Interessant. Die USA hören nicht nur uns alle ab, sondern auch die Schweizer Banken.
OK, ganz so einfach ist es nicht, denn die Schweizer Banken sind ja auch nicht doof. Viel besser vom Internet abgeschottete Rechner dürften nicht viele Unternehmen haben. Daher hat man mit bewährten Mitteln der CIA versucht, an die Daten zu kommen …
Also wie folgt: Man nehme einen Bankangestellten einer Schweizer Bank, fülle ihn ab (wahrscheinlich mit Whiskey, die Russen nahmen ja immer Wodka) und lasse ihn besoffen in die Verkehrskontrolle fahren. Nachher bietet man ihm großzügig Hilfe an, natürlich nur mit einer gewissen Gegenleistung. Und die Gegenleistung waren die Daten aus den Banken.
Prism-Skandal: Wie die CIA Schweizer Banken knackte - International - Politik - Handelsblatt
Die Schweizer sind natürlich stinksauer. Und im Schweizer Parlament wird schon überlegt, das geplante Abkommen mit den USA platzen zu lassen, mit dem die Schweizer Banken ihre Daten an die USA schicken und gegen eine großzügige Zahlung (ansonsten) straffrei ausgehen und auch weiterhin in den USA ihre Dienste anbieten dürfen. Einen Plan B bei einer Ablehnung gibt es allerdings nicht, was eine Ablehnung ziemlich unwahrscheinlich macht …
Steuerstreit mit den USA: Kommission empfiehlt «Lex USA» abzulehnen - Schweiz Nachrichten - NZZ.ch
P.S. Da fragt man sich, warum die Steuerbehörden in Deutschland die Daten nicht bei seriösen und befreundeten Institutionen wie der CIA kaufen statt bei dubiosen Einzelpersonen ;)
3:09 pm • 11 Juni 2013
— Krass! Steueroasen-Anonym-Geschäfte als “Standardprodukt”. Schwyzer … Update (24.05.13): Zurückgetreten. Was ne gemeine Welt. Nicht einmal mehr der Kauf von Standardprodukten einer Schweizer Bank ist noch unverdächtig ;-) 3:32 pm • 23 Mai 2013
Das sieht der Gesetzesvorschlag aus, der jetzt vorgelegt wurde. Das Votum der Aktionäre auf der Hauptversammlung soll danach jetzt bindend sein, vorher konnte sich der Aufsichtsrat über das Votum hinwegsetzen. Alternative Vergütungsmodelle vorschlagen dürfen die Aktionäre hingegen nicht. Das wollten sowohl Wirtschaft, als auch Opposition und Gewerkschaft nicht. Letztere fürchteten eine Abschwächung der Mitbestimmung. Eine unheilige Allianz aus Gewerkschaft und Wirtschaft, die mehr Aktionärsdemokratie verhindern will … Dafür war allein die FDP. Na gut, wenn die Gewerkschaft jetzt gegen die Vorlage von Vergütungsplänen durch die Aktionäre ist, muss sie sich auch folgende Frage gefallen lassen: Wie konnte es zu den Gehaltsexzessen kommen … Managergehälter: Aktionäre dürfen keine Vorschläge machen - Wirtschaftspolitik - FAZ P.S. Eine harte Obergrenze für Managervergütungen, wie z.B. ein Zigfaches (12, 20 oder 30 faches) eines Durchschnittsgehalts stand in Deutschland (zumindest in der Regierung nie auf der Agenda). Es seien an dieser Stelle auch noch mal meine ausführlicheren Artikel zu den Schweizer Plänen empfohlen, die an einigen Stellen deutlich weiter gehen als die deutschen (an anderen Stellen war die Schweiz aber auch noch in der Steinzeit) Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Schweiz macht Volksabstimmung über Managermillionen 9:26 am • 18 April 2013
“Die Generalversammlung der Privatbank Julius Bär hat den Vergütungsbericht abgelehnt.” Nur als kleines Update zur Diskussion über die Managervergütungen … Alles noch nach den alten Regeln, sprich das Votum der Aktionäre ist nicht bindend. Aber ein Zeichen nevertheless … 3:27 pm • 10 April 2013
