Eine Jugendarbeitslosigkeit von 50% bedeutet nicht, dass 50% der Jugendlichen (<25 Jahre) arbeitslos sind. Denn es gehen natürlich auch welche zur Schule, zur Uni, zum Wehrdienst, whatever. Wusste ich gar nicht ;)
Heute im Spiegel:
Jugendarbeitslosigkeit in Spanien: Quote gibt verzerrtes Bild ab - SPIEGEL ONLINE
Anno tukmich hier:
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland bei 50%. Wirklich?
12:30 pm • 28 Mai 2013
(tut mir leid) z.B. das: Die Verschlüsselung der Währung erlaubt zwar, die Bewegung des Geldes nachzuvollziehen, es ist aber unmöglich, den Kontoinhaber zu identifizieren. Nur wenn ich keinerlei Spuren in der Realwelt hinterlassen habe, stimmt das. Bloß: Welchen Sinn hat eine Währung, mit der ich nichts Reales kaufe? Keinen. Außerdem dürfte ich - wenn ich totale Anonymität will - auch keine Bitcoins kaufen (weil dann die Wechselstube ja meine Daten hat, sei es Paypal, sei es eine Kontoverbindung). Und ich dürfte -wenn ich anonym bleiben will - nie was in der Realwelt mit Bitcoins bezahlen, denn auch dann hat der Verkäufer meine Bitcoin-Geldbörsen-ID UND meine Adresse. Er kann die beiden Sachen also wieder zusammenführen. Nach meinem Verständnis ist es sogar so, dass der Verkäufer dann ALLE meine Geldflüsse sehen kann (oder irre ich mich hier?), weil ja alle Transaktionen auf jedem Bitcoin-Knoten vorliegen. Die Wikipedia erklärt das deutlich besser: “Wenn an einer Stelle eine Verbindung zu einer Person geschaffen wird, etwa durch eine abgefangene Warensendung oder eine erbrachte Dienstleistung, kann allen Transaktionen zu der zugeordneten Adresse nachgegangen werden. Die Möglichkeiten einer Verfolgung von Transaktionen sind also wesentlich weitreichender als bei Bargeld. ” http://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin#Anonymit.C3.A4t_versus_Pseudonymit.C3.A4t Irgendwie macht der FAZ-Artikel einen Parforceritt durch die Probleme von Bitcoins. Erklärt es dabei den Leuten, die bisher keine Ahnung aber nicht richtig (oder meint ihr, das würde jmd. verstehe, außer einem dumpfen Gefühl, dass sowas doch nichts taugen kann), und diejenigen, die schon etwas wissen, stoßen sich an verkürzten, unklaren und teilweise sogar falschen Erklärungen … Wenn man so will, zeigt der Artikel exemplarisch die ganzen Probleme, die Massenmedien haben, wenn sie über Spezialthemen berichten … (Quelle: faz.net) 7:03 pm • 25 Mai 2013
Gute Recherche bei Telepolis (muss die ja auch mal loben). Auch wenn es etwas schade ist, denn die Story wollte ich eigentlich schreiben … Die Akku-Revolution bleibt aus | Telepolis Die Meldung vom Superakku für Handies ging ja rum, so richtig rum, sie kam quasi überall mit immer tolleren Überschriften (ich habe keine Lust, den ganzen Mist zu verlinken, das kann der Knüwer machen ;-) ). Die Erfinderin hat einen Preis von Intel gewonnen; 50.000$ für ihre weitere Forschung bzw. Ausbildung. Das Problem daran: Unter dem Video bei Youtube stand schon am Montag folgender Kommentar: “Looks like she put together a nice project, but as for innovation I don’t think credit is being given where it’s due. Here’s her paper(add dots remove spaces) usc edu / CSSF / History/2013/Projects / S0912 pdf Her “supervisor” Dr. Yat Li had already published work on this technology a year earlier. “Hydrogenated TiO2 Nanotube Arrays for Supercapacitors” pubs acs org / doi / abs /10 1021 / nl300173j She basically