aber selbst die sehen 0,1% BIP-Plus im ersten Quartal für Deutschland. Danach soll das Wachstum wieder anziehen. Meine Rezessionswette2 kann ich wohl knicken …
Auch 2013 sieht das IMK nur 0,7% Plus, was deutlich unter den Schätzungen der anderen Wirtschaftsforschungsinstitute liegt (z.B. IWH 2013 +2,2%). Kein Wunder, ist das IMK doch ein gewerkschaftsnahes Institut. Und dort werden die konjunkturdämpfenden Effekte von Sparprogrammen (egal ob beim Staat oder bei Unternehmen) traditionell stärker gewichtet.
Da seht ihr mal, wie gewerkschaftsnah ich erst bin ;-)
Konjunkturausblick: Deutsche Wirtschaft leidet unter Europas Sparzwang | FTD.de
10:45 pm • 29 März 2012
Damit sieht es für meine Rezessionswette 2 zunehmend schlechter aus. Dabei ging es ja darum, ob die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2012 unter der des vierten Quartals 2011 liegt. Die Researchabteilung der Deutschen Bank erwartet nun +0,0% im ersten, +0,2% im zweiten und +0,4% im dritten Quartal. Damit hätte ich Auch beim ersten Teil der Wette, dem Haushaltsminus 2012, ist die Deutsche Bank optimistischer als ich. -1,3% des BIPs erwartet die Deutsche Bank, meine Wette lautet auf -1,5% oder mehr. Die Deutsche Bank geht in ihrer Prognose von einem stabilen Ölpreis aus. Bei einem starken Anstieg könnte das Wirtschaftswachstum etwas gedämpft werden. In der Lohnrunde wird ein Plus von etwa 3% erwartet, was aber im Rahmen läge, denn den Verteilungsspielraum (Inflation+Produktivitätszuwachs) sieht die Deutsche Bank bei circa 2,6%. Recession risk has receded – 2012 GDP forecast now 0.5% 6:25 pm • 27 März 2012
Auch wenn der Einbruch gegenüber dem März 2011 weiterhin dramatisch erscheint, ist es doch das fünfte Monatsplus in Folge. Außerdem ist die Erholung seit dem Tief im Oktober bei 106,5 durchaus signifikant. Die Erholung des Gesamtindikators geht vor allem auf die Einschätzung der Zukunft zurück. Die Meinung zur aktuellen Lage hingegen hat sich seit Oktober kaum verbessert (117,4 vs. 116,8), die Einschätzung der Zukunft ist nun aber wieder viel optimistischer (102,7 vs. 97,2). Das Plus gegenüber dem Vormonat ging übrigens nur auf eine Branche zurück: Den Einzelhandel. Hier stieg die Stimmung so stark, dass der Subindex für den Einzelhandel von 3,7 auf 10,6 anstieg. Großhandel, Bau und Verarbeitendes Gewerbe hingegen verzeichneten leichte Rückgänge. Das beste am März-Wert ist aber, dass er über den Erwartungen der Analysten lag. Man ging eher von einem leichten Rückgang aus, hatte doch der europäische Einkaufsmanagerindex am letzten Donnerstag noch enttäuscht. Dem DAX auf die Sprünge helfen konnte der ifo Index aber nicht, dazu war die Abweichung wohl zu gering. Die deutsche Konjunktur bleibt also robust, für meine Rezessionswette 2 sehe ich (zumindest was den BIP-Teil angeht) langsam schwarz … cesifo: ifo Geschäftsklima Deutschland März 2012 (PDF!) 11:48 am • 26 März 2012
Das buche ich doch mal schnell für den zweiten Teil meiner Rezessionswette2 ein. Ich habe ja gewettet, dass das Haushaltsdefizit Deutschlands 2011 höher ausfällt als die damals geplanten 26 Milliarden Euro. In Prozent des BIPs wären das 1,3%, ich habe gewettet, dass es höher als 1,5% ausfällt. OK, das war eine Wette, die sich (wie der Name andeutet) eher auf eine sich stark abschwächende Wirtschaftsentwicklung (und sinkende Steuereinnahmen) bezog. Wobei ich nie verschwiegen habe, dass aus der Ecke Euro-Rettung (negative, für meine Wette hingegen positive) Überraschungen kommen könnten. Nun sind das zweimal 4,3 Milliarden Euro, die in den EFSF eingezahlt werden müssen und die Neuverschuldung erhöhen. Dagegen sinken die Zinszahlungen dank der niedrigen Zinsen um 2,2 Milliarden, so dass die Schätzungen für das Haushaltsminus im Nachtragshaushalt jetzt bei 34,8 Milliarden Euro liegen. Damit liegen wir in einer Größenordnung, wo ich meine Wette wohl gewinnen würde. Denn die Länder und Gemeinden sind ja auch vielfach in den Miesen und das kommt noch oben drauf. Die Bad Bank der HRE ist auch für erneute Verluste gut. Auf der Habenseite hat Schäuble einen Milliardenüberschuss in den Krankenkassen, den die Regierung aber wohl erst im Haushaltsjahr 2013 für die eigene Bilanz aktivieren will. Das war, ist und bleibt auf jeden Fall eine knappe Wette, schau’n mer mal. Mit der Grundannahme, dass das ursprüngliche vorgesehene Haushaltsminus zu niedrig angesetzt wurde, lag ich auf jeden Fall schonmal ziemlich richtig … Haushalts-Eckwerte für 2013: Deutschland verringert die Neuverschuldung - Wirtschaftspolitik - FAZ 7:54 pm • 16 März 2012
