ende 120 Mio. Dollar Minus für Goldman Sachs). 3:54 pm • 4 April 2013
Heute ist ja Equal Pay Day, der Tag, an dem auf die Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau hingewiesen werden soll (und natürlich auch was dagegen gemacht werden soll). Dieses Fass möchte ich hier (heute) nicht aufmachen, das wird heute breit genug (wenn auch meistens nicht tief genug …) diskutiert werden … Ich möchte eine andere Zahl in die Diskussion werfen, die vielleicht ein paar Dinge erklärt, bzw. an der man ein paar spannende Fragen aufhängen kann. Nur 2 Prozent des Venture Capitals in den USA gehen an Firmen, die von Frauen gegründet werden. Diese 2 Prozent sind natürlich absolut extrem. Das ist noch viel extremer als der (eh schon niedrige) Anteil von Frauen in den Vorstandsetagen. Was sagt uns das? Ist der Kapitalismus männlich? Sind die Männer-Netzwerke noch viel stärker als gedacht? Ist die Bevorzugung von Männern in einem völlig freien Markt (wie es Venture Capital ist) noch viel ausgeprägter als in der normalen Arbeitswelt? Belegt das die Notwendigkeit gesetzliche Regelungen? Quelle: MediaShift . The Challenges and Advantages of Female Media Entrepreneurs | PBS 9:54 am • 21 März 2013
In Großbritannien ist Starbucks relativ früh als Steueroptimierer an den Pranger gestellt worden. Dabei unterscheiden sich die Praktiken nicht wirklich von denen bei Google, Microsoft, Apple und Amazon. Da ich zu Starbucks bisher noch nichts geschrieben habe, hole ich das mal nach. Heute gab es eine Anhörung von Starbucks im Finanzausschuss des deutschen Bundestags. Dabei betonte Starbucks (obwohl nicht vor Ort, man reichte die Stellungnahme nur schriftlich ein), dass man sehr wohl Steuern zahle. Und zwar mehr als 19 Millionen in den letzten drei Jahren. Das macht gut 6 Millionen pro Jahr. Auf 161 Filialen, ok rechnen wir mal mit 150 im Dreijahresdurchschnitt (der Laden wächst ja, auch wenn ich nicht weiss warum) macht das 40.000 Euro Gewinn pro Jahr. Könnt ihr Euch bei den Preisen (5,50€ für etwas Kaffee auf viel Eis) nicht vorstellen? Na gut, ich auch nicht. Und jetzt der eigentliche Clou - Steuern definiert Starbucks als “Steuern und Abgaben” u.a. an “Sozialkassen und als Unternehmenssteuer”. Steuern an Sozialkassen? Was noch? Der Arbeitgeberanteil der Krankenkasse gilt als Steuerzahlung? Was labert Starbucks da für eine Grütze? In der Frage ging es konkret um die Versteuerung der Gewinne. Dass Starbucks mit solchen Nebelkerzen um sich wirft, zeigt nur, dass Starbucks natürlich keine Steuern bezahlt und die Gewinne - wie die anderen oben genannten US-Konzerne auch - über Lizenzzahlungen und den Double Irish - Dutch Sandwich aus Europa in Steueroasen transferiert. Bin gespannt, ob der Bundestag am Thema dranbleibt. V.a. auf die Niederlande und Irland einwirkt, dass dieses Schlupfloch geschlossen wird. Aber mächtige Interessen sind dagegen. Als Irland pleite war, hätte die Rest-EU alle Möglichkeiten gehabt. Aber konnte nicht oder wollte nicht. Aber heute wieder über die Steueroase Zypern meckern wenn man vor 4 Jahren in Irland auch nichts dagegen gemacht hat … Update: Zu Starbucks gibt’s einen schönen Hintergrundartikel in der SZ: Starbucks - Kaffee vermarkten, Steuern sparen - Wirtschaft - Süddeutsche.de 11:22 pm • 20 März 2013
4:24 pm • 5 März 2013
Verlust je Aktie wie im Vorjahresquartal 12 Cent je Aktie. Das spiegelt den wahren Verlust aber nicht ganz wieder. Denn die Anzahl der Aktien ist deutlich gestiegen und der absolute Verlust stieg von 65 auf 81 Millionen Dollar. Und das bei massiv gestiegenen Umsätzen. Aus 492 Mio. wurden nun 638 Millionen, was dem Gewinn aber nicht geholfen hat. Das lässt weiterhin massive Zweifel an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells aufkommen. Die Aktie verlor fast ein Viertel von etwa 6 auf 4,50$. Das ist etwa ein Viertel des IPO-Preises, aber auch deutlich mehr als am Tief, das bei nur 2,60$ lag. Das Spannendste am Geschäftsbericht war der Rauswurf des Mitgründers und CEOs Mason, der einen ziemlich witzigen letzten Brief an seine Mitarbeiter geschrieben hat. Den gibt’s hier: Groupon Fires CEO Andrew Mason siehe dazu auch: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Groupon: Finger weg! Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Groupon hat den Börsengang geschrumpft … Groupon schafft Gewinn - Und die Aktie bricht ein - egghat’s not so … Groupon enttäuscht Erwartungen. Aktie minus 15%. - egghat’s not … Groupon verdient 2 Cent je Aktie: Aktie plus 30% - egghat’s not so … etc. pp.


