Das ist eins, dass zwar als Uuuuuu taugt, aber nicht als Boot. Kurz: Es geht ziemlich gut unter, kommt aber nie mehr hoch.
Passiert jetzt in Spanien. Das U-Boot ist satte 100 Tonnen zu schwer und säuft daher direkt ab. Man kann es u.U. noch retten, indem man umbaut, u.a. ist eine Verlängerung denkbar (Mittelteil dann wahrscheinlich in Holz, damit es Auftrieb generiert ;-) ). Wie viel der bisher investierten 530 Millionen Euro noch zu retten sind, ist unklar. (Gesamtvolumen des Auftrags waren 2,2 Milliarden).
Vielleicht kann man das spanische U-Boot ja irgendwie mit unserer deutschen Drohne kreuzen?
Spain just spent $680 million on a submarine that can’t swim - Quartz
Via RalfDrescher auf Twitter.
9:08 am • 22 Mai 2013
Immobilienpreise in Europa seit 2000 bis heute. Ziemlich interessant. Kurz mal festgehalten, kann ich bestimmt noch mal gebrauchen. Krasser Anstieg und Verfall in Irland. Boom und Bust. Zurück auf Los. Überraschend, wie hoch die Immobilienpreise in Spanien noch sind (worin durchaus Restrisiko stecken könnte). Interessant auch Frankreich, wo sich die Immobilienpreise auf einem Niveau stabilisiert haben, das mehr als doppelt so hoch liegt wie 2000. Und Deutschland ist in solchen Vergleichen natürlich auch immer der Hammer. Im Landesdurchschnitt hat sich hier kaum etwas getan. Nicht einmal 20% sind die Immobilienpreise gestiegen, was unterhalb der Inflationsrate liegt. Allerdings sehen Metropolen (v.a. im Süden) komplett anders aus. Etwas übertrieben dürften die Preise da in den letzten 13 Monaten so stark gestiegen sein wie im Landesdurchschnitt in den letzten 13 Jahren … gefunden über http://twitter.com/aussietorres/status/330238171080192000 11:00 am • 3 Mai 2013
Nö, lieber Focus, bis jetzt kostete das noch gar nichts, weil das nur Kredite sind. (OK, so gut wie gar nichts, weil es nur in Griechenland einen Haircut für die Staatsanleihen gab, der für ein paar Milliarden Minus in den Staatskassen sorgte). Ich schließe nicht aus, dass von den Krediten noch mehr abgeschrieben werden (ich gehe sogar davon aus), aber es wird selbst dann nicht auf 100% Haircut hinauslaufen. Übrigens landen in Deutschland “nur” knapp 30% der Gesamtsumme, die in der Überschrift genannt werden, weil ja auch andere mithaften und zahlen. Es geht also aus unserer deutschen Sicht um etwa 50 Mrd., nicht um nahezu 200 Milliarden. Aber das wäre wohl eine wesentliche ungeilere Überschrift gewesen … 12:45 pm • 18 April 2013
Spanische Immobilien, die einem Deutschen gehören, zählen in der EZB-Vermögensstatistik als Vermögen von Spaniern?!? Wenn das jetzt nicht der Straubhaar schreiben würde, wäre das für mich gleich eine Story aus dem Märchenland. Aber wenn der es schreibt …. Genau das, was die NIIP macht (nämlich diese Verrechnung von Schulden und Vermögen an den Landesgrenzen), findet nicht statt. Die Zahlen werden komplett falsch erhoben. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das bei Unternehmensanteilen analog gilt. Also wird der Wert von spanischen Unternehmen, die sich (teilweise) im Besitz von Ausländern befinden, auch komplett Spanien zugeschrieben? Dann wäre es kein Wunder, warum Deutschland trotz hoher Auslandsvermögen in der EZB Vermögensstatistik als “arm” gilt. Wenn man diesen Besitz dem Ausland zurechnet und dem Deutschen, dem der Besitz eigentlich gehört. DIE WELT: Vermögensstudie - Wie die EZB die Deutschen arm gerechnet hat ((Auch als Update 11 in meinem Hauptartikel zum Thema verlinkt)) Update (12:18): Vergesst die Frage mit dem Unternehmenssektor. Diese Frage stellt sich in der Statistik der EZB nicht, weil ja nur der Privatsektor erfasst wird. 12:10 pm • 16 April 2013