Das sind die Zahlen von der destatis, die etwas anders (nach ILO, für bessere internationale Vergleichbarkeit) berechnet werden. Das sind die Zahlen, die dann auch an internationale Institutionen gehen, z.B. die Weltbank und Eurostat. Die in der Überschrift genannten sind nicht saisonbereinigt, der große Teil des Anstiegs dürfte also auf den normalen Winter- und Nachweihnachtsgeschäftseffekt zurückgehen. Kurz: Der Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt stabil. 10:09 am • 29 Februar 2012
Euro muss auf Parität zum Dollar fallen, um Südstaaten Überleben zu ermöglichen. Beruhigung nur vorübergehend. Europa eh grundsätzlich kritisch, aber Wachstum in China und den USA schwächt sich auch ab. und überhaupt: Der Iran. Also: Kauft Dosen. Bei aller Häme: Man kann ruhig mal wieder ein paar Sätze von Roubini lesen … Habe ich lange nicht mehr empfohlen .. Top-Ökonomen: Roubini - Erholung der Weltwirtschaft rückt in die Ferne | FTD.de 11:47 am • 27 Februar 2012
Damit wurde die Schnellschätzung bestätigt. Auch das Plus für das Gesamtjahr blieb wie zuvor gemeldet bei +3,0%. Das Wachstum kam 2011 vor allem über Investitionen und Dienstleistungen. Bei den Investitionen ragte der Bausektor heraus, der allein 0,6 Prozentpunkte zu den 3,0% Gesamtplus beitrug. Auch der Konsum wuchs weiter stabil. Die Lagerbestände blieben nahezu unverändert, was beruhigend ist, denn hier wird kein Wachstum auf Pump produziert (wie man es in den USA oft beobachten kann). Ebenfalls beruhigend: Das Wachstum hat sich zunehmend ins Inland verlagert. Aus der Differenz zwischen Import und Export kam nur noch ein geringer Beitrag von 0,2 Prozentpunkten. Deutschland wächst also nicht mehr vorrangig über höhere Exporte. 8:44 am • 24 Februar 2012
Mehr gibt’s nicht zu sagen. Eine Zahl für’s Gesamtjahr gibt es nicht. Infos über die Zusammensetzung o.ä. auch nicht. OK, eines dann doch noch: Italien steckt damit (in der technischen Definition) in einer Rezession, da auch das dritte Quartal schon im Minus lag. Zugegeben, bei den Zahlen, die in Italien 2012 noch folgen werden, ist die Frage einer technischen Rezession nicht wichtig. Da folgt noch was, was jeder als Rezession sehen wird … Istat.it - Preliminary estimate of GDP wobei ich mir den Link auch schenken könnte und einfach die gesamte Meldung einstellen könnte: Preliminary estimate of GDP In the fourth quarter of 2011 the seasonally and calendar adjusted, chained volume measure of Gross Domestic Product (GDP) decreased by 0.7 per cent with respect to the third quarter of 2011 and by 0.5 per cent in comparison with the fourth quarter of 2010. Man vergleiche das mit dem zig-Seiter, den die Franzosen heute rausgegeben haben … 10:42 am • 15 Februar 2012
Das ist deutlich besser als erwartet. Eigentlich wurde ein Rückgang erwartet (-0,2 bis -0,3%). Damit bleibt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone vorerst vor einer Rezession verschont. Das Minus im zweiten Quartal blieb bisher die Ausnahme. Der vierte Quartal war damit besser als in Deutschland (-0,2%). Der Jahresvergleich des vierten Quartals lag aber in Deutschland (+2,0%) aber höher als in Frankreich (+1,4%). Das Wachstum für das Gesamtjahr 2011 lag auch in Frankreich höher als im Schlussquartal (+1,7%), aber niedriger als in Deutschland (+3,0%). Alles in allem eine positive Überraschung. detaillierte Daten: Comptes nationaux trimestriels - Premiers résultats du 4e trimestre 2011 Tableaux complémentaires (PDF) 10:16 am • 15 Februar 2012
ein ganzes kleines bisschen besser als erwartet (-0,25 bis -0,3%). Das Plus im Vergleich zum Schlussquartal 2010 betrug 2,0% (jeweils saison- und kalenderbereinigte Daten). Für das Gesamtjahr 2011 liegt das BIP 3,0% höher, kalenderbereinigt sogar um 0,1 Prozentpunkte mehr. Da helfen die hohen Wachstumsraten vom Jahresanfang (+4,7% im 1. Quartal) dem Gesamtplus noch.dann verk***t die Wette verloren. (Und es gäbe auch keine Rezession, weil nur das vierte Quartal 2011 im Minus endete und man für eine Rezession zwei aufeinanderfolgende Quartale braucht).