WENAG #82: Schnellster Reifenwechsel in der Formel 1 ever.
Red Bull, 2,05 Sekunden. WTF?
gefunden über Michael Sheils - Google - Red Bulls 2.05 second pit stop record from this weeks F1…
1:33 pm • 15 April 2013
wegen einer Wette auf ein eigenes Spiel. Das Strafmaß ist natürlich weder Fisch noch Fleisch. Wir haben da so einen Verdacht, aber so richtig wasserdicht belegen können wir den Vorwurf nicht. Gar nicht bestrafen geht nicht (wegen der Öffentlichkeit), zu hoch bestrafen aber auch nicht (weil dann der Schadensersatz zu hoch werden könnte, wenn doch kein Nachweis erbracht werden kann). Aber das ist am Ende auch einer der Gründe, warum solche Wettskandale nicht richtig bekämpft werden können. Der Nachweis, dass ein Spieler absichtlich manipuliert hat, ist schwer zu führen … Sperre für Karabatic - Handball - kicker online 11:03 am • 6 Februar 2013
in Frankreich und zwar gleich beim Meister Montpellier … 5.000 Euro Einsatz, 200.000 Euro Gewinn. Hmmm, die Verdächtigungen hören sich sehr konkret an. Skandal bei Montpellier weitet sich aus - Handball - kicker online Update (01.10.12): Kleines Update: Karabatic unter Verdacht - Gewettet, aber nicht betrogen - Handball - kicker online 10:18 pm • 30 September 2012
OK, daran hat wahrscheinlich nie jemand ernsthaft gezweifelt, aber es ist ja immer gut, wenn man die Bestätigung eines Gerichts bekommt. Es geht um den Vorgänger von Blatter Havelange und Ricardo Teixeira, der erst Anfang 2012 aus dem Fifa-Vorstand ausgeschieden ist. Teixara hat lt. Aussagen des Staatsanwaltschaft fast 13 Millionen Schweizer Franken über eine Tarnfirma kassiert. Dazu kamen noch 5 Millionen an eine Tarnfirma, die (unter anderem?) Teixeira und Havelange gehörte. Und 1,5 Millionen Franken, die an eine dritte Firma geflossen sein sollen, die Havelange allein gehörte. Die Zahlungen sind schon etwas älter, teilweise bis zu 15 Jahre alt. Sie stammen vom Rechtvermarkter ISL, der 2001 pleite ging (sonst wäre das Ganze womöglich nie aufgeflogen). Blatter war übrigens damals defakto auch schon für die Fifa verantwortlich, da Havelange es vorzog, die Bestechungsknete in Brasilien zu verprassen, und das Tagesgeschäft “Exekutivpräsident” Blatter zu überlassen. Die Fifa (zuerst) und die beiden Beschuldigten (bis zuletzt) haben alles Mögliche unternommen, um die Veröffentlichung der Namen zu verbieten. Am Ende (zum Glück) erfolglos. Trotz einer Wiedergutmachungszahlung von 5,5 Millionen. Hohe Millionenzahlungen an Fifa-Funktionäre | handelszeitung.ch Insgesamt geht es übrigens wohl um 138 Millionen Schweizer Franken allein im ISL Komplex, wie man bei Jens Weinreich nachlesen kann, dessen Berichterstattung zu Korruption und Doping im Sport an dieser Stelle gerne noch einmal empfohlen sei: Update (12.07.12): Jetzt hat Jens Weinreich auch was dazu geschrieben: #FIFAcorruption, die Einstellungsverfügung zum ISL-Korruptionssystem : jens weinreich Hohe Millionenzahlungen an Funktionäre - Blatter wusste es | handelszeitung.ch 5:51 pm • 11 Juli 2012