Durchschnittsvermögen bedeutet: Median des Haushaltsvermögens, also das Vermögen in der Mitte, bei dem eine Hälfte der Bevölkerung ärmer und die andere Hälfte reicher ist. Mögliche Probleme beim Vergleich der Länder: Die unterschiedliche Größe der Haushalte in den einzelnen Ländern könnte die Zahl unter Umständen verfälschen. Das schaue ich jetzt nicht nach. Dazu warte ich die methodisch einheitlichen Zahlen der EZB ab. Die deutschen Zahlen sind zwar nach dieser Methode berechnet, die Zahlen aus dem Ausland aber noch nicht. Methodisch richtig problematisch wird die Berücksichtigung der Altersvorsorge. Wenn in einem Land das Rentensystem gut ausgebaut ist und die Bürger diesem System vertrauen, wird dort natürlicherweise weniger gespart als in einem Land, in dem niemand dem Rentensystem traut. Das könnte die Unterschiede zwischen Deutschland und Italien erklären. Außerdem muss man sich fragen, mit welchem Wert die Immobilien in die Rechnung eingehen. Gerade in Spanien dürften einige Immobilienbesitzer inzwischen ein negatives Nettovermögen haben, weil die Schulden den gesunkenen Wert der Immobilie übersteigen. Eigentlich müsste man sich die Zahlen in Hinblick auf die Vermögensverteilung in Deutschland mal genauer anschauen, aber mit fehlt gerade die Zeit dafür. Update (23:04): Auch die Welt stellt ein paar richtige Fragen: Vermögensstudie : Bundesbank rechnet die Südeuropäer reich - Nachrichten Geld - DIE WELT Sie weist u.a. auf die unterschiedlichen Jahre hin, in denen die Daten erhoben wurden. Außerdem weist die Welt (wie ich) darauf hin, dass die Ansprüche aus den Sozialsystemen nicht erfasst sind. Und darauf, dass sich Immobilienbesitzer in Deutschland gerne reicher schätzen als sie es sind. Die böse Überraschung kommt, wenn die Immobilie auf den Markt kommt und der Makler bei der Preisvorstellung schweigt und schluckt … 4:21 pm • 21 März 2013
6,75% für Bankeinlagen bis 100.000 Euro, 9,9% ab 100.000 Euro. Dieser Teil des Geldes ist dann mal weg … Löste natürlich einen kleinen Bankrun (Die Welt spricht von “einigen Dutzend”) aus, sprich Kunden haben die Banken, die am Samstag geöffnet hatten, gestürmt und wollten ihr Geld abheben. Klappt natürlich nicht, die Onlinesysteme wurden in der Nacht bei fast allen Banken abgeschaltet. Die Sparer waren wenig begeistert … Spannender als dieser kleine Haircut in Zypern ist natürlich die Signalwirkung, die von diesem Schritt ausgehen könnte. Was machen die Sparer in Spanien, Italien oder Portugal, die jetzt auch Angst um ihre Ersparnisse bei der Bank bekommen könnten? Die europäischen Politiker betonen natürlich die Einmaligkeit des Schrittes, aber wer glaubt schon Politikern? In den letzten Monaten haben sich die Einlagen bei den Banken ja stabilisiert, vielleicht ist dieser positive Trend jetzt zu Ende … Privatanleger : Zyprer versuchen vergeblich, ihr Geld zu retten - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT 1:49 pm • 16 März 2013
Bereits 2013 könnten die Ratings weiter sinken, wenn das Wirtschaftswachstum so schwach bleibt. Die Schuldenstandsquote könnte weiter steigen, weil die Steuereinnahmen sinken und die Schulden in Prozent des BIPs allein schon deshalb steigen, weil das BIP sinkt. Artikel bisher nur auf Spanisch … 11:18 pm • 15 Februar 2013
