und steigt in den Handel mit Blutdiamanten ein.
Der dänische Dokumentarfilmer Mads Brügger ist genauso vorgegangen: Für 135.000 Euro hat er sich den “Diplomatenausweis” (inkl. Führerschein und Ehrendoktorwürde) von Liberia für die Botschaft in den Zentralafrikanischen Republik gekauft. Damit hat er dann die diplomatische Immunität und damit könne man, so Brügger trocken, “Millionen in Dollar oder Diamanten durch die Schleusen am Flughafen bringen, und kein Mensch hält Sie auf.”
Tja, und weil sich das alles schon so anbietet, stieg er gleich noch in eins der wohl düstersten Geschäfte Afrikas ein, den Handel mit Blutdiamanten.
Eine Mischung aus Borat und Ecomist. Hört sich an, als sollte ich mir das anschauen … (und ihr das Interview in der FTD lesen).
Mischung aus “Borat” und “The Economist”: Der Mann mit der Botschaft | FTD.de
11:57 am • 27 April 2012
Grund: Die iranische Währung Rial hat in den letzten Wochen etwa 20% an Wert gegenüber dem Dollar verloren. Die Bevölkerung des Iran hat daher Angst vor Inflation. Und die Regierung des Irans fürchtet nur wenig Sachen mehr Angst als einen Dollar (der Währung des Todfeindes!) als Zweitwährung. OK, mit der iranischen Drohung der Schließung der Meerenge von Hormuz hat sich die iranische Führung die Probleme selber eingehandelt. Wie realistisch auch immer diese Drohungen sein mögen, denn ein Land, dessen Außenhandel zu 80% aus Ölexporten besteht, sägt damit natürlich am Ast, auf dem es sitzt … FT Alphaville » A fistful of ______ Wenn irgendwann in Griechenland SMS mit Währungsnamen gefiltert werden sollten, steht die Währungsreform kurz bevor ;-) 5:30 pm • 10 Januar 2012
2011 44% und 29% Minus in seinen beiden größten Hedgefonds. Liebe FTD, wie kann man einen zweitseitigen Artikel über Paulson schrieben, ohne die äußerst magere Performance zu erwähnen? OK, auf Seite zwei ganz am Ende steht es. Der Artikel wäre wohl nicht dramatisch genug gewesen, wenn man Paulson direkt am Anfang entzaubert hätte. John Paulson trennt sich von mehr als einem Drittel seines Golds (im Wert von fast 2 Milliarden Dollar). Uh, da bekommt man ja gleich Angst ums Gold. Und dann noch ein bekennender Goldfan, der sich der anderen Seite zuwendet. Uh, bibber bibber … Ich habe keine Angst ums Gold, solange die Südländer Europas mit Gold eine der besten Möglichkeiten haben, ihr Geld vor einem Eurorauswurf in Sicherheit zu bringen. Die Politiker schüren diese Gefahr ja gerade. Und die Emerging Markets werden eh immer reicher und kaufen Gold. Und der negative Realzins war, ist und bleibt ein sehr positiver Einflussfaktor für Gold. Allerdings hat die FTD Recht, wenn sie sich über die Relativierungsversuche der Goldbugs fast lustig macht. Wenn denen wirklich keine besseren Argumente pro Gold einfallen als “Paulson kauft auch” und jetzt “Paulson hat bestimmt gar nichts verkauft” ist das schon peinlich … 8:39 am • 16 November 2011
Markige Sprüche en masse, wie gehabt. Alles andere auch: Papiergeld Mist, Notenbanker Mist, Politiker Mist, Griechenland wird Pleite gehen. Gut sind nur Rohstoffe und Ackerland. Der einzige (für mich neue) Tipp: Die Bauern sind im Durchschnitt uralt. Weil sich Ackerbau und Viehzucht wieder lohnen, am besten selber Bauer werden. Von denen ist in der Neuzeit zumindest niemand verhungert … Ansichten eines Profiinvestors: “Bernanke ist der schlechteste Notenbanker überhaupt” | FTD.de 8:30 am • 14 November 2011
Grund: Chinas Konjunktur kühlt sich ab, sicherstes Zeichen: der Kupferpreis sinkt. Das Video-Interview gibt’s hier: Update (15:45): Korrektur: Faber meinte scheinbar doch den S&P, nicht Gold.
12:47 pm • 27 September 2011
Sprich: Marginerhöhung von 12% auf 15%. Spekulanten müssen jetzt also 20% höhere Sicherheiten hinterlegen, um an der chinesischen Rohstoffbörse in Shanghai spekulieren zu können. Gut getan hat das dem Silberkurs nicht. Nach dem Einbruch um etwa 13% am Freitag auf 31$ je Feinunze ging es heute im asiatischen Handel bis auf 26$ nach unten, also noch einmal etwa 17%(!). Silber hat sich damit seit Ende April nahezu halbiert. Auch Gold gab heute Nacht etwa 110$ (oder 7%) nach und sackte bis unter 1.550 Dollar. Inzwischen können sich die Edelmetalle vom Schock erhöhen. Silber liegt wieder fast bei 30$, Gold bei 1,615$. Allerdings dürften Gold und Silber nach dem Einbruch heute Nacht so überverkauft gewesen sein wie seit Ewigkeiten nicht mehr (das war ja schon ein lupenreiner Crash …), da war eine Gegenreaktion einfach fällig. Ob das eine Trendwende wird, bleibt abzuwarten.
