Und weist auch auf die Gefahren beim Homebanking hin.
Unsere Qualitätspresse braucht für eine solche Zusammenfassung einen Abschnitt (ich hoffe, sie stimmt wenigstens halbwegs) und dann Schwupps kommt den Schwenk hin zu dem Thema, zu dem man anscheinend schon lange mal wieder was sagen wollte:
Der Siegeszug des globalen Leitmediums ist nach 15 Jahren noch ohne strafrechtlich brauchbare Regeln. Selbst den Missbrauch des Netzes für schwerstkriminelle Taten – wie die Vergewaltigung von Babys vor laufender Kamera – bremst niemand aus. Täter steuern das Abscheuliche vom Ausland, sie sind nicht zu packen.
Internet und Kinderpornografie. Keine strafrechtlich brauchbaren Regeln. Das ist natürlich alles fieser Murks (als wenn es Kinderpornografie nicht schon vor dem Internet gegeben hätte und als wenn es noch nie international abgestimmte Fahndungen und Verhaftungen gegeben hätte).
Und was zum Teufel hat das überhaupt mit Hochöfen und Online-Banking zu tun?
Weniger Internet für mehr Sicherheit | DerWesten
In der Zeitung stand übrigens noch ein Abschnitt mehr, der online komischerweise fehlt. In diesem wurde dazu aufgerufen, seine Überweisungen wieder auf Papier auszufüllen und zur Bank zu bringen. Holzmedienmitarbeiter halt …
5:26 pm • 9 Mai 2012
Wieso gerade Tatort Autoren, die von öffentlich-rechtlichem Geld bezahlt werden, eine Kulturflatrate nicht verstehen wollen, ist mir rätselhaft. Er bekommt doch Geld aus einer Art Kulturflatrate. Natürlich kann man einen Tatort nicht über die Beteiligung an Werbeeinnahmen auf Youtube finanzieren, aber dafür zahlen wir schon GEZ Gebühren! Die ARD finanziert den Tatort auch nicht durch die Ausstrahlung! Jetzt echt nicht! Auch wie man es in einem Artikel schaffen kann, an manchen Stellen sauber zwischen Urheber und Verwerter zu trennen, an anderen aber total unklaren Brei zu reden, verstehe ich nicht. So zum Beispiel die 4 Netzmonopolisten Apple, Amazon, Facebook, Google (OK, 4 Monopolisten geht schon mal nicht). Was haben die jetzt genau mit Urheberrechten zu tun. Nix scheinbar, aber irgendwie sind die Börse, totalitär und gefährlich wie eine Atombombe. (?!?). Und die installieren Trojaner?!? Uhh, da wird’s endgültig wirr …. Ganz am Ende kommt ein “Hier muss ich passen. Ich weiß nicht, was Ihr damit sagen wollt.” Ehrlich gesagt: Die Erkenntnis hätte gerne früher kommen können … Ach Gott, auf dem Diskussionsniveau bleibt nur verwirrtes Kopfschütteln beim Leser … 6:26 pm • 20 April 2012
… mit den gefakten Amazon Bewertungen hatten wir ja schonmal … Aber dass der Masche die Masche auch mitmacht? Auf einmal hat sein neues Buch nicht mehr nur schlechte Kritiken, sondern ein paar gute. OK; wirklich viel Mühe haben sich die Leser nicht gemacht. Weder mit dem Text der Bewertung, noch mit dem eigenen Namen. Oder gar mit anderen Bewertungen, alle bewerten zum allerersten Mal, wie Frank Schirrmacher per Tweet anmerkte … Von Manipulation will ich hier gar nicht reden, ich würde das eher unter “Begnadetes Verkaufen” einsortieren ;-) Amazon.de: Kundenrezensionen: Selfmade: erfolg reich leben Selfmade: Oder vom Glück des Carsten Maschmeyer über gute Rezensionen bei Amazon | etailment Wer übrigens mal Zeilen mit begnadeter Dichterkunst lesen möchte, dem empfehle ich Carsten Maschmeyer: Wie ich Veronica Ferres eroberte - Wirtschaft - Bild.de 2:20 pm • 22 März 2012