Die 600.000, die Cahuzac bereits dort hatte, waren nur die Spitze des Eisbergs. Wenn ihr Euch nach der Sendung bei Günter Jauch und den ganzen Phrasendreschereien wundert, warum die Politik so viel über Steueroasen redet und in der Praxis so wenig davon umsetzt, fragt ihr euch jetzt wahrscheinlich nicht mehr … Nein, nicht alle Politiker sind korrupt und hinterziehen selber aktiv Steuern. Aber die Politiker kennen genügend Leute, die das tun, und die permanent erzählen, wie wichtig freier Kapitalverkehr, das Bankgeheimnis, etc. pp. seien. Deutschland wäre quasi am Ende, wenn es das nicht gäbe … Was natürlich Quark ist. Die Steuersparmodelle von Amazon, Google, Apple, Microsoft, Starbucks, etc. pp. (die im Gegensatz zu vielen Schwarzgeld-Steueroasenmodellen völlig legal sind), sind auch seit Jahren bekannt und kosten den europäischen Staaten Milliardeneinnahmen, dagegen gemacht wird trotzdem nichts. 11:34 am • 8 April 2013
Merke: Wenn sich irgendwas (Schiff, Immobilie, whatever) nicht rechnet, geht man nicht hin und verlässt den Zielwährungsraum und finanziert das in einer anderen Währung mit niedrigeren Zinsen, wenn man das Währungsrisiko nicht absichern kann. Konkret: Man finanziert eine Immobilie in Großbritannien in Pfund, zumindest überwiegend. Alles andere ist Harakiri! OK, das wird dem kleinen Immobilienkäufer beigebracht (auch wenn das am Ende oft nicht durchgehalten wird …), aber ehemals stockkonservative Immobilienkonzerne wie die IVG halten sich nicht daran. Die beteiligen sich an einem Londoner Hochhaus (die “Gurke”) und finanzieren den Kram in Schweizer Franken. Weil der Zins ja so schön niedrig ist. Dann steigt der Schweizer Franken “plötzlich” und auf einmal ist der Kredit so hoch wie der Wert der Immobilie. Und dann hat man ein Problem. Wie jetzt die IVG … Und die Anleger, die sich an dem entsprechenden Fonds beteiligt haben … Naja, selbst Schuld kann ich da nur sagen. Das Fremdwährungsrisiko ist jedem bekannt, wer das freiwillig auf sich nimmt, darf sich nicht beschweren, wenn er am Ende bluten muss. Immobilienkonzern: IVG hat Ärger mit Londoner „Gurke“ - Immobilien - Finanzen - Handelsblatt 8:30 am • 23 März 2013
Noch ein kleiner Nachtrag zur Volksabstimmung in der Schweiz. Ich habe ja schon am Montag darauf hingewiesen, dass die Schweizer nicht für neue und harte Obergrenzen bei der Managervergütung gestimmt haben, sondern nur Details (keine An- und Abtrittsprämie z.B.) verboten haben. Ansonsten wurde “nur” der direkte Einfluss der Aktionäre auf die Gehälter massiv gestärkt. Zum Beispiel soll der Vergütungsausschuss demnächst direkt durch die Aktionäre gewählt werden und nicht durch das Management des Unternehmens selber. Auch werden durch verschiedene Maßnahmen die Kleinaktionäre (auf Kosten der Banken) wichtiger als vorher. Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Schweiz macht Volksabstimmung über Managermillionen Trotz dieses Zugewinns an direktem Einfluss, bestimmen immer noch Aktionäre über die Vergütung. Und diese werden sicher anders abstimmen als ein Normalverdiener oder gar Niedriglöhner. Jemand der 100.000 Franken im Jahr nach Hause bringt und 500.000 Franken Vermögen besitzt, wird ein Gehalt von einer Millionen sicherlich viel “normaler” und angemessener finden, als jemand der Auch wird ein Aktionär Stellenkürzungen im Unternehmen, die der Steigerung der Renditen dienen, viel sympathischer finden als jemand, der kein Geld in der Firma investiert hat. (logisch). Der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann glaubt daher, dass die Regelung in der Schweiz sogar das Gegenteil bewirken dürfte: Andererseits wundert mich, dass diese deutliche Mehrheit kaum verstanden hat, dass sie mit der Vorlage das genaue Gegenteil einer Deckelung der Managergehälter bewirken dürfte. Man hat den Füchsen, den gierigen Aktienfonds, den Hühnerstall anvertraut. Schließlich sind die als „Anreize“ ausgestalten Millionenboni letztlich der Hebel, mit denen diese die Unternehmen vollständig ihren unstillbaren Renditewünschen gefügig machen konnten. Nun sollen die Aktionäre noch unmittelbarer als bislang über die Boni befinden. Deckelung von Managergehältern: “Dem Fuchs den Hühnerstall anvertraut” - vdi-nachrichten.com An das Gegenteil glaube ich ehrlich gesagt nicht, aber eine realistische Wahrscheinlichkeit für ein “Verpuffen” der Wirkung sehe ich durchaus. Denn zumindest bei der Genehmigung von Boni, die unmittelbar an den Aktienkurs gebunden sind, sitzen Aktionäre und Vorstand in exakt dem selben Boot. Und das könnte durchaus dazu führen, dass das Management noch stärker auf den Aktienkurs schaut und noch kurzfristiger handelt als bisher. Allerdings gibt es auch durchaus die Möglichkeit, dass die Aktionäre für sinnvolle Regelungen sorgen. Also z.B. die Pensionszusagen an die langfristige Aktienkursentwicklung koppeln und damit dem Quartalsdenken Einhalt gebieten. All das ist aber reine Spekulation. Die Initiative hat bisher nur einen Rahmen gesteckt. Wie dieser mit Leben gefüllt wird und in welche Richtung er schlussendlich wirkt, weiss aktuell noch niemand. Update (14:01): Musste den “Niedriglohn” der Schweizer mal kräftig nach oben schieben. In der Schweiz liegt selbst ein Postbote bei knapp 50.000 SFr im Jahr. 10:16 am • 8 März 2013
Ich hatte dazu ja was geschrieben: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Schweiz macht Volksabstimmung über Managermillionen *Dass* die Initiative die Wahl gewinnt, ist nicht wirklich überraschend, die Deutlichkeit aber schon … Der Star des Tages - NZZ.ch, 03.03.2013 Da zeigt sich, wie satt die Mehrheit der Bürger die Selbstbedienungsmentalität vieler Manager hat. Selbst in einem Land, das an Millionäre gewöhnt ist wie kaum ein anderes. Und das mit Reichtum eigentlich diskret umgeht. Aber wenn sich ein ehemaliger Spitzenmanager ein Ruheprämie von 72 Millionen Franken ( Daniel Vasella: Totengräber eines Gesellschaftsvertrags | handelszeitung.ch 10:34 pm • 3 März 2013
Woppaah. Das ist ja mehr als Doppelte des Betrags, den die britische Barclays zahlen musste. Entweder war die UBS federführend, oder die UBS macht einfach mehr Umsatz im entsprechenden Bereich (und die UBS ist im Rentenhandel groß), oder die Summe bei der UBS ist größer, weil sie damit weltweit aus dem Schneider ist. Immerhin hat sich die japanische Tochter der UBS für schuldig erklärt. Wirklich interessant, wie sich die Summe bei der UBS erhöht hat. UBS vor 450 Mio. $ Strafe für LIBOR Manipulation. - egghat’s not so micro blog Vor wenigen Tagen