Gribkowsky sollen ja 7,x bis 9 Jahre Haft drohen (Angebot des Richters), mehr als 10 Jahre nach Ansicht der Staatsanwaltschaft, und bald kommt auch in Urteil. Dann ist das Verfahren aber noch nicht vorbei, weil es ja zwei Zahlungen gab: Die von der BayernLB an Ecclestone und die von Ecclestone an Gribkowsky. Ecclestone, der behauptet, Gribkowsky hätte ihn subtil bedroht. Defakto sitzt er aber selber mittendrin im Schlamassel. Was jetzt ganz spannend ist, dass der Staatsanwalt Gribkowsky schon für mehr als 10 Jahre hinter Gitter stecken will, im Abschlussplädoyer aber eigentlich mehr gegen Ecclestone gefeuert hat. Er hält die Bestechungsgeschichte von Ecclestone für unglaubwürdig und Ecclestone für den Hauptdrahtzieher. Das müsste dann eigentlich eine noch höhere Strafe gegen Ecclestone bedeuten. Hmmm … Da muss sich wohl jemand warm anziehen … Update (28.06.12): Es sind 8,5 Jahre geworden. Hätte Gribkowsky am ersten Tag sein Geständnis abgelegt, wäre es wohl etwas weniger geworden. Die Strafe fällt so vergleichsweise heftig aus, weil es um Bestechlichkeit (Ecclestone), Untreue (gegenüber den BayernLB) und Steuerhinterziehung (Geld wanderte in Stiftung nach Österreich). Urteil im Formel-1-Prozess: Achteinhalb Jahre Haft für Gribkowsky | FTD.de Ob gegen Ecclestone Anklage erhoben wird, ist noch offen. Die Spekulationen über die Nachfolge von Ecclestone als Formel-1-Chef haben auf jeden Fall schon begonnen. Kein Wunder, der Mann ist über 80 … Update 3 (05.07.12): Es geht in die Berufung. Antrag von beiden Seiten. Korruption in der Formel-1: Ex-Banker Gribkowsky geht in Revision | FTD.de 3:34 pm • 27 Juni 2012
Oder war es doch eher Erpressung? Immerhin hat Formel 1 Chef Bernie Ecclestone im Verfahren gegen den Ex-BayernLB Risikovorstand Gribkowsky ausgesagt, dass er von Gribkowsky subtil bedroht wurde. Gribkowsky würde den Steuerermittlern Informationen über die Firmen Ecclestones in der Karibik stecken. So zahlte Ecclestone lieber die 44 Millionen Dollar an Gribkowsky, der im Gegenzug die Anteile an der Formel 1 Holding für einen zu niedrigen Preis (Schätzung sprechen von 66 Millionen Dollar zu wenig) an den von Ecclestone gewünschten Partner verkauft hat. (siehe auch Ecclestone: Gribkowsky hat mich erpresst. Aber nicht so direkt. - egghat’s not so micro blog) Heute hat Gribkowsky - am letzten Verhandlungstag - ein ziemlich umfassendes Geständnis abgelegt. Wohl auch unter dem Eindruck, dass der Richter ihn eh für schuldig hält. Vielleicht hofft Gribkowsky, dass er so noch etwas weniger Strafe Gefängnis bekommt. Formel-1-Prozess gegen Ex-BayernLB-Vorstand: Gribkowsky gesteht Bestechung | FTD.de siehe auch Spiegel: Gribkowsky (BayernLB) soll Ecclestone tats. erpresst haben - egghat’s not so micro blog Was mir übrigens unklar ist: Was ist eigentlich aus der (angeblichen) Zahlung in die Gegenrichtung geworden, also von BayernLB an Ecclestone geworden? Die Formel 1 Gribkowsky Millionen kamen von … - egghat’s not so micro blog Zu Ende ist die Geschichte natürlich noch nicht. Ecclestone dürfte auch irgendwie zur Rechenschaft gezogen werden. Und das Verfahren gegen die BayernLB Vorstände, die damals die Hypo Group Alpe Adria gekauft haben, geht auch noch weiter. Auch wenn der Schadensersatz von 200 Millionen Euro, den die BayernLB von ihren ehemaligen Vorständen fordert, vom Richter schon auf 25 Millionen zusammengedampft wurde und wohl auch nur 2 der 8 Ex-Vorstände zahlen müssen (BayernLB kann nur auf wenig Schadensersatz hoffen - SPIEGEL ONLINE). Gribkowsky gehört übrigens zu