Danach läge die Hälfte des deutschen Golds in Frankfurt (aktuell 31%).
Etwas mehr als die Hälfte der Rückholmenge kommt aus Paris, wo 2021 gar kein deutsches Gold mehr gelagert wäre. Die andere Hälfte kommt aus New York, wodurch die Lagermenge in den Tresoren der Fed von 45 auf 37% schrumpft. Die 13% in London bleiben unangetastet.
1:48 pm • 16 Januar 2013
Nein, nein, Studie sei unabhängig. Sie sei von der Uni allein finanziert. Die Studie sei ohne weitere Diskussionen mit der Industrie durchgeführt worden. Man dürfe daran nicht zweifeln. Die Uni Texas und das Energieinstitut seien komplett unabhängig. Sagten Professor Charles Groat und Danny Reible, die die Untersuchung durchführten. Dumm nur, dass jetzt raus kam, dass Groat bei der Gasfirma Plains Exploration & Production im Vorstand saß. Die - oh Wunder - auch im Fracking unterwegs ist. Und Groats Posten war - oh Wunder - sehr sehr gut dotiert (380.000$ pro Jahr seit 2007 im Schnitt gegenüber 173.000, die Groat von der Uni Texas bekommt). Und nun ja, die Studie könnte (rein theoretisch versteht sich) natürlich trotzdem noch was taugen. Aber die Welt ist schlecht und daher taugt sie natürlich nichts. Die Studie erfülle generell nicht die strengen Kriterien, denen sich die Wissenschaft zu unterwerfen habe. Die Studie habe den Interessenskonflikt nicht offen gelegt und sie sei generell zu wenig auf Fakten gestützt. Das alles steht im Untersuchungsbericht, die die University of Texas in Austin in Auftrag gegeben hat. Ein Artikel über die ursprüngliche Studie: Umstrittene Gasförderung: Neue Studie gibt Entwarnung für Fracking - SPIEGEL ONLINE Der Artikel, über den ich den “Widerruf” gefunden habe: Wie eine Schiefergas-Studie kam und ging - Rohstoffe - derStandard.at › Wirtschaft Der Prüfbericht der Studie im Original: http://www.utexas.edu/opa/wordpress/news/files/Review-of-report.pdf Die Geschichte kocht schon länger (habs aber erst heute mitbekommen), die NY Times hatte schon im Sommer was dazu. Daraus u.a. die Gehaltszahlen von Groat: When Agendas Meet Science in the Gas Drilling Fight - NYTimes.com 10:40 am • 19 Dezember 2012
Denn bekanntlich gibt es keine weiteren Einflussfaktoren auf den Preis. Schlechte Ernten? Höhere Nachfrage? Quatsch. Die Spekulanten machen jetzt den Preis. Und zwar alleine … OK, Spaß beiseite: Es gibt in Italien jetzt den ersten Terminkontrakt auf Hartweizen in Europa. In Nordamerika sind ähnliche Kontrakte bislang wenig erfolgreich. Naja, aber die großen Pastaproduzenten sitzen in Italien, von daher könnte die Borsa Italiana mehr Erfolg haben. Borsa Italiana: Weizenhandel al dente | FTD.de Ich glaube, ich werde mal ein paar Kaufoptionen kaufen und dann mein Blog mit leckeren Pastarezepten fluten, um die Nachfrage zu steigern ;-) 11:05 am • 13 November 2012
Also dass das Bundesbank Gold (Wert: 130 Mrd.) gar nicht in New York oder Fort Knox liegt, sondern zwischendrin mal “verloren” gegangen ist und seit 4 Jahrzehnten nur noch auf dem Papier steht … (wobei nur etwa die Hälfte in den USA, der Rest in London und Paris liegen soll) Es ist ziemlich unglaublich, dass die Bundesbank sich weigert, den Politikern die Goldschätze mal zu zeigen. Was soll diese Geheimniskrämerei? Die Verschwörungstheoretiker warten doch auf solche Nachrichten … Rechnungshof fordert Bestandsaufnahme: Politiker dürfen Goldreserven nicht sehen - Wirtschaft - FAZ 11:00 pm • 22 Oktober 2012
Damit sollen Silbermünzen wie Barren behandelt werden. Angeblich würde die EU das fordern. Umgesetzt werden soll die Erhöhung zum 1.1.2013. Bei Gold bleibt alles beim Alten. 0% Mehrwertsteuer auf Münzen wie Barren. Und auch in der Schweiz bleibt alles beim Alten. 0% auf alles. Hint hint … Steuerpläne der Regierung - Ende des Silberprivilegs - Geld - sueddeutsche.de 12:32 pm • 18 Oktober 2012
Don’t drink and trade. (Die für Trader gültige Version meiner Regel: Don’t drink and tweet …) Passiert ist es im Juni 2009 bei PWM Oil Futures. Kaufvolumen 7 Millionen Barrel im Wert von 520 Millionen Dollar. (70% des Ölmarkts, was auch immer damit gemeint ist; Fördervolumen Tag/Monat/Jahr? Handelsvolumen Tag/Monat/Jahr?). Ausgelöster Preissprung dadurch: 1,50 Dollar/Barrel. Erinnerung des Traders daran am nächsten Morgen: Keine … (kommt mir irgendwie bekannt vor …). Schaden durch die anschließende Auflösung der Positionen: 9.763.252$. Nicht gut, dass solche Nummern passieren können. Ein Broker kauft (ich vermute) den Tagesumsatz ALLEINE auf. Und kein Kontrollmechanismus schlägt an … Immerhin: Im Nachhinein hat der verantwortliche Trader seine Handelserlaubnis verloren und von der US-Finanzaufsicht 5 Jahre Berufsverbot bekommen. Danach muss er wahrscheinlich zur MPU … Broker Sent Oil Prices to Eight Month High in a Drunken Stupor 10:41 pm • 28 September 2012