und jedes andere Smartphone mit Touchscreen und mehr als 8 GB Speicher. Smartphones ohne Touchscreen kosten 12 Euro, Smartphones mit weniger als 8 GB 16 Euro. Das ist natürlich in sich total unlogisch. Wieso sollte eine Handy mit Touchscreen mehr kosten als in Handy ohne? Pro Smartphone fallen 36 Euro Pauschalabgabe für Urheberrechtsverwertung an Aber noch viel bescheuerter wird die Abrechnung, wenn man sich andere GEMA-Sätze anschaut: Ein MP3-Spieler kostet nur 2,56 Euro, also nur einen Bruchteil der 36 Euro, die für ein Smartphone verlangt werden. Eine DVD kostet 9 Cent (mit 4,3 GB Speicherkapazität), was auf die 8 GB umgerechnet keine 18 Cent wären. Und Speicherkarten kosten - unabhängig von der Speicherkapazität - fix 10 Cent. Wenn ich mir also ein Handy mit 4 GB Flash und 16 GB SD-Karte kaufe, kostet mich das 16,10 Euro, kaufe ich die gleiche Speichermenge eingebaut, kostet das 36 Euro. Ein Smartphone ist im Übrigen auch teurer als ein PC (13,65) inkl. DVD Brenner (10,68) und ein MP3 Player (2,56, egal wie viel Speicher der hat). So was kann man sich - ein halbwegs normal funktionierendes Denkorgan vorausgesetzt - nicht ausdenken. Das Schöne an diesen verdeckten Abgaben: Es bekommt niemand mit und es muss nicht darüber diskutiert werden. Wenn jemand hingegen eine Kulturflatrate vorschlägt, wird er schnell als Spinner abgestempelt … Dabei ist die innere Logik einer Kulturflatrate um einiges höher als diese krude GEMA-Abgaben-“Logik” …. 10:02 am • 21 März 2012
Süddeutsche korrigiert Fehldarstellung (siehe Hat die Sueddeutsche diese Falschnachricht… - egghat’s not so micro blog, dabei auch bitte den Kommentar von Johannes Kuhn beachten) Zwar ist mir die Gegendarstellung wie üblich zu klein und sie kommt auch (zu) spät. Der Artikel wird auch nach der Korrektur der Bildunterschrift kaum in die Ruhmeshalle des guten Journalismus eingehen und man kann daran noch viel rummeckern, aber für mich ist die Story hier zu Ende. 9:59 pm • 26 Februar 2012
Hat die Sueddeutsche diese Falschnachricht (“Griechen danken Europa”) wirklich unkorrigiert gelassen? OK, die Griechen auf dem Foto haben sich wirklich bedankt, aber nicht für die Hilfe durch den Schuldenschnitt und das zweite Rettungspaket, sondern für die Unterstützung der Proteste und Streiks GEGEN die Sparmaßnahmen aus diesem Rettungspaket. Also genau anders herum … (via Medien-Lügen: Die Süddeutsche schwindelt uns dankbare Griechen herbei) Update (13:18): OK, es gibt eine Entschuldigung/Richtigstellung: Auf Facebook. Ob das der angemessene Platz ist? Wieso tun sich deutsche Presseorgane mit Korrekturen immer noch so schwer? In der angelsächsischen (Qualitäts-)Presse ist das total normal … Update 2 (27.02.12): Süddeutsche korrigiert Fehldarstellung (siehe Hat… - egghat’s not so micro blog 1:09 pm • 24 Februar 2012
Hüstel, liebe FAZ … die Regierung [geht] dennoch davon aus, dass der Außenhandel das Wachstum rechnerisch belasten wird. Denn der Import dürfte den Export dieses Jahr übertreffen, was zu einem Außenhandelsdefizit führt Wenn die Importe stärker steigen als die Exporte, senkt das das Wachstum. Das ist schon richtig. Das nennt sich dann “negativer Wachstumsbeitrag aus dem Außenhandels”. Aber ein Außenhandelsdefizit hat Deutschland danach natürlich immer noch nicht. Dafür bräuchten wir als Export (Quelle: faz.net) 10:46 am • 18 Januar 2012
