Nein, nein, Studie sei unabhängig. Sie sei von der Uni allein finanziert. Die Studie sei ohne weitere Diskussionen mit der Industrie durchgeführt worden. Man dürfe daran nicht zweifeln. Die Uni Texas und das Energieinstitut seien komplett unabhängig. Sagten Professor Charles Groat und Danny Reible, die die Untersuchung durchführten.
Dumm nur, dass jetzt raus kam, dass Groat bei der Gasfirma Plains Exploration & Production im Vorstand saß. Die - oh Wunder - auch im Fracking unterwegs ist. Und Groats Posten war - oh Wunder - sehr sehr gut dotiert (380.000$ pro Jahr seit 2007 im Schnitt gegenüber 173.000, die Groat von der Uni Texas bekommt).
Und nun ja, die Studie könnte (rein theoretisch versteht sich) natürlich trotzdem noch was taugen. Aber die Welt ist schlecht und daher taugt sie natürlich nichts.
Die Studie erfülle generell nicht die strengen Kriterien, denen sich die Wissenschaft zu unterwerfen habe. Die Studie habe den Interessenskonflikt nicht offen gelegt und sie sei generell zu wenig auf Fakten gestützt. Das alles steht im Untersuchungsbericht, die die University of Texas in Austin in Auftrag gegeben hat.
Ein Artikel über die ursprüngliche Studie:
Umstrittene Gasförderung: Neue Studie gibt Entwarnung für Fracking - SPIEGEL ONLINE
Der Artikel, über den ich den “Widerruf” gefunden habe:
Wie eine Schiefergas-Studie kam und ging - Rohstoffe - derStandard.at › Wirtschaft
Der Prüfbericht der Studie im Original:
http://www.utexas.edu/opa/wordpress/news/files/Review-of-report.pdf
Die Geschichte kocht schon länger (habs aber erst heute mitbekommen), die NY Times hatte schon im Sommer was dazu. Daraus u.a. die Gehaltszahlen von Groat:
When Agendas Meet Science in the Gas Drilling Fight - NYTimes.com
10:40 am • 19 Dezember 2012
Was ein Unfug! Und weil man den Bananen die nahezu perfekte, von der Natur bereits mitgelieferte Verpackung weggenommen hat, packt man eine Plastikschale drunter und Celophan-Folie oben drüber. OMG. Update (24.09.12): Ich habe ja ganz verpasst, dass die Nummer aus Österreich kam … Ich hätte die deutlich weiter westlich verortet … Aufregung um Billa-Produkt - Nackte Bananen sind erst der Anfang - Leben - sueddeutsche.de 8:56 pm • 23 September 2012
Biokraftstoff: “E10 hat nie funktioniert” | Wirtschaft | ZEIT ONLINE Der einzige, der noch dagegen ist, ist der Umweltminister. Unsere Politiker, die doch eigentlich gewählt wurden, um Themen besser zu durchblicken als die Bevölkerung und um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen … Das ganze Thema ist natürlich komisch. Bei E5 lagen die Themen auch schon auf dem Tisch, gemeckert hat damals keiner. Bei E10 kamen die ganzen Probleme erneut auf den Tisch, der einzige der Angst hat, war der deutsche AutofahrerMichel: Mein Motor geht kaputt (gut, in vielen anderen Ländern fahren die gleichen Motoren und dort gibt es nur E10 oder gar E15, aber egal …). Das, was hier als Umweltschutz verkauft wird, war schon immer eine versteckte Subvention für die Bauern. Und erleichterte es den deutschen Autobauern die CO2-Obergrenzen zu erreichen (bei E10 zählen die 10% Biosprit nicht zum CO2 Ausstoß, weil der ja CO2 frei ist (was nicht einmal stimmt). Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Ich habe den besten Aprilscherz gefunden! P.S. Ich glaube übrigens, dass der Biosprit mehr zur Erhöhung der Nahrungsmittelpreise beiträgt als die Spekulanten. Belegen kann ich das aber nicht … Auf Spekulanten schimpfen ist allerdings einfacher … 4:46 pm • 18 August 2012
Tipp: Gute Dokumentation zum Envio Skandal. Ich hatte über den PCB-Skandal bei Envio in Dortmund einige Male berichtet. Und zeige mich weiterhin überrascht, dass der Skandal überregional nicht mehr Schlagzeilen macht. Es ist immerhin ziemlich sicher der größte Umweltskandal, den Deutschland in den letzten Jahren hatte, vor allem einer, der ganz ohne Katastrophe passierte … Die Konsequenzen aus dem größten deutschen PCB-Skandal? Null! - egghat’s not so micro blog Envio: Kriminelles Handeln? - egghat’s not so micro blog Die TV-Doku ist schon etwas älter, ich habe sie aber erst gestern bei der Wiederholung entdeckt. Die kann man sich ganz gut anschauen. Es geht um PCB, das früher (oder heute immer noch) in Transformatoren eingesetzt wurde. Das Zeug ist hochgradig krebserregend, kurzfristig aber unkritisch. Kurz: Es fällt nicht (sofort) auf. Im Trafo ist das alles nicht schlimm, aber wenn man die Trafos auseinanderbaut, muss man aufpassen. Die Mitarbeiter müssen geschützt werden (Masken, Anzüge), das muss in geschlossenen Hallen passieren, die Abluft muss gereinigt werden, etc. pp. Bei Envio gab es (zumindest manchmal) nichts davon. Die Trafos standen teilweise einfach in der Gegend rum und die Mitarbeiter haben über ihre normalen Arbeitsklamotten soviel PCB mit nach Hause