did a chemistry experiment on work that has already been done and published” Das machte mich dann neugierig. Ich googelte die Papiere von ihr und dem Betreuer und diese bestätigten die Behauptungen aus dem Kommentar. Gut, jetzt ist für mich schwierig zu beurteilen, wie kompliziert der Schritt war, den sie geschafft hat. Relativ sicher ist auf jeden Fall, dass man das wohl kaum als *riesigen* Durchbruch werten kann. Telepolis hat noch eine weitere interessante Information gefunden, die die hysterische “NEUER SUPERAKKU HYPERVENTILIEREREI” der deutschen Medien endgültig entlarvt: Der neue Superkondensator hat eine Energiedichte, die nur bei etwa einem Zehntel der eines guten Smartphone Akkus liegt. Andersherum: Bei gleichem Energiegehalt wäre der Akku zehnmal so groß. Für ein Smartphone irgendwie nicht so toll … Bin mal gespannt, wie viele der deutschen Qualitätsmedien den Mumm haben, sich wie Basic Thinking wenigstens für den Mist zu entschuldigen, den sie da geschrieben haben: P.S. Unter Umständen ist der erste Preis des Intel ISEF Awards deutlich interessanter. Über diesen wurde aber auch in den Qualitätsmedien kaum berichtet. Es gab halte keine Gadget-Hype-Blogs, von denen man abschreiben konnte … http://www.societyforscience.org/document.doc?id=495 (jetzt kann ich wenigstens die 6 Tabs zumachen. Auch fein.) 10:56 pm • 23 Mai 2013
Yahoo betreibt bereits unter anderem Facebook und Google.
AUTSCH!
(gefunden über @doener)
Kann den Satz aber im Internet nirgendwo finden, das *könnte* ein Fake sein. Unvorstellbar erscheint das aber nicht, denn ein ähnlicher Satz lässt sich finden:
“Yahoo betreibt neben Google und Facebook eines der größten Anzeigensysteme im Internet.” (Yahoo kauft Tumblr: «Wir versprechen, es nicht zu versauen» - Computer - Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung)
Und wenn man da einen Redakteur-ohne-Ahnung™ kürzen lässt, erscheint der Artikel durchaus vorstellbar … 10:59 am • 21 Mai 2013
“Könnten Sie sich vorstellen, die AfD zu wählen?” 19% sagen ja. Und Zack hat man eine tolle Überschrift. So funktioniert Journalismus. Dass die Frage rein gar nichts bedeutet, dürfte der Durchschnittsleser kaum wissen. Auch nicht, dass man bei dieser Frage maximal eine Idee davon bekommt, wie viele Wähler eine Partei bekommen könnte. Wenn sie denn die eine der zig möglichen Parteien dann am Ende auch wählen. Und wenn sie überhaupt wählen. Würde man diese Frage mit 10 unterschiedlichen Parteien hintereinander stellen, würden die genannten Stimmen natürlich weit über 100% landen, wahrscheinlich eher bei 200 bis 300%. Die Piraten waren in ähnlichen Umfragen auch mal bei 30%, die FDP liegt wahrscheinlich heute noch bei 20% (oder so), und die Horst Schlämmer Partei lag auch bei 18%, kurz: der Wert der Antworten auf eine solche Konjunktiv-Frage ist eh schon sehr umstritten … Nun gut, hier endete die Diskussion auf Twitter … Die SZ muss aber nicht programmieren ;-), sondern kann nachhaken. Und ist der genauen Fragestellung nachgegangen … Und die lautete so: ““Die neu gegründete Alternative für Deutschland stößt bei den anderen politischen Kräften auf massive Kritik. Wie stehen Sie zur AfD, würden Sie der Partei bei der Bundestagswahl Ihre Stimme geben?”” Das ist natürlich keine richtig neutrale Frage. Und keine, die ein Meinungsforschungsinstitut stellen und akzeptieren sollte. Dass Handelsblatt und infratest-dimap eine so unsolide Umfrage stellen, ist dann doch einigermaßen enttäuschend. Wie das Handelsblatt die Alternative für Deutschland pusht - Politik - Süddeutsche.de So, jetzt ab, selber ein paar Statistiken fälschen ;-) Oder nachdem die Piraten so alt-öder Mist sind, die nächste Partei hypen … 11:07 pm • 22 April 2013