a) Die Hatz auf Wulff ist nicht sinnlos. Sie ist machbar (weil das Thema vermittelbar ist, richtig und falsch sind relativ klar getrennt) und daher darf und muss gefragt werden. Ein Bundespräsident darf sich nicht in solche Abhängigkeiten begeben. b) Auf Axel Weber (oder andere Sparpolitik-Verfechter) trifft das nicht zu. Denn auch wenn Herr Fricke (oder ich oder wer auch immer) zu 1.000% davon überzeugt sind, dass Webers Politik falsch ist/war, es gibt ausreichend viele Leute (in Politik, in der Ökonomie(!), in den Medien), die diese Politik wenn nicht unbedingt für richtig, so doch für alternativlos halten. Richtig und falsch sind eben NICHT klar getrennt. Und deshalb gibt es dort auch keine “Hetzjagd”. Weil es gar nicht genug Masse gibt, die eine Hetzjagd veranstalten könnten. Ich frage mich nach solchen Kommentare immer, was man morgens nehmen muss, um so 1.000%ig sicher zu sein, dass man Recht hat und die anderen alle blöd sind? Dann würde ich nämlich morgens auch eine halbe davon nehmen, könnte mir manchmal ganz gut tun … 12:34 pm • 13 Januar 2012
Zur Einstimmung auf den beginnenden Prozess im größten Pusher-Betrugsskandal der letzten Jahr eine kurze Zusammenfassung in der FAZ: Börsenbetrug: Gericht eröffnet Prozess wegen Kursmanipulation - Unternehmen - FAZ Mal schauen, was morgen dort passiert. Eröffnet wird der gesamte Komplex mit der Anklage gegen einen Börsenbriefschreiber. Bosler, Straub und Öfele kommen erst später dran; die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Was aus den anderen Vorwürfen geworden ist (gegen Janich, Beyer, Wagner, …) weiss ich aktuell nicht. DER SPIEGEL 40/2010 - Türkisch für Fortgeschrittene Und wo ich’s gerade lese: Was ist eigentlich aus dem Homm geworden? Update (22:42) Der Angeklagte ist übrigens Stefan F. Da der Name nun sowas von geheim zu sein scheint, empfehle ich einen Blick in ältere Artikel wie diesen: DER SPIEGEL 46/2010 - Bullshit mit Bildchen … Es wird gemunkelt, er würde alles beichten und als Kronzeuge für den Rest des Verfahrens bereitstehen. Das ist natürlich toll, wenn ein Insider mal umfassend auspacken würde. Das macht die Verteidigung des Rests einigermaßen schwierig … 11:13 am • 11 Januar 2012
“Ich glaube diese Erfahrung, dass man die Transparenz weitertreiben muss, die setzt auch neue MaßstäbeMorgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet einstellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger jedes Detail zu diesen Abläufen sehen und bewertet sehen, auch rechtlich. Ich glaube nicht, dass es das oft in der Vergangenheit gegeben hat und wenns das in Zukunft immer gibt, wird es auch unsere Republik offenkundig auch zu mehr Transparenz positiv verändern.” OK, dass weiterhin wesentliche Konditionen des ersten BW-Kredits (der mit den variablen Zinsen) fehlen, habe ich heute morgen ja schon im Update zu meinem alten Artikel geschrieben (War der Wulff Kredit ein Schnäppchen oder nicht? - egghat’s not so micro blog). Damit hat Wulff mindestens eine seltsame Definition für den Begriff “alles”. Aber dass Wulff bereits heute seine brutalstmögliche Transparenz von gestern so krass zurückzieht, hätte ich so schnell nicht erwartet. Die Bitte der Bild auf Veröffentlichung des Wortlauts des Telefonats hat der Bundespräsident abgelehnt. OK, dann muss die Bild halt wieder über die FAZ oder die SZ leaken ;-) Wulff steckt jetzt in einer klassischen Lose-Lose-Situation … Wulff hat es tatsächlich geschafft (trotz einer (IMHO) Minderleistung der fragenden Journalisten) sich noch tiefer in die Sch****e zu reiten … Muss mal kurz die Wettquoten checken …
welteuropameister schon noch ein paar Jährchen mit “negativen Wachstumsbeiträgen aus dem Außenhandel”. Auch 2012 werden wir wohl wieder deutlich mehr exportieren als importieren. Der Außenhandelsüberschuss liegt bei deutlich über 150 Milliarden Euro, das ist nicht in einem Jahr weg …