Shanghai Gold Exchange Hikes Silver Margin By 20% | ZeroHedge 10:56 am • 26 September 2011
#Schokolade wird billiger! Das ist ja bekannterweise gut für die Nerven und was könnte man angesichts der Entwicklung beim Euro und an den Börsen im Moment besser gebrauchen? Rekordernte, Rekordüberschuss, Rekordlagerbestände. Vor allem letzteres ist schön, denn das bedeutet, dass der Kakaopreis so schnell nicht mehr steigen wird …
Agrarrohstoffe: Rekord-Kakaoernte zu erwarten - Devisen & Rohstoffe - Finanzen - Investor - FAZ.NET 2:03 pm • 15 September 2011
Wer die ganzen verstreuten Bruchstücke bei mir nicht in einen sinnvollen Zusammenhang bringen konnte, weil er nicht immer alles liest … findet jetzt mal einen ganz schönen Überblick in der FTD. Dass der Chandler nach den Anschuldigungen noch im großen Stil eingestiegen ist, ist auch mir neu. Allerdings hat er trotz des späten Einstiegs und des größeren Anteils wahrscheinlich einen kleineren Verlust gemacht als Paulson. Die Firma war nach dem Absturz einfach nicht mehr genug wert, um da noch schnell seine Milliarden mit durchzubringen ;-) Bin mal gespannt, wo der Aktienkurs liegt, wenn die Notiz noch mal aufgenommen wird. Wenn … Seit Freitag tut sich nichts mehr … KGV ist übrigens 3,5 laut Onvista. Harhar. In 5 Jahren hört man bestimmt auch mal was von irgendwelchen Gerichten … So wie bei de Beira … (Aktienpromoter: Erstmals Auslieferung an Deutschland - egghat’s not so micro blog). Obwohl ich mir bei den chinesischen Behörden nicht so sicher wäre. Manchmal führen die solche Leute auch mal ins Stadion …
Börsenskandal: Im Milliardendschungel von Sino-Forest | FTD.de 7:46 pm • 1 September 2011
OK, einen kleinen Text schreibe ich noch … Aber ich lasse den erst morgen früh frei ;-) Anlass ein Tweet von littlewisehen: “Was viele Leute gern verdrängen: Goldbesitz war privaten Anlegern in den USA bis 1974 verboten…” Dazu die kleine Ergänzung, dass die Lage in China auch nicht grundsätzlich anders ist. Die chinesische Regierung hat den privaten Besitz von Gold Anfang des Jahrtausends noch verboten. Mit dem Wandel Chinas zum größten Goldförderer änderte die chinesische Regierung ihre Einschätzung zum Gold. Nun ermuntert die chinesische Regierung ihre Bevölkerung geradezu zum Goldkauf. Wie ich damals schrieb, ist das wahrscheinlich die wichtigste und “ignorierteste” Nachricht zum Goldmarkt (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: 买黄金!; Ende 2009, Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Chinesen kaufen Gold. Ach was …, Mai 2011). Wir im Westen neigen sowieso dazu, Gold immer allein aus westlicher Sicht zu betrachten. Immer sind es nur die Krisen in Europa und/oder den USA, die zum Goldpreisanstieg beitragen. Meiner Meinung nach geht aber ein gehöriger Teil des Anstiegs auf die steigende Nachfrage in Asien zurück. Sowohl in Indien als auch in China, sowohl bei Privathaushalten wie auch den Notenbanken. Zumindest nach Einschätzung des Goldcorp Chefs könnte dieses Jahr das erste werden, in dem China mehr Gold nachfragt als Indien. Und das ist um so bemerkenswerter, weil Indien der größte Schmuckproduzent der Welt ist. Ein ganzer Teil der indischen Goldnachfrage wird also als Schmuck wieder exportiert. Das Gold in China hingegen bleibt im Land. Ganz wie die weise Regierung es befahl … China Gold Demand May Surpass India This Year, Goldcorp Says - Bloomberg 8:30 am • 3 August 2011
Sollte man bei so viel Euphorie nicht skeptisch werden? Vor allem wenn kein einziger Pessimist im Artikel erwähnt wird? Alle rechnen mit steigenden Preisen, manche sogar mit stark und langanhaltend steigenden; die 5000er Prognose gilt mit Sicht auf das Jahr 2020. Meiner Meinung nach sollte man diesen Optimismus nicht so einfach ignorieren, denn die Begründung ist nicht so falsch: Die immer reicher werdenden Nationen in Asien, allen voran China und Indien, haben gerade erst begonnen Gold zu kaufen. Die Notenbanken kaufen schon - aus westlicher Sicht - große Mengen auf, allerdings ändert sich prozentual auf die Devisenreserven gesehen kaum etwas. Die Goldmengen steigen aktuell also nur mit dem Devisenreserven. Sollten die Notenbanken beginnen, der Anteil von Gold an der Devisenreserven zu erhöhen, sagen wir mal auf 5 oder gar 10%, geht der Goldpreis durch die Decke. Neben den Spekulationen über eine steigende Nachfrage der asiatischen Notenbanken steigt auch die Nachfrage der Privatanleger in diesen Ländern. Es ist zum Teil sicherlich auch die Angst vor Papiergeld und Inflation, auf der anderen Seite würde aber auch hier bereits ein stabiler Anteil von Gold am Vermögen für steigende Nachfrage sorgen. Und wenn die Chinesen ihren prozentualen Anteil von Gold am Vermögen zu erhöhen beginnen, gilt das oben gesagte. Ob sich das prozentuale Gewicht von Gold an den Vermögen deutlich erhöht, weiss ich natürlich auch nicht. Ich kann es mir gut vorstellen, aber sich ist das natürlich nicht. Was andersherum sicher ist: Ohne diese prozentuale Höhergewichtung kann ich mir 5.000 Dollar je Feinunze Gold nicht vorstellen … (außer es gibt eine Hyperinflation und/oder einen Crack-Up-Boom).