den beiden … Update (15:06): Die FAZ erinnert sich auch an die offenen Fragen und die Zahlung in die andere Richtung und liefert damit eine bessere Zusammenfassung als die FTD: Ehemaliger Bayern-LB-Vorstand: Gribkowsky gesteht Bestechung durch Ecclestone - Wirtschaft - FAZ Update 2 (23:06): Noch ein schöner Artikel zum Thema: Gribkowsky-Prozess: „Der kleine Mann hat bei mir einen Knopf gedrückt“ - Menschen & Wirtschaft - FAZ Update 3 (21.06.12): Auch ganz interessante Anmerkungen, vor allem auch zur Rolle des damaligen bayrischen Finanzministers und heutigen Sparkassenchefs Fahrenschon. BayernLB-Prozess - Und die anderen Vorstände? - Wirtschaft - sueddeutsche.de Update 4 (27.06.12): Staatsanwalt fordert über 10 Jahre Haft: Plädoyer der Staatsanwaltschaft: Gribkowsky soll über zehn Jahre in Haft | FTD.de 2:53 pm • 20 Juni 2012
Arte Dokumentation zur Fußball/Sport-Wettmafia. Sehenswert! Wer das Thema bisher nicht so intensiv verfolgt hat (u.a. hier, geschobene Spiele in Italien, Griechenland und der Türkei), bekommt in dieser Arte-Dokumentation einen guten Überblick über das ziemlich große Rad, das bei den Wetten in Asien gedreht wird. Es geht übrigens um mehr als Fußball, in Asien kann man auf alles wetten, also wird auch fast alles geschoben: Fußball, Tennis, Cricket, … Und es wird gewettet: Bei Champions League Spielen gab es schonmal Einsätze von 700 Millionen! Wobei man eigentlich zwischen “normal” (also für die Punkte) und den “für Wetten” verschobenen Spielen unterscheiden müsste. In der Arte-Doku geht es vor allem um den Wettteil. Einer der Gründe, warum man auf internationaler Ebene so wenig machen kann: Die Wetten an sich sind in großen Teilen Asiens legal und völlig unreglementiert. Zumindest wenn es um Sportveranstaltungen Ausland geht. Die chinesischen Behörden juckt es nicht, wenn in Italien ein Spieler 20.000 Euro für “aus Versehen über den Balltreten” bekommt … Mehr zur Sendung: Anschließend gab es noch eine Diskussion, die mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Ich verlinke sie trotzdem mal, weil ich Euch so lieb habe ;-) Und noch ne aktuelle News zum Komplex: 22 Vereine, 33 Spiele, 52 Spieler in Italien angeklagt. Fußball - Newsticker - Italien - Wettskandal: 22 italienische Vereine vor Gericht Update (04.02.2013): Aus aktuellem Anlass noch mal mit aktualisiertem Link: Wettmafia - Verlierer ist der Sport - YouTube 5:00 pm • 9 Mai 2012
Hä? Und direkt gedroht habe er auch nicht? Wie sonst, eher so indirekt angedeutet, dass er Details über Ecclestones Firmen in Steueroasen ausplaudert? Seeeltsaaaam. Die Riesensensation ist die Aussage von Formel-1-Chef Ecclestone nicht. Dass Gribkowsky ihn erpresst hat, sagt er ja schon länger. Was er jetzt geliefert hat, ist aber eher obskur. Etwas konkreter hätte es ruhig sein dürfen. Wenn der Richter zu stark auf “im Zweifel für den Angeklagten” schaut und Gribkowsky alles weiter abstreitet, kommt der nachher noch ohne Strafe davon … Wobei: Eigentlich müsste es egal sein, ob Gribkowsky selber erpresst hat oder ob Gribkowsky Schmiergeld kassiert hat. Beides ist schließlich strafbar und Untreue gegenüber seinem Arbeitgeber … Update (18:27): Noch ein kleiner Lesehinweis auf einen anderen Artikel, der es in normalen Zeiten immer auf meinen