Die Rezession wird tiefer … Im Vergleich zum Vorjahr ist das Minus inzwischen von -0,1% (1. Quartal 2012) über -0,5% und -0,6% auf -0,9% im Schlussquartal gestiegen. Die Eurozone (EU-17) bleibt dabei schwächer als ganz Europa. In der EU-27 liegt das Minus bei “nur” -0,6%. Hier sorgen vor allem Großbritannien mit einem stabilen BIP (-0,3% zum Vorquartal, +0,0% zum Vj) und einige stabile Volkswirtschaften im Osten (Baltikum, Rumänien, Bulgarien, Slowakei) für einen gewissen Ausgleich. In den kritischen Ländern der Eurozone hingegen weitet sich das Minus aus. Italiens BIP schrumpfte im 4. Quartal noch schneller und im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg das Minus auf jetzt -2,7%. In Spanien wurde mit -1,8% ebenfalls ein neues Hoch (genauer Tief) beim Rückgang erreicht. Portugal hatte ein sehr schwaches Schlussquartal (-1,8%) und jetzt bei -3,8% im Vergleich zu 2011 angekommen. Auch die (Noch?)-AAA-Staaten schwächeln inzwischen alle. Das BIP der Niederlande sinkt mit einer Jahresrate von 0,9%, Finnland mit 1,6%. In Frankreich sackte die Jahresrate nach einem negativen Schlussquartal mit 0,3% ins Minus. Und auch Deutschland schwächelt. Im vierten Quartal gab es mit minus 0,6% das höchste Minus der vier vorgenannten Staaten. Im Jahresvergleich gab es wegen der drei leicht positiven Vorquartale aber noch ein kleines Plus von 0,4%. Allerdings: Noch ein solch schwaches Quartal und vom Wachstumswunder Deutschland (+0,4% gegenüber -0,9% in der Eurozone) wird nicht mehr viel übrig bleiben … Eurostat: Euro area GDP down by 0.6% and EU27 down by 0.5% (PDF) 1:41 pm • 14 Februar 2013
Wirklich bestätigt wurde diese Aussage des spanischen Doping-Arztes Fuentes nie, aber im Vorfeld des aktuellen Gerichtsprozesses verdichteten sich die Verdachtsmomente. Nicht nur die bekannten Radprofis sollen von Fuentes betreut worden sein, sondern auch Leichtathleten und Fußballer. Im Prozess bestätigte Fuentes jetzt, dass er auch Fußball mit Dopingmitteln versorgt hat. In der Leichtathletik-Ecke gibt es einige konkrete Verdachtsmomente, im Fußball waren Namen bisher Mangelware. Bis jetzt. Denn nun hat der ehemalige Präsident von Real San Sebastian zugegeben, dass vor seiner Zeit Doping durch den Verein finanziert wurde. 2003, als Real San Sebastian Vizemeister wurde, soll Fuentes den Verein mit Dopingmitteln versorgt haben. Verbucht hat Fuentes das unter dem Kürzel RSOC, Real San Sebastian soll mit Schwarzgeldern bezahlt haben. Ich vermute, wir sehen hier gerade einmal die Spitze des Eisbergs … Ex-Präsident gibt Doping bei Real Sociedad San Sebastian zu | WAZ.de 3:13 pm • 4 Februar 2013
Ein paar Ausschnitte: Die Austeritätsmassnahmen entsprechen mehr als 9% des BIP. Dennoch verfehlt Griechenland die fiskalischen Ziele – weil die Vorgaben idiotisch sind, nicht wegen mangelnder Anstrengung. noch besser: Der [griechische] Staat tut alles, was er nicht tun sollte, und nichts, was er tun sollte. Und das alles sollte man nicht allein Griechenland vorwerfen, sondern es wird vom ersten Tag an falsch aus Brüssel gefordert. OK, es wird zwar gefordert, aber nicht eingefordert. Ich würde zum Beispiel kein Geld zur Verfügung stellen, solange Griechenland nicht neue Gesetze erlässt, mit denen die Steuersünder/-säumige zahlen müssen (und nicht einfach mit einer Klage ihre Steuerzahlung auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben können). Buiter rechnet weiterhin mit einem Ausstieg (nicht Rauswurf) Griechenlands, weil das Land nach einem Wirtschaftseinbruch von 35% am Ende seiner Leidensfähigkeit angekommen ist. Spanien kommt im Interview auch dran (“Lohnstückkosten müssen 15% runter”) und Frankreich ebenfalls (“gehört bestenfalls zum weichen Kern Europas”, “weltweit am meisten aufgeblähter Wohlfahrtsstaat, mit 57% des BIPs noch größer als in Schweden”). Danach gibt es noch ein paar Statements zu Bankenunion, ESM und Frankenwechselkurs. Wie immer interessant. «Griechenland wird die Eurozone verlassen» | Finanz Und Wirtschaft