wurden 1 Mrd. Dollar herumgerüchtet, jetzt sind es 1,4 Mrd. Dollar. Libor-Skandal: UBS zahlt Milliardenstrafe - Finanzen & Börse - derStandard.at › Wirtschaft Ich habe ein paar Sachen zur LIBOR-Manipulation geschrieben. Insbesondere dieser dürfte sich lohnen, weil er eine Unmenge an weiter führenden Links enthält. Vor allem der Artikel zur “Unmanagebarkeit” der internationalen Bankenkonzerne sei noch einmal wärmstens empfohlen. Ich würde nicht komplett ausschließen wollen, dass trotz der verbreiteten Bereitschaft von Banken in der Dunkelgrauzone Geschäfte zu machen, die Zentrale in Zürich nichts von den Geschäften in Japan wusste. (Vielleicht hat es aber auch einfach niemanden interessiert). Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: The great LIBOR Swindle - Part II Update (09:52): Ein paar Hintergründe bei der NZZ: Schwere UBS-Verfehlungen im Libor-Skandal - NZZ.ch, 19.12.2012 Update 2 (10:03): Die Verteilung ist übrigens wie folgt: 910 Mio. Euro (1,2 Mrd. $) gehen an die US-Aufsicht, knapp 200 Millionen Euro (160 Mio. Pfund) an die britische Aufsicht und 49 Mio. Euro (59 Mio. Schweizer Franken) an die Schweizer Aufsicht. Interessant, dass in Japan (wo angeblich ein Hauptteil der Transaktionen stattgefunden hat, nicht bezahlt wird. Vielleicht ist das da nicht strafbar? (Wenn ja, würde ich verstehen, warum die UBS den Schwerpunkt der Taten dorthin “verschoben” hat …) UBS to pay SFr1.4bn in Libor settlement - FT.com Update 3 (10:47): Weil ich ja immer gerne Informationen direkt von der Quelle verlinke, hier die Originalinformationen der UBS: 8:34 am • 19 Dezember 2012
Ein paar Ausschnitte: Die Austeritätsmassnahmen entsprechen mehr als 9% des BIP. Dennoch verfehlt Griechenland die fiskalischen Ziele – weil die Vorgaben idiotisch sind, nicht wegen mangelnder Anstrengung. noch besser: Der [griechische] Staat tut alles, was er nicht tun sollte, und nichts, was er tun sollte. Und das alles sollte man nicht allein Griechenland vorwerfen, sondern es wird vom ersten Tag an falsch aus Brüssel gefordert. OK, es wird zwar gefordert, aber nicht eingefordert. Ich würde zum Beispiel kein Geld zur Verfügung stellen, solange Griechenland nicht neue Gesetze erlässt, mit denen die Steuersünder/-säumige zahlen müssen (und nicht einfach mit einer Klage ihre Steuerzahlung auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben können). Buiter rechnet weiterhin mit einem Ausstieg (nicht Rauswurf) Griechenlands, weil das Land nach einem Wirtschaftseinbruch von 35% am Ende seiner Leidensfähigkeit angekommen ist. Spanien kommt im Interview auch dran (“Lohnstückkosten müssen 15% runter”) und Frankreich ebenfalls (“gehört bestenfalls zum weichen Kern Europas”, “weltweit am meisten aufgeblähter Wohlfahrtsstaat, mit 57% des BIPs noch größer als in Schweden”). Danach gibt es noch ein paar Statements zu Bankenunion, ESM und Frankenwechselkurs. Wie immer interessant. «Griechenland wird die Eurozone verlassen» | Finanz Und Wirtschaft"Das Produkt wurde in dieser Form von der UBS als Standardprodukt angeboten, um Käufern die gebotene Privatsphäre zu bewahren"
25.000 40.000 Franken im Jahr verdient und Null Vermögen hat.
87 59 Millionen Euro) genehmigen will (einzige Gegenleistung: nicht zur Konkurrenz zu wechseln), reisst auch dem geduldigstem Volk irgendwann der Geduldsfaden.