Das ist ganz interessant, weil er zum Zeitpunkt der Manipulation wohl selber noch auf Bewährung unterwegs war. De Beira war nicht die erste Manipulation der Börsenbriefschreibers Opel. Aber das übliche Schema: Man kauft sich selber einen Haufen Aktien, fängt dann an, eine (normalerweise ziemlich wertlose) Firma in den Himmel zu promoten. Über den eigenen Börsenbrief, über (damals noch übliche) Telefonhotlines und die einschlägigen Diskussionsforen im Internet. Anschließend gibt man die Aktien dann zu deutlich höheren Kursen an dumme Privatanleger ab. Sascha Opel hat damit 2 Millionen verdient. Der Schaden bei den Anlegern draussen, die in die Aktie reingequatscht wurden, dürfte aber um einiges größer sein. De Beira entpuppte sich am Ende als komplett wertloses Unternehmen, war am Höhepunkt der Promotionswelle aber etwa 600 Millionen Dollar wert. Der Schaden, der Privatanlegern entstand, dürfte zigfach über die 2 Millionen hinausgehen. Nur einklagen können wird das kaum jemand (wer soll denn auch zahlen). Dass Opel, der sich als kleiner unwissender am Ring durch die Manege geführter Börsenschreiberling geriert, jetzt wohl mit Bewährung davon kommt, finde ich einen ziemlichen Witz. Angesichts des Schadens und vor allem weil er Wiederholungstäter ist. Prozess gegen Ex-Finanzjournalisten: Sascha Opel gesteht Aktienmanipulation | FTD.de Update (23.09.12): Noch kurz nachgereicht sei der Bericht, in dem stand, dass Opel damals noch in der Bewährungsfrist war: Prozess um Kursmanipulation: Sascha Opel - Der Raketenzünder | FTD.de Update 2 (03.10.12): Auch der kanadische Drahtzieher Aly M. gesteht nun: Marktmanipulation: Mutmaßlicher Drahtzieher im Fall De Beira gesteht | FTD.de Aly M. hatte vor Beginn der Promotion 50% des Freefloats der de Beira Aktien gekauft … Die Hälfte. Wow! 10:37 am • 21 September 2012
Was die Forderung nach einem schwachen Euro bedeutet, merkt ihr gerade an der Tankstelle. Rekordpreise, obwohl das Barrel Öl in Dollar schon mal deutlich teurer war. Klar, der vergleichsweise schwache Euro ist nur einer der Gründe, der den Benzinpreis so hoch treibt, aber es ist eben auch einer, der nicht ganz so unwichtig ist. Die Eurozone (und Europa als Ganzes) ist in ihrer Handelsbilanz relativ neutral. Eine Abwertung des Euro gibt zwar auf der einen Seite immer zunehmende Exporte, dummerweise aber auch teurer werdende Importe. Dem an Rohstoffen armen Europa nützt eine Abwertung nicht unbedingt etwas, zumindest nicht so direkt, dass es das große Wundermittel wäre. Ihr könnt das auch mal in der griechischen Handelsbilanz nachschlagen. Auch wenn oft so getan wird, als habe sich dort nichts verbessert, täuscht dieser Eindruck. Die Werte an sich haben sich schon leicht gebessert, aber wenn man die Handels- und Leistungsbilanz OHNE Ölimporte betrachtet, ist die Verbesserung sogar ziemlich beeindruckend. Nur die steigenden Rohstoffpreise haben bisher diese Besserungstendenz ziemlich versteckt … 12:25 pm • 20 August 2012
Europäer. Ob das Deutsche sind, die Angst vor Inflation haben, oder Griechen (Spanier/Italiener,…), die ihr Geld noch schnell in etwas umtauschen wollen, das von einem möglichen Währungsschnitt nicht beeinträchtigt wird (und anonym ist), kann ich natürlich auch nicht sagen. Die Zahlen sind aber eindeutig: Gold in Euro vom Hoch aus gesehen: -6% Gold in Dollar vom Hoch aus gesehen: -16%. OK, das mag jetzt auch einfach nur eine allgemeine Schwäche des Euros sein, aber ich interpretier das mal aus der anderen Sicht ;-) 5:13 pm • 1 Juni 2012
und steigt in den Handel mit Blutdiamanten ein. Der dänische Dokumentarfilmer Mads Brügger ist genauso vorgegangen: Für 135.000 Euro hat er sich den “Diplomatenausweis” (inkl. Führerschein und Ehrendoktorwürde) von Liberia für die Botschaft in den Zentralafrikanischen Republik gekauft. Damit hat er dann die diplomatische Immunität und damit könne man, so Brügger trocken, “Millionen in Dollar oder Diamanten durch die Schleusen am Flughafen bringen, und kein Mensch hält Sie auf.” Tja, und weil sich das alles schon so anbietet, stieg er gleich noch in eins der wohl düstersten Geschäfte Afrikas ein, den Handel mit Blutdiamanten. Eine Mischung aus Borat und Ecomist. Hört sich an, als sollte ich mir das anschauen … (und ihr das Interview in der FTD lesen). Mischung aus “Borat” und “The Economist”: Der Mann mit der Botschaft | FTD.de