Jaja, Bulgaren und Rumänen stürmen Deutschland.
Immer mehr. Schwemme. Boot ist voll, Schotten dicht.
OK, den letzten Teil haben sich viele noch nicht getraut auszusprechen, zu denken aber schon (wette ich).
Aber es beginnt schon vorher, denn die Anzahl der Einwanderer sagt rein gar nichts. Im Gegenteil: Sie sagt eher das Gegenteil. Denn die seit dem Fall der Einwanderungsgrenzen (sprich seit Beginn der EU-Mitgliedschaft) sind 68% der Einwanderer (hoch)qualifiziert und passen damit so gar nicht in das Bild der Armutsmigranten, das in den Medien gezeichnet wird.
Es kann natürlich sein, dass der Anteil der Armutsmigranten in letzter Zeit wirklich gestiegen ist (wäre angesichts der Rezession in Europa durchaus plausibel, ist aktuell aber völlig unklar), aber mit der Gesamtzahl zu argumentieren ist falsch bis fahrlässig & gefährlich.
RWI: Unstatistik des Monats: Ausmaß der Armutseinwanderung kleiner als berichtet (PDF)
Schöner Fund von Olaf Storbeck
5:10 pm • 28 Februar 2013
Geiler Artikel. Lesepflicht. Befehl. Wie verhalten sich die “Besserverdienenden” im Reichenvorort von Frankfurt (Traunstein/Kronberg/…) gegenüber zwei (angeblichen) Bettlern? Großzügig? Oder genau das Gegenteil? Im Artikel ist zwar für meinen Geschmack etwas zu viel - ich nenn es mal - Sozialneid drin, aber das kann ich zu Weihnachten mal akzeptieren … Auch über die Mär, dass die Lebenserwartung von Niedrigverdienern inzwischen sinkt, schau ich mal hinweg und gehe davon aus, dass meine Leser meine Überlegungen dazu kennen (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Arm-stirbt-eher-“Studie” der Linken nur ein Statistik Fail?) Occupy Traunstein. Soziale Kluft: Maria und Josef im Ghetto des Geldes | Gesellschaft | ZEIT ONLINE Update (30.12.2011): Der Wirtschaftsphilosoph findet den Artikel übrigens … heuchlerisch: 4:57 pm • 28 Dezember 2011
Lesetipp. 5:24 pm • 9 April 2011
The Coming Collapse of the Middle Class (via UCtelevision) Ich hatte Elizabeth Warren hier ja schonmal (Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Zahl des Tages (15.04.10): 3.000), daher verlinke ich auch nochmal einen interessante Vorlesung von Warren an der Uni Berkeley. Es geht um die Entwicklung der Gesellschaft in den USA in den nächsten 30 Jahren. Und in der Vergangenheit: Ein Fakt um den knapp einstündigen Vortrag schmackhaft zu machen: Die Einkommen in den letzten 3 Jahrzehnten in den USA sind nicht gestiegen, wenn man sie pro Kopf betrachtet. Die Einkommen der Familien sind nur gestiegen, weil mehr Frauen mitarbeiten. Es gibt auch noch ein paar Zahlen zur Verschuldung, aber dafür müsst ihr selber schauen. Die Kurzversion stimmt nicht wirklich optimistisch … Die grundsätzlichen Gedanken von Warren sind schon älter und auch in einem Buch nachzulesen, das bereits 2004 erschienen ist (The Two-Income Trap: Why Middle-Class Mothers and Fathers Are Going Broke). 8:30 am • 6 Februar 2011
Mit dem gesamten Verfall, den Brachen, die man aber eben auch kreativ nutzen kann. Zum Beispiel für die Selbstversorgung der Einwohner. Gemüse statt Autos. Spannend! Back to nature! Detroit: Gemüse statt Autos - ARTE 12:11 pm • 19 Januar 2011
— Nochmal #Detroit … Das bisher negativste Bild, das gezeichnet wurde … Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das soooo schlimm ist. Es hört sich ja so an, als würde der jede Woche Leichen sammeln gehen (wie hier manche Pfandflaschen) … Und Tote, die selber kein Geld haben und die keine Verwandten mit Geld (oder gar keine Verwandten) haben, gibt es in Deutschland auch. 70 Fälle für eine Stadt mit 1 Millionen Einwohner sind dann auch nicht so unglaublich viel … Detroit: Frust und Vandalismus in der einstigen Autostadt | tagesschau.de 4:22 pm • 11 Januar 2011
Bei jeder Diskussion über eine höhere Beteiligung der Besserverdienenden und Vermögen am Sozialstaat wird immer ein Gegenargument gebracht: Besteuert man diese zu hoch, nimmt man ihnen den Leistungsanreiz und bremst damit die Entwicklung der ganzen Gesellschaft. Ich will diesen Aspekt nicht wegdiskutieren, weil es ihn sicherlich auch gibt. Allerdings steht dagegen auch die Frage, wie weit denn ein Abkoppeln des unteren Teils der Gesellschaft die Entwicklung nicht ebenfalls verlangsamt. Auch wenn man den Aspekt der Verlangsamung nicht einmal annähernd quantifizieren kann, ist die Untersuchung von Pickett und Wilkinson ziemlich spannend. Diese haben sich den Unterschied zwischen dem untersten und obersten Fünftel (dem GINI-Koeffizienten) angeschaut und dann über viele andere Zahlen korreliert: Die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche, der Fettsucht, des Selbstmords, etc. steigen und Bildungsstand etc. sinken, wenn die Ungleichheit zunimmt. Das schein ein ziemlich eindeutig Zusammenhang zu sein (auch wenn man dazu erst die Studie auseinandernehmen müsste). Und man kann auch sofort einwenden, dass hier u.U. Ursache und Wirkung vertauscht wurden. Trotzdem halte das für ein ziemlich spannendes Ergebnis. Telepolis knews: Soziale Ungleichheit macht Arme und Reiche unglücklich “Ungleichheit zersetzt die Gesellschaften” - taz.de FTD: Chefökonom Tomas Fricke: Die Kolumne - Nieder mit Arm und Reich 11:35 am • 20 Dezember 2010
Diese Beschreibung im Spiegel machte mich schon einigermaßen stutzig und manchmal ist es ja gut, einen Artikel etwas “abhängen” zu lassen. Dann fällt nämlich dem Journalisten vielleicht auf, dass das falsch interpretiert war und die OECD nicht gefordert hat, die staatliche Unterstützung für Geringverdiener zu kürzen, sondern die Sozialabgaben für Geringverdiener zu kürzen. Wenn man so will, fordert die OECD einen Einstieg in die progressive Gestaltung der Sozialabgaben. Es ist nämlich quasi immer dumm, Schwellen in das System einzubauen. Bekommst du ALG II, darfst du bis 100 Euro Zuverdienst alles behalten, ab da werden allerdings 80% abgezogen. Das ist z.B. eine solche Schwelle. Genau wie die 400 Euro, die man nahezu sozialabgabenfrei dazu verdienen (wenn man nicht unter ALG II fällt), aber danach wird zugelangt. Solche Schwellen führen immer dazu, dass im ersten Fall nach Möglichkeit die 100 Euro, im zweiten Fall die 400 Euro ausgeschöpft werden und niemand mehr einen richtigen Anreiz hat, mehr dazuzuverdienen. Die Menschen bleiben dann in diesen schlecht bezahlten Teilzeit-Jobs hängen. Und das kritisiert die OECD und zwar zu Recht. 8:16 am • 4 November 2010
Ziemlich interessanter Artikel über den neuen Sozialstaat in China. Ein Beispiel: Der Anteil der Chinesen, die in der Krankenversicherung sind, ist von knapp 10% 2003 auf über 80% 2008 gestiegen. Möglicherweise ist das nächste System, das an die Reihe kommt, die Altervorsorge. Denn dort droht den Chinesen ein demografisches Problem, das am einiges heftiger eintreten wird als in Deutschland. Der Ein-Kind-Politik sei “Dank”. 6:18 pm • 8 September 2010
Ich hatte es zwar glaube ich schon getweetet, aber falls nicht, dann soll das als letzter Hinweis dienen."Manchmal hilft er bei der Stadt aus, Leichen von den Straßen einzusammeln."