geschleppt, dass die Grenzwerte selbst für die Familienmitglieder zigfach überschritten wurden (für die Mitarbeiter war das natürlich noch viel schlimmer, dort liegen die Blutwerte teilweise über 300 Mal so hoch wie der Grenzwert …) Hinter dem Skandal steckt nicht nur ein Haufen krimineller Energie von Seiten der Firmenleitung, sondern auch ein unfassbares Versagen der Kontrollbehörden. Denn Envio war *immer* unter der Kontrolle der Umweltbehörden der Bezirksregierung in Arnsberg. Die ehemalige Firmenleitung redet sich im Verfahren wirklich mit einem “man könne belegen, dass die Mitarbeiter ihre Belastung nicht von der Arbeit, sondern durch private Lebensumstände bekommen habe” raus. Unfassbar frech. Auch in den Kontrollbehörden wurden keine Konsequenzen gezogen … Ziemlich traurige Geschichte von Anfang bis Ende. Vor allem natürlich für die Betroffenen … “Grünkohl, Gifte und Geschäfte - Der Skandal um die Firma Envio” - die story - WDR Fernsehen 8:19 am • 1 August 2012
… immer energieeffizienter. Wer jetzt an die als Computer getarnten Blockheizkraftwerke mit 300 Watt Grafikkarten, die sich die Counterstrike-zockende Jugend unter den Tisch stellt, denkt, wird das zwar kaum glauben wollen, aber es ist wirklich so … Computer werden immer energieeffizienter. Und dabei steigt die Energieeffizienz sogar schneller als die Rechengeschwindigkeit. Moore’s Law geht von einer Verdopplung der Transistorenzahl etwa alle 24 Monate aus, die Energieeffizienz verdoppelt sich sogar etwa alle 18 Monate. Die Vergleiche mit der Vergangenheit führen ja oft zu interessanten Ergebnissen, die - auch wenn man sie schon Tausend Mal gesehen hat - nicht gleich langweilen. Dass ein iPad2 etwa 500-1000mal schneller ist als der Original-PC von 1982, ist doch schon was … Bei der Energieeffizienz ist das aber - wegen der schnelleren Verdopplung - noch beeindruckender: Wenn man einen Computer, der die Energieeffizienz von vor 20 Jahren hat, auf die Rechenleistung eines Macbook Airs “hochtunen” würde, würde der Akku des Macbook Airs statt wie heute 7 Stunden ganze 2,5 Sekunden halten. OK, wenn sich der Akku wirklich in 2,5 Sekunden entladen würde, bliebe vom Computer nicht mehr viel übrig … (Das Nachrechnen überlasse ich dem Leser als Aufgabe für das Wochenende …) Kottke.org: Energy efficiency in computing 8:31 am • 24 September 2011
Zumindest bis heute. Dieser Skandal fliegt seltsamerweise weitgehend unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle der überregionalen Presse. Und wenn ich nicht zufällig in der Region wohnen würde, wahrscheinlich auch an mir. Dabei ist es einer der größten Umweltverschmutzungsskandale der Nachkriegszeit in Deutschland und dazu noch einer, der einen Haufen Mitarbeiter mit extrem hohen PCB-Dosen verseucht hat, was am Ende auch nicht viel lustiger ist als eine Überdosis Radioaktivität (die aber, da bin ich mir sicher - mit Riesentamtam durch die Presse gejagt würde). Immerhin 6 Mitarbeiter sind bereits an Krebs erkrankt. Das interessanteste an dem Skandal ist dabei nicht die kriminelle Energie von Envio. In ihren Unternehmensbroschüren wurde immer von patentierten Verfahren zur Entsorgung der PCB-belasteten Transformatoren gesprochen, am Ende konnte Envio (aus Kundensicht) besser sein, weil sie auf die Gesundheit der Mitarbeiter gesch****en haben. Der eigentlichen Skandal aber: Die Überwachung, der Envio als potenziell umweltgefährdendes Unternehmen ausgesetzt war, hat komplett versagt. Und dabei nicht nur passiv (also gepennt), sondern aktiv. In der Kommunikation zwischen der Aufsichtsbehörde in Arnsberg (jaja, aus diesem Kaff tief im Sauerland heraus wird die 600.000 Einwohner-Stadt Dortmund regiert … ) wurde besprochen, welche Informationen denn an die Grünen weitergegeben werden dürfen und welche nicht. Alles was möglicherweise kritisch war, wurde als Geschäftsgeheimnis klassifiziert und war damit nicht öffentlich zugänglich. Das ist so skandalös, dass kleinere Details wie die Tatsache, dass Überprüfungen immer frühzeitig angekündigt wurden, schon fast keine Rolle mehr spielen. Irgendwie erinnert diese Art der Überwachung doch stark an die Kontrolle des Finanzsektors, bei der auch so gut wie keine Transparenz herrscht und wo man als Außenstehender eigentlich permanent das Gefühl hat, dass einem die wirklich wichtigen Informationen vorenthalten werden. Man kann den Piraten viel vorwerfen, eines aber sicherlich nicht: Dass die Idee der Piraten, Transparenz in die öffentliche Verwaltung zu bringen, eine dumme ist. Nein, das ist es nicht und es ist auch keine Spinner-Idee. Man kann nach Skandinavien schauen und sehen, wie eine transparente Verwaltung zu weniger Fehlern und viel weniger Korruption führt. Und damit zu einer Verwaltung, die den Bürgern dient. Die die Nummer ja am Ende immerhin bezahlen ….