Korruptionsticker geschafft hätte. Aber die Lage in Griechenland und Italien ist gerade so hektisch, da kommt man zu nix mehr … Die FTD Version ist allerdings wieder eher auf der Linie des Handelsblatts: Gribkowsky-Prozess: Formel-1-Zampano Ecclestone ganz klein | FTD.de Update 2 (21:28): Zurück zum Thema von heute. In der Sueddeutschen liest sich das ja noch obskurer. Es hört sich da so an, als hätte Ecclestone eine Art “prophylaktisches Schweigegeld” gezahlt … Ecclestone: Zahlungen für Gribkowsky waren Schweigegeld - Wirtschaft - sueddeutsche.de 5:58 pm • 9 November 2011
Zugegeben: Es klingt stark nach einer blöden Ausrede: Das Dopingmittel Clenbuterol sei nur im Blut, weil man verseuchtes Fleisch gegessen habe. Allerdings fand Professor Dvorak die Häufung von gleich 5 Fällen in der mexikanischen Fußballnationalmannschaft ziemlich merkwürdig. Danach machte sich der Wissenschaftler auf nach Mexiko und begann, die Geschichte zu überprüfen. Und es stimmt: In Mexiko sind knapp 70% des Rindfleisches mit Clenbuterol belastet. 30% der mexikanischen Fleischs sind sogar so stark mit diesem Mittel aus der Fleischproduktion verseucht, dass der Dopingtest am nächsten Tag anschlagen würde. Die Dopingbekämpfung wird jetzt natürlich nicht einfacher. Ein einzelner positiver Clenbuteroltest dürfte für eine Sperre in Zukunft kaum noch ausreichen. Übrigens wurde auch Tour-de-France Sieger Alberto Contador auf Clenbuterol positiv getestet, hat allerdings kein mexikanisches Steak gegessen. Trotzdem dürfte die Sperre gegen Contador nicht zu halten sein. Clenbuterol: Gefahr in Mexiko - Doping - FAZ Update (21:14): Haha, das wird ja immer mehr zur Farce! 109(!) Dopingfälle bei der U17-Fußball-WM. Das sind fast alle Spieler, die lokales Essen zu sich genommen haben. Die deutsche Mannschaft fiel raus, weil sie Koch und Essen mitgebracht hat und die Mexikaner ebenfalls, weil sie nach den 5 Dopingfällen (siehe oben) auf Fleisch verzichtet hat und nur Fisch und vegetarische Kost verzehrt haben. 109 positive Dopingproben bei der U-17-WM - Junioren - kicker online 1:23 pm • 17 Oktober 2011
Mal wieder so richtig spannende News aus meinem Lieblingskorruptionssumpf BayernLB, heute nicht aus der HGAA-Verästelung, sondern der Formel1 Geschichte. Hier wird jetzt laut Spiegel Recherchen die Darstellung von Formel1-Chef Bernie Ecclestone durch eine Zeugenaussage gedeckt, dass Gribkowsky Ecclestone erpresst hat. Gribkowsky hatte wohl Insiderinformationen über die Konstruktion der Holding von Ecclestone, die zu massiven Steuernachzahlungen geführt hätte, wären sie an die Öffentlichkeit gekommen. Dass hat Gribkowsky Ecclestone wissen lassen und nur daraufhin hat Ecclestone die von Gribkowsky gewünschten Zahlungen geleistet. So zumindest die Version von Ecclestone, die jetzt laut Spiegel durch die Zeugenaussage deutlich glaubwürdiger geworden ist. Eine halbwegs vernünftige Zusammenfassung habe ich mal hier zusammengeschrieben … BayernLB - Formel1 Affäre: Jetzt auch Briatore im Visier - egghat’s not so micro blog Übrigens war meine Spekulation, dass EM.TV aus dieser Geschichte noch Nachzahlungen wegen zu niedrigem Verkaufspreis winken könnten, nicht ganz falsch. Der Rechtsnachfolger Constantin Medien hat inzwischen aus diesem Grund eine Klage eingereicht.