Und zahlt selber keine! Laut einer französischen Website sollte Lagarde bei 380.000 Euro Einkommen Null Steuern gezahlt haben.
Eigentor ist da noch eine harmlose Formulierung …
Lagardes Eigentor - Lost in EUrope
Wenn das nicht alles so traurig wäre …
Trotzdem noch ein Pispers zum Thema …
@LostinEU Link gefunden über @TeraEuro.
4:43 pm • 29 Mai 2012
sagte der EU-Bankenstresstest 2011. Wollte ich nur kurz nochmal erwähnen. Core Tier 1 Capital Ratio 6,9%. Auf 200 Milliarden Euro risikogewichtete Assets kamen 13,9 Mrd. Euro Eigenkapital. Ergebnis: Kein zusätzliches Eigenkapital nötig. Selbst im pessimistischen Fall sollte das Core Tier 1 Eigenkapital mit 5,4% über der kritischen Marke von 5,0% liegen. Wo auch immer die 13,9 Milliarden jetzt hingekommen sein sollen … Übrigens erinnert das an die belgisch-französische Dexia, die im Stresstest sogar ausgesprochen gut abgeschnitten hat und kurze Zeit später verstaatlicht werden musste … Was für ein Witz, dieser EU-Bankenstresstest … Man kann den Stresstest eigentlich nicht mehr ernst nehmen. Wenn man das aber doch macht, wird einem bei dem Kapitalbedarf der Bankia ganz anders (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Spanien verstaatlicht Bankia) … Denn es fiel zwar nicht die Bankia durch, aber 5 andere spanische Banken … Results of the 2011 EBA EU-wide stress test: Summary - BFA-BANKIA 2:20 pm • 29 Mai 2012
Das sind zwei Stufen weniger als vorher, wenn man die Bonität in fremder Währung betrachtet; in lokaler Währung gesehen ist es eine Stufe weniger. Der Ausblick bleibt auch nach der Herabstufung negativ. Hauptgrund ist natürlich die extrem hohe Schuldenlast von nun geschätzten 239% des japanischen BIPs (zum Vergleich: Griechenland lag vor dem Schuldenschnitt bei etwa 160%). Vor allem der starke Anstieg seit Beginn der Krise (+61 Prozentpunkt) beunruhigt Fitch. Im Durchschnitt stieg der Schuldenberg nur um 39 Prozentpunkte, in Ländern mit ähnlichen Ratings wie Japan sogar nur um 8 Prozentpunkte. Fitch zweifelt am politischen Sparwillen und fragt sich, woher angesichts der Alterung der Bevölkerung das Wachstum kommen soll. Auf der Habenseite verfügt Japan immer noch über hohe Auslandsvermögen, die laut Fitch bei etwa 80% des BIPs liegen dürften. Außerdem schafft Japan es weiterhin, seine Schulden zu extrem niedrigen Zinsen aufzunehmen. Eine nachhaltige Verbesserung der Bonitätseinschätzung der japanischen Staatsschulden kann es laut Fitch eigentlich nur geben, wenn das Wachstum in Japan stärker wird. Fitch Downgrades Japan to ‘A+’; Outlook Negative 11:27 am • 22 Mai 2012
Diese Nachricht wurde in der letzten Woche nicht sonderlich breit berichtet, daher verlinke ich das jetzt noch mal kurz. Es gab zwar viele Spekulationen darüber, ob Griechenland die Anleihenrückzahlung mit einem Volumen von gut 430 Millionen Euro leisten könne oder ob Griechenland die Pleite erklären müsse, wenig wurde hingegen darüber geredet, dass die Anleihe überhaupt getilgt wird. Es wurde doch schließlich umgeschuldet. Aber die griechischen Anleihen, die nicht nach griechischem Recht begeben wurden, konnten nicht zwangsumgetauscht werden. Bei diesen war die Zustimmung der Gläubiger zum Zwangsumtausch auch immer geringer als bei den Anleihen nach griechischem Recht. Die Frist zur Zustimmung wurde mehrfach verlängert. Aber am Ende blieben einige abgebrühte Zocker (ergo Hedgefonds) hart, stimmten nicht zu hielten die Anleihen einfach weiter. Mit Erfolg! Denn die “Neinsager” bekamen mit der Zahlung in der letzten Woche 100% des Nennwerts zurück. Ich finde leider keinen Chart für das Papier mit der ISIN XS0147393861. Wenn jemand einen Link hat, ergänze ich das gerne. Würde mich ja mal interessieren, auf welchem Niveau man das Teil hätte abgreifen können. Ich schätze, dass das ein Verdoppler innerhalb weniger Monate gewesen sein müsste … 12:51 pm • 21 Mai 2012
