"Aber all die [DAX]-Gewinne werden nicht ausreichen, diese Schäden zu bezahlen, die im Moment angerichtet werden."
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Mal wieder ein Vor-Ort-Bericht von DonAlphonso aus Italien. Kein schöner …
:::denn sie wissen nicht, was sie tun sollen:::
Denn mit der Überschrift ist das gemeint …
7:34 pm • 24 Mai 2013
Der wurstigste Wurstfinger aller Zeiten … Eine Order über den Gesamtwert von umgerechnet 459.561.500.030.000 (459 Billionen) Dollar hat die schwedische Börse OMX gestern an den Anschlag gebracht … Da musste mal kurz den Handel unterbrechen … Irgendjemand hat 4,2 Milliarden Futures auf dem OMXS30 Index geordert, die pro Stück gut 100.000 Dollar kosten. Ist ja nur in etwa das Hundertfache des deutschen BIPs … Es wäre jetzt natürlich interessant zu wissen, ob ein Mensch diese Fehlorder aufgegeben hat, oder ein wildgewordener Computer. Genauso spannend ist natürlich die Frage, was die Risikokontrolle in der Firma, aus der die Order kam, eigentlich den ganzen Tag so treibt … Ich bin mehr nicht ganz sicher, woher die FTD die 70 Billionen Dollar nimmt, an der Quelle verstehe ich das anders … Fehlauftrag: Stockholmer Börse kollabiert nach Auftragspanne | FTD.de Monsterorder stoppade börsen | Sverige | SvD (Quelle im Original auf Schwedisch) Google Translate (übersetzt) 10:25 pm • 29 November 2012
Der GINI Koeffizient ist 2011 auf 33,6 von zuvor 32,9 gestiegen. 32,9 war allerdings auch der niedrigste Wert seit an die Eurostat gemeldet wird. Der Gini-Koeffizient sagt aus, dass man bei zwei zufällig gewählten Personen mit einer mittleren Abweichung der Einkommen von 33,6% rechnen muss, sprich einer verdient 33,6% mehr als der andere. Also ist ein niedriger Gini-Koeffizient ein Zeichen für eine gleichmäßige Verteilung der Einkommen. Ebenfalls verschlechtert hat sich das Verhältnis des Einkommen der obersten und untersten 20% der Bevölkerung (S80/S20). 2010 verdienten die 20% mit den höchsten Einkommen 5,6 mal so viel wie die untersten 20%, 2011 waren es 6,0 mal so viel. Mit beiden Werten rangiert Griechenland unter den ungleichsten Ländern in Europa (was aber auch schon vor der Krise so war). Gemessen am S80/S20 Verhältnis liegt Griechenland auf dem drittletzten Platz hinter Lettland und Rumänien (es haben aber noch nicht alle Länder gemeldet), gemessen am Gini-Koeffizienten auf dem viertletzten Platz hinter Lettland, Portugal und Spanien. Zum Vergleich: Deutschland (Mittelfeld) meldet 4,5 und 34,2; die Niederlande (Spitzengruppe) 3,8 und 25,8 und Slowenien als Spitzenreiter 3,5 und 23,8. Kein gutes Zeichen für Griechenland (und auch nicht für Spanien und Portugal). Man sieht, wie stark auf Kosten der Schwächsten gespart wird, bzw. dass die Rezession über die Arbeitslosigkeit dort die tiefsten Spuren hinterlässt. http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/BUCKET/A0802/PressReleases/A0802_SFA10_DT_AN_00_2011_06_F_EN.pdf?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter Eurostat - Tables, Graphs and Maps Interface (TGM) table (Interessant, dass Dänemark fast auf dem gleichen Niveau liegt wie Deutschland. Vom sozialen Vorzeigestaat ist zumindest in Hinblick auf die Einkommens(un)gleichheit nicht mehr viel zu sehen. OK, Finnland und Schweden spielen, wie man es von den skandinavischen Staaten erwarten kann, klar in der Spitzengruppe). 8:30 am • 3 November 2012
Soll ähnlich wie die Budgethotels von Motel One oder Ibis funktionieren. Angeblich ist das ein sehr stark wachsendes und profitables Marktsegment. Vielleicht ist Ikea ja damit erfolgreicher als mit den (zumindest in Deutschland) gescheiterten Fertighäuser BoKlok 5:30 pm • 13 August 2012
Es fing aber an mit “Keiner will Häuser von IKEA”. Nun hat IKEA den Verkauf der Fertighäuser inkl. Grundstück in Deutschland eingestellt. Diese wurden nicht nur aktiv aus dem Vertrieb genommen, es gibt sie auch auf Nachfrage nicht mehr. Dabei erschien das Modell: Standardhaus inkl. Grundstück zum Festpreis nicht ganz uninteressant. In Großbritannien schien das 2007 auch ganz gut angelaufen zu sein: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Neu bei Ikea: Billy - Das Haus 2010 startet IKEA dann auch auf dem deutschen Markt. IKEA verkauft Häuser - egghat’s not so micro blog Das ging damals breit durch die Presse und es soll auch viele Interessenten gelockt haben. Dummerweise wurden aus vielen