Nö, lieber Focus, bis jetzt kostete das noch gar nichts, weil das nur Kredite sind. (OK, so gut wie gar nichts, weil es nur in Griechenland einen Haircut für die Staatsanleihen gab, der für ein paar Milliarden Minus in den Staatskassen sorgte). Ich schließe nicht aus, dass von den Krediten noch mehr abgeschrieben werden (ich gehe sogar davon aus), aber es wird selbst dann nicht auf 100% Haircut hinauslaufen. Übrigens landen in Deutschland “nur” knapp 30% der Gesamtsumme, die in der Überschrift genannt werden, weil ja auch andere mithaften und zahlen. Es geht also aus unserer deutschen Sicht um etwa 50 Mrd., nicht um nahezu 200 Milliarden. Aber das wäre wohl eine wesentliche ungeilere Überschrift gewesen … 12:45 pm • 18 April 2013
Ich habe mich dieses Jahr (wie der Hauptpreisabsahner blicklog auch) entschieden, mich zu enthalten. Nach einem guten Spiel soll man passen, sagt der alte Doppelkopfspieler in mir (außerdem habe ich auch in schwankender Qualität und vor allem Quantität gebloggt) Nicht wirklich überraschend sind trotzdem jede Menge interessante Blogs dabei, unter denen jetzt gewählt wird. Der Preis wird am 6. Mai auf der Republica13 verliehen, auf der ich übrigens anwesend sein werde. Vom Kaffee bis Bierchen stehe ich für einen Plausch bis zu Fechtkämpfen im Innenhof zur Verfügung. P.S. Ich weiss schon, für wen ich stimmen würde, wenn ich denn abstimmen dürfte ;-) Es ist eines der 5, die ich lese ;-) 2:51 pm • 3 April 2013
— Haha, passender Kommentar. Aber das Problem kenne ich ja auch … Google Adsense bringt ja auch komische Werbung, selbst nachdem ich die “Get-Rich-Dinge” blockiert habe. Aber so lange über kaum geklickte Werbung mehr Geld kommt als über Flattr, mache ich das auch weiter … (Vor allem weil die Amazon Variante ja auch nicht ganz unumstritten ist …) 11:44 am • 4 März 2013
Aus aktuellem Anlasse aktualisiert. Ich hatte ja mal angeregt, eine Positivliste zu pflegen, weil diese viel übersichtlicher sein wird. Aber die umgezogene Version ist dann irgendwann wohl eingeschlafen … Auf die Frage, wen verlinkt man so bevorzugt (oder ausschließlich), findet man so keinen guten Hinweis. Aber wer weiss, vielleicht kann man die ja wieder aufleben lassen … 5:45 pm • 1 März 2013
— Gute Frage! Antwort ist “ziemlich eng”. Schon etwas älterer Artikel bei telepolis, aber wer den noch nicht gelesen hat, kann das gerne noch nachholen. Inwieweit auch den Wirtschaftsjournalismus betrifft, ist schwierig zu sagen. Die üblichen Verdächtigen (z.B. INSM) tauchen in der Netzgrafik nicht auf. Aber ich schätze, die Mechanismen sind ähnlich. Wirtschaft und Wissenschaft und Medien gehen hier auch Hand in Hand. Über Studien, über Konferenzen, über Interviews. Journalismusforschung:”Ganz auf Linie mit den Eliten” | Telepolis
"Ob der von Ihnen zu vertretene Mix aus Anzeigen seriöser, halbseidener und krimineller Anbieter das Maß aller Dinge ist, um Ihren täglichen Einsatz wertschätzend zu honorieren, lasse ich mal dahingestellt."
"Wie eng verbunden sind deutsche Spitzenjournalisten mit anderen Eliten unserer Gesellschaft?"