… ist auch keine gute Idee, zumindest wenn man damit den Euro retten will … Die “radikale Linke” SYRIZA hat seit den Wahlen noch einmal satte 11 Prozentpunkte zugelegt und liegt jetzt bei fast 28%. Die konservative ND legt leicht zu und kommt auf gut 20%, die sozialistische PASOK nur noch auf knapp 13%. Die rechte “Unabhängigen Griechen” etwa 10%, die kommunistische KKE 7%, die Nazi sacken auf etwa 5% ab. Bei den Stimmanteilen der beiden einzigen eurofreundlichen Parteien hat sich gar nicht so viel getan, aber da die ND den 50-Sitze-Bonus, den die stärkste Partei bekommt, an die SYRIZA verloren hat, sind die beiden eurofreundlichen Parteien weiter von einer Regierung entfernt als je zuvor. Die SYRIZA bekäme 128 Sitze (151 sind die Mehrheit), die ND 57 und PASOK 36. Hmmm, Neuwahlen sind also auch ne Schrottidee … Alpha TV - Erster Macht SYRIZA laut einer neuen Umfrage 8:51 pm • 10 Mai 2012
Obwohl der Bernanke-Helikopter noch als Punkt 3 auftaucht … Erstens will Buiter die Zinsen auf Null oder sogar darunter senken. Negative Zinsen sind natürlich nicht ganz trivial umzusetzen, aber wären durchaus machbar (wenn man denn wollte). Buiter sieht nur in Großbritannien einen Zins, der über dem theoretisch richtigen Wert liegt. Zweitens will Buiter Quantitative Easing viel weitergehender umsetzen, also nicht nur (vorrangig) auf Staatsanleihen anwenden. Damit sollen die Zinsen auch da nach unten gedrückt werden, wo sie wirklich Einfluss auf die Wirtschaft nehmen (Investitionen, Hausbau, Konsum, …). Drittens soll der Hubschrauber abheben und viel Geld an alle verteilen. Hauptgrund: Das würde wenigstens immer wirken, sofern man genug Geld in Umlauf bringt. Man könnte jetzt zu jedem Punkt einen Fünfseiter schreiben, dazu fehlt mir aber die Zeit … Aber schmackhaft gemacht haben dürfte ich euch die provokanten Vorschläge von Buiter. Lest selbst: FT Alphaville » Buiter says bring out the helicopter 3:12 pm • 10 Mai 2012
Dass Spanien sich in Bezug auf den Immobilienmarkt nur unwesentlich von Irland unterscheidet, habe ich hier schon einige Male geschrieben. Erst wurde viel zu viel gebaut und viel zu hohe Preise verlangt. Jetzt gibt es auf der einen Seite ein massives Überangebot und zusammenbrechende Preise, auf der anderen Seite Hunderttausende total überschuldete Haushalte. Irland und Spanien unterschieden sich vor allem in einem: Irland hat defakto die Banken verstaatlicht und alle schlechten Kredite übernommen. Das erhöhte die Staatsverschuldung auf einen Schlag um etwa 25 bis 30% des BIPs. Dafür hat Irland aber wenigstens halbwegs reinen Tisch gemacht. Spanien hingegen hat alles unter den Teppich gekehrt. Ganz schlechte Banken mit schlechten zusammengelegt (damit es ein paar Monate weiter geht), Kredite großzügig umgeschuldet, etc. pp. Nur: Wenn sich der Trend fortsetzt und die Hauspreise weiter fallen und die Verbraucher nicht zu Geld kommen (bei der hohen Arbeitslosenrate kaum zu erwarten) nützt das alles nichts. Irgendwann sind es zu viele Häuser in den Bankbilanzen, irgendwann werden zu viele Hypotheken nicht mehr bedient. Und dann werden die Lücken in den Bankbilanzen so groß, dass neues Geld kommen muss. Und da ist die Sparkasse Bankia jetzt angekommen. Wobei man sagen müsste: Wieder angekommen. Denn die Bankia hat schonmal 4,5 Mrd. Euro bekommen, jetzt werden wohl noch mal bis zu 10 Milliarden Euro vom Staat benötigt, um die Bank zu retten. Wie lange das reicht, ist unklar. Denn möglicherweise stecken in den Hypotheken von 38 Milliarden Euro noch größere Verluste als bisher zugegeben wurde. Staatshilfe nötig: Spanien droht neue Bankenpleite | FTD.de 11:35 pm • 7 Mai 2012
Es wäre auch etwas sehr dreist gewesen, allein die Wahl von Hollande für eine Abwertung zu nutzen. Ohne dass er ein einziges Gesetz gemacht hat oder sich in der Euro-Politik irgendwas geändert hätte. Außerdem hat S&P ja schon auf AA+ reduziert. S&P: Hollande Election Win Has No Immediate Impact On The Rating Or Outlook On France 4:46 pm • 7 Mai 2012
empfehle ich folgenden Text. Habe auch was auf Deutsch gesucht, aber leider keine so gute Zusammenfassung der Parteien und der möglichen Konsequenzen gefunden. Eine Sache, die ich rauspicken würde: Die Partei mit den meisten Stimmen bekommt 50 Sitze extra, das entspricht 20% der Stimmen. Damit ist die Mehrheit für die Eurozonensparprogrammunterstützungsfraktion aus ND und PASOK eigentlich relativ sicher. Beide zusammen werden auf (roh) 35 bis 45% geschätzt. Darauf kämen nochmal die weiteren 50 Sitze oben drauf, aller Voraussicht nach für die ND. Ansonsten Verhältniswahlrecht für die 250 Sitze und eine 3%-Hürde. Die Opposition wird wohl sehr, sehr bunt, aber wohl nicht auf die nötigen 50% kommen. Aber warten wir mal ab, die Demoskopen können in solchen Extremsituationen logischerweise weiter daneben legen als normalerweise … Und selbst wenn die Wahlen (wie erwartet) ausgehen, ist die Koalition nachher möglicherweise wackliger als die Stimmanteile es am Anfang signalisieren. In den letzten Monaten sind der Regierungskoalition dann doch einige Mitglieder abhanden gekommen … FT Alphaville » Greek elections: Be afraid, be very afraid Update: Ergebnisse ab 18:00 unserer Zeit (19:00 in Griechenland). Übrigens herrscht Wahlpflicht, die Wahlbeteiligung wird also sehr hoch sein. Update 2 (16:21): Das Ergebnis der letzten Wahlen 2009: PASOK: 43,9 % (jetzt bei 15 bis 20% gesehen, zwischenzeitlich waren es aber nur 8% !!!) Neue Demokratie (ND): 33,5% (jetzt bei etwa 20-25% gesehen) Kommunistische Partei Griechenlands (KKE): 7,5 % (jetzt etwa 10%) Orthodoxer Volksalarm (LAOS) : 5,6 % (jetzt an der 3% Hürde) Radikale Linke (SYRIZA): 4,6 % (jetzt etwa 10%+) Grüne: 2,5 % (jetzt an der 3% Hürde) Und der ganze Rest, der jetzt wohl auf 20 bis 30% bekommen wird, war letztes Mal nicht relevant bzw. noch gar nicht existent …. Unabhängige Griechen (Nazihaufen, etwa 10%) Demokratische Linke (6 bis 9%). Demokratische Allianz (Abspaltung der ND, um die 3%-Hürde). Update 3 (16:36): Gute Live-Coverage der Wahlen könnte es hier geben: http://www.ekathimerini.com/ekathi/page1/elections2012 Andere gute Quellen gerne in die Kommentare. 3:19 pm • 6 Mai 2012
Damit steckt Spanien wieder ein der Rezession, denn das ist das zweite Quartal in Folge mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung (zum Vorquartal: Esp: BIP Q04/11 -0,3% (Vq), 0,3 (Vj) - egghat’s not so micro blog) Mit dem zweiten Rückgang in Folge ist auch das Wachstum im Vergleich mit dem Vorjahresquartal wieder in den negativen Bereich zurückgefallen. Aus der Jahresrate von +0,9% im ersten Quartal 2011 ist nun wieder ein Rückgang um 0,4% geworden. Und eine Wende ist nicht in Sicht. Die Jahresrate dürfte im Verlauf von 2012 noch deutlich schlechter werden. Selbst eine zwei vor dem Komma würde mich nicht mehr komplett überraschen, minus 1,5% erwartet ja z.B. die Ratingagentur Standard & Poors (siehe S&P stuft Spanien auf BBB herab (Ausblick negativ) - egghat’s not so micro blog). Update (11:44): Wie Zerohedge anmerkt, ist Spanien das elfte Land in Europa, das die Kriterien einer technischen Rezession (2 Quartal mit negativem BIP-Wachstum hintereinander)) erfüllt. Die komplette Liste: Spain Officially Double Dips, Joins 10 Other Western Countries In Recession | ZeroHedge
Damit sich die Zentralbanken keine zu hohen Risiken in die Bücher packen müssen, solle der Staat einfach eine Garantie für alle Kredite übernehmen. Punkt. Als Definition für “alle Kredite” schlägt Buiter vor, alles zu nehmen, was die EZB bereits heute als Sicherheit akzeptiert.