8:31 am • 22 September 2011
WENAG #19: (Strassen-)Beton, in dem Wasser versickert. Und zwar ganz schön schnell … Tolle Idee gegen die Versiegelung der Landschaft und die daran hängenden Probleme (Kanalisierung muss für Sturzregen immer weiter ausgebaut werden). Gut auch für die Bäume am Straßenrand, die oft unter zu wenig Wasser leiden. Allerdings für Straßen wahrscheinlich nicht so doll, weil damit auch das Öl (und das Benzin), das permanent von Autos gewaschen wird, in die Erde kommen würde. Dafür ist die kontrollierte Wegführung des Wassers über die Kanalisation ganz hilfreich. Sinnvoll wäre das aber in jedem Fall für Flächen, die nicht versiegelt werden sollen, aber auch nie (oder selten) von Autos genutzt werden. Fuß- und Radwege oder auch selten genutzt Parkplätze (Stadion, Messen) bieten sich an. (via Science Friday Archives: Creating Reservoirs Under Roads And Parking Lots) 11:34 am • 24 Juni 2011
Kursplus: etwa 400% in einem Jahr. Es geht um gebrauchte, durchsichtige PET-Flaschen, aus denen vor allem in Asien Textilfasern hergestellt werden. Das ist zwar nicht der normale Weg für das Recycling, denn eigentlich sollten daraus wiederum Flaschen hergestellt werden. Aus Asien kommt aber eine so hohe Nachfrage für die gebrauchten PET-Flaschen, dass der “normale” PET-Kreislauf (aus Flaschen werden wieder Flaschen) in Deutschland vor dem Zusammenbruch steht. Wenn die Preise für gebrauchtes PET teilweise über dem Preis für neues PET liegt, macht die Verarbeitung von gebrauchtem PET wenig Sinn … Ein weiteres schönes Beispiel, warum Trittins Plastikflaschenpfand grandios gescheitert ist. Nationale Regelungen greifen halt oft zu kurz. Wenn man mit PET-Flaschen Geld verdienen kann, läuft das Pfand, das die Plastikflaschen ja eigentlich bestrafen sollte, völlig ins Leere … (Was man an der Mehrwegquote, die sich auf historischem Tiefstand befindet, schön ablesen kann). Kostbarer Plastikmüll: Kampf um alte Flaschen - Unternehmen - Wirtschaft - FAZ.NET 9:51 am • 24 Mai 2011
Da habt ihr bestimmt auch gedacht, dass “Angriff der Killertomaten” der schlechteste Film aller Zeiten ist (oder einer der schlechtesten …). Völlig schwachsinnige Story, dauernd Szenen, die einmal vorwärts und einmal rückwärts laufen, grauenhafte Schauspieler (in einer Fortsetzung übrigens George Clooney!), … Und dann kommt aus China die Meldung über explodierende Wassermelonen … Bei falschem Wetter, zu spät und zu viel Wachstumsbeschleuniger über die Melonen gekippt … Exploding watermelons put spotlight on Chinese farming practices | Environment | The Guardian (wirft mal wieder kein gutes Licht auf die Methoden der chinesischen Landwirtschaft …) Update (11:23) An dieser Stelle hätte ein Video der Smashing Pumpkins auch ganz gut gepasst ;-) 8:30 am • 20 Mai 2011
Zwar ist die Benutzeroberfläche der “Web-Dokumentation” meiner Meinung nach ein mittelschweres Desaster (wirkt wie ein in Teile geschnittener Film, der mit einer doppelten und nur halbwegs funktionierenden Navigation versehen wurde. Tipp: Schön der Reihe nach auf die Bilder unter klicken. Dann laufen die Teile nacheinander ab (wenn auch nicht automatisch) und es laufen wenigstens nie zwei Filme gleichzeitig …). Aber das Thema an sich ist durchaus interessant. Und vielleicht funktioniert diese Webanwendung auf der marktführenden Plattform ja besser … Es kommen alle drin vor: Shell, Exxon, Total. Das korrupte Regime in Nigeria. Die ungeheuren Umweltzerstörungen und der Bruchteil des Geldes, der in die zerstörte Region zurückfließt.