Interessenten nur wenig Käufer, um nicht zu sagen, extrem wenige Käufer. Ganze 8 (acht) Häuser soll IKEA in Deutschland losgeworden sein. Das ist natürlich nichts … Man kann jetzt natürlich hier ‘ne Menge IKEA Witze über wacklige Regale und “wer will davon schon ein Haus haben”-Sprüche einfügen, aber das Scheitern in Deutschland ist doch ziemlich überraschend. Erstens war der Partner für Deutschlans mit Bien-Zenker ein sehr renommierter Fertighaushersteller. Zweitens war der Erfolg in anderen Ländern keine kurzfristige Blase, sondern dort scheint das Modell immer noch zu funktionieren. IKEA soll vor kurzem 11 Hektar Land in der Nähe von London gekauft haben und will das mit den in Deutschland gescheiterten Häusern bebauen. (Der Bericht in der Welt wird hier aber etwas komisch, denn 11 Hektar sind 0,11 Quadratkilometer, ergo etwa 330*330 Meter. Darauf sollen dann über 1000 Häuser gebaut werden, es soll autofrei werden, etc. pp. Da passt die Flächenangabe nicht wirklich zur Aussage “Stadtteil” …) So unterschiedlich können nationale Märkte in Europa immer noch sein … 8:31 am • 27 April 2012
Es finanziert sich aber auch dort nicht von alleine … Das sollte man in der Diskussion nie vergessen. In Schweden finanziert sich der Sozialstaat vor allem über zwei Faktoren: a) die Frauen gehen um großen Teil mit arbeiten. Mit einem Einzelverdiener kann sich ein Facharbeiter in Schweden defakto keinen Urlaub leisten. Dass die Frauen mitarbeiten, liegt also nicht nur daran, dass sie können (Kinderbetreuung sichergestellt), sondern auch zum großen Teil daran, dass sie müssen (zwei Seiten der Medaille). b) In Zukunft wohl auch über eine deutlich längere Lebensarbeitszeit. Schon heute liegt Schweden beim Rentenalter auf Platz 2 in Europa (64,3 Jahren) nur hinter Island (64,8) (nicht ganz zufällig ebenfalls ein skandinavisches Land). Von nix kommt nix. Man kann nicht alles haben. Wer von einem Sozialstaat wie in Schweden träumt, muss sich klar sein, dass das höhere Steuersätze und eine längere Lebensarbeitszeit bedeutet. Man kann danach natürlich immer noch für das skandinavische Modell sein … Nur: Die Finanzierung sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen … 9:23 am • 8 Februar 2012
Bunter Vogel, der Herr Antonow: a) Retter von Saab, bekanntlich eigentlich Pleite. b) Besitzer des englischen (Jetzt) Fußball-Zweitligisten Portsmouth. Letztes Jahr noch als erster Verein in der Premier-League insolvent gegangen und nach Punktabzug abgestiegen (damals war Antonow aber noch nicht Besitzer IIRC). c) irgendwie verwickelt in die Pleite der litauischen Snoras Bank, die nach dem Auffliegen eines Bilanzbetrugs (300 Millionen Luftbuchungen) verstaatlicht werden musste (siehe CEE banks: a quake in Lithuania… | beyondbrics | News and views on emerging markets from the Financial Times – FT.com). Aus dieser Ecke soll auch die (noch nicht bestätigte) Festnahme gekommen sein. (Nebenan in Lettland hat man daraufhin übrigens schnell ein Limit für die monatliche Geldabhebung bei Banken verhängt, um einen Bankrun zu vermeiden) 5:34 pm • 25 November 2011
Dass *die* Nummer gut geht, habe ich ja nie geglaubt. Eine Klitsche (Spyker Cars), die ein paar Autos pro Jahr in Handarbeit fertig und quasi kein Geld hat, kauft mit Saab eine Firma, die mit ein paar Tausend Angestellten seit Jahren nur Miese produziert. Aktuell bekommt Saab von seinen Zulieferern keine Teile mehr, weil die Rechnungen nicht bezahlt wurden. Saab verspricht eine kurzfristige Lösung. Bin mal gespant, ob sich mein Verdacht, dass es sich bei der Übernahme um den Versuch handelt, an Staatsgelder zu kommen, bestätigt. Langfristig hat Saab ohne internationalen Verbund eigentlich eh keine Chance. Zu klein, zu wenig spezialisiert, zu wenig Geld. Spekulationen um Insolvenz: Saab-Käufer Spyker überschuldet | FTD.de - egghat’s not so micro blog Immerhin bleibt zu hoffen, dass die schwedische Regierung auf die Aktion nicht hereinfällt. Vor gut zwei Jahren wurde eine Hilfe mit markigen Worten abgelehnt: “Die Wähler haben mich gewählt, weil sie Vorschullehrer, Polizisten und Krankenschwestern haben wollen, nicht um Autofabriken zu kaufen” ZITAT DES TAGES: MAUD OLOFSSON ZU SAAB Update (07.04.11): Ich bin natürlich nicht der einzige, dem völlig unklar ist, wie Saab überleben soll … Autobauer in Not: Warum Saab keine Chance hat - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto