Kurzfristig steht ausreichend Geld zur Verfügung.
Mittelfristig sieht die Sanierung vor, dass das Stadion in den Besitz der Stadt Duisburg übergeht und danach die Miete von 5 auf 1,7 Millionen Euro pro Saison sinken soll.
Im Klartext: Die eh schon hoch verschuldete Stadt Duisburg soll das Stadion für einen Haufen Geld - um nicht zu sagen zu viel Geld - kaufen, um es dann für wenig Geld - um nicht zu wenig Geld - an den MSV zurückzuvermieten.
Klingt jetzt irgendwie nicht nach einem guten Deal für den Steuerzahler …
MSV: Kurzfristige Rettung geglückt | Fußball - 2. Bundesliga | RevierSport online
8:54 pm • 23 Mai 2013
— Krass! Steueroasen-Anonym-Geschäfte als “Standardprodukt”. Schwyzer … Update (24.05.13): Zurückgetreten. Was ne gemeine Welt. Nicht einmal mehr der Kauf von Standardprodukten einer Schweizer Bank ist noch unverdächtig ;-) 3:32 pm • 23 Mai 2013
Ist der Deutschen Bank der Gewinn wichtiger als Recht und Moral? Das fragt das ZDF und klagt an. Es ist die Aneinandereihung der diversen Skandale, in die die Deutsche Bank in den letzten Jahren verwickelt war. LIBOR-Manipulation. Kunden schlechte Produkte (Zinsdifferenzgeschäfte) angedreht. Risiko von Produkten verschwiegen. Manipulation bei CO2 Zertifikaten. CDOs (US-Immobilien), etc. pp. Ein paar dieser Geschäfte werden genauer vorgestellt. U.a. ein Zinsdifferenzgeschäft an einen Mittelständler. Das CO2-Umsatzsteuerkarussell, an dem die Deutsche Bank (möglicherweise aber unwissend) beteiligt war. Und die Bilanzfälschungen in der Finanzkrise, in der die Deutsche Bank Schrottpapiere weiter zu den alten Kursen bilanziert haben soll und so die Vermögensseite der Bilanz um 16 Mrd. Euro zu hoch ausgewiesen haben. Die Deutsche Bank kommt kaum zu Wort, es ist ziemlich einseitig. Aber nun ja. Kann man sich anschauen, habe schon deutlich schlechtere Dokus zu Wirtschaftsthemen gesehen … Oben als Video bei Youtube oder bis mindestens zum 27.5.in der ZDF Mediathek: Unheimliche Geschäfte - ZDF.de ohne Flash (und mit Rechtsklick runterladbar …): http://www.vavideo.de/video/317968/unheimliche-geschafte.html 8:30 am • 23 Mai 2013
So. Ein Link zur Bild. Da habt ihr’s … Aber die Ausnahme ist gut begründet. Neben der unsäglichen Überschrift ist die Zusammenfassung des geheimen Untersuchungsberichts der EU nämlich ganz gut und außerdem - sehr lobenswert - hat die Bild das Dokument auf ihrem Server zur Verfügung gestellt (sonst wüsste ich ja auch nicht, dass die Zusammenfassung was taugt …). Der Bericht belegt alle Vorurteile über das zyprische Bankensystem. Briefkastenfirmen en masse, lasche Kontrollen, wenig Überwachung. In den Details wird es durchaus spannend. Viele der Kontoinhaber sind über mehrere Stufen mit Treuhändern und Zwischenholdings getarnt. Als wenn das noch nicht kompliziert genug wäre, ändern sich diese Konstruktionen häufig. Das alles dient natürlich nur zur Tarnung des eigentlichen Besitzer, der schon wissen wird, warum er sich tarnt und warum er so viele Anwälte dafür bezahlt … Das führt im Endergebnis dazu, dass die zyprischen Banken in 27% der Fälle gar nicht wissen, wem das Geld auf dem Konto eigentlich gehört. Dass die zyprischen Banken dazu durchaus in der Lage wären, zeigt der Anteil der unklaren Daten bei den vergebenen Krediten: Hier liegen nur in 11% der Fälle unklare Daten vor. Kurz: Wenn die Bank Geld bekommt, prüft sie lasch, wenn sie Geld verleiht, legt sie Wert darauf, den Besitzer zu kennen. Das Ganze wird noch schlimmer, wenn man weiss, dass das zyprische Unternehmensverzeichnis einen Bearbeitungsstau von 10 Jahren hat (meldet Bild, im Dokument finde ich das nicht). Bei einem derart schlecht gepflegten Firmenregister wird das Auseinanderklamüsern (ich liebe dieses Wort, merkt man, gell?) der eh schon komplizierten Firmen-Holding-Treuhänder-Strukturen quasi unmöglich. Auch die Erkennung von Geldwäsche bei den Banken scheint (absichtlich?) schlecht zu funktionieren. Die Wirtschaftsprfüfer von Deloitte habe bei einem schnellen Scan über die größten Konten 29 auffällige Transaktionen gefunden, die Banken selber keine einzige … Das Originaldokument bekommt man hier. Update (16:06); Pantelouris findet den Bild-Artikel unterirdisch. Nun ja, das sehe ich anders (auch wenn er einige valide Punkte anspricht, allerdings auch vieles verschweigt. Denn die Bild hat sich die Sachen ja nicht ausgedacht, die stammen von der EU) Mein dir deine Bildung! « Michalis Pantelouris 3:34 pm • 22 Mai 2013
“reden” ist doch der passende Begriff in diesen Kreisen, oder ;-) ? Großbritannien hat den Druck auf seine Steuerparadiese jetzt so weit erhöht, dass diese Kontendaten an die EU weitergeben. Auch Deutschland bekommt damit Zugriff auf eventuelle Schwarzgeldkonten. (Die Kanalinseln reagierten schon früher mit einer Steueramnestie, wie sie auch zwischen der Schweiz und Deutschland im Gespräch war). Das psychologische Moment dieser Aktionen auf die superreichen Steuerhinterzieher dieser Welt würde ich nicht unterschätzen, auch wenn die Menge Geld, die dabei in die Staatskassen gespült wird, überschaubar bleiben dürfte. 1:35 pm • 2 Mai 2013
OK, dank der 20 Mio., die er sich vor kurzem eingesteckt hat, fällt er weich. So rein psychologisch wird die Geste, die 20 Millionen in Aktien, die man als Bonus bekommt, direkt am gleichen Tag noch zu verticken, nicht so gut angekommen sein. Namen, die man sich nicht ausdenken kann: Rich Ricci - egghat’s not so micro blog Auch am Libor rumzudrehen sind Sachen, mit denen Barclays jetzt nichts mehr zu tun haben. Neben dem Investmentbankingchef Ricci muss auch der für die Vermögensverwaltung zuständige Kalaris gehen. Damit hat Barclays jetzt aus personeller Sicht die alte Führungsriege entsorgt. Ob dieser Politikwechsel aber auch in den Köpfen der Verbliebenen ankommt, wage ich zu bezweifeln …. Barclays-Chef putzt durch - Wallstreetjournal.de 9:24 pm • 18 April 2013
Auf Kosten der Gläubiger, denn Solar Millenium ist ja inzwischen insolvent. Leider ist die Summe (noch?) unbekannt, die Claassen jetzt mit dem Insolvenzverwalter ausgehandelt hat. Zum Hintergrund: Claassen hatte nach seiner wenig ruhmreichen Zeit bei EnBW einen hochdotierten Vertrag bei Solar Millenium unterschrieben, der ihm unter anderem 9 Mio. Euro Antrittsprämie sicherte. Nach 74 warf Claassen dann hin. Sein Vorwurf: Solar Millenium habe ihn getäuscht, die wirtschaftliche Situation der Firma sei viel zu positiv dargestellt worden. Claassen forderte 7 Millionen ihm noch zustehendes Gehalt. Solar Millenium konterte mit: Claassen soll bei Solar Millennium nur 15 Tage gearbeitet haben? - egghat’s not so micro blog Eine gute Zusammenfassung hat die SZ: Solar Millennium - Claassen fordert bis zu 200 Millionen - Wirtschaft - Süddeutsche.de Naja, jetzt ist es vorbei. Solar Millennium und Ex-Chef Claassen einigen sich | tagesschau.de OK, nicht ganz vorbei, denn die Schadensersatzforderungen gegen die US-Töchter von Solar Millenium hält Claassen weiterhin aufrecht. 3:01 pm • 8 April 2013
Die 600.000, die Cahuzac bereits dort hatte, waren nur die Spitze des Eisbergs. Wenn ihr Euch nach der Sendung bei Günter Jauch und den ganzen Phrasendreschereien wundert, warum die Politik so viel über Steueroasen redet und in der Praxis so wenig davon umsetzt, fragt ihr euch jetzt wahrscheinlich nicht mehr … Nein, nicht alle Politiker sind korrupt und hinterziehen selber aktiv Steuern. Aber die Politiker kennen genügend Leute, die das tun, und die permanent erzählen, wie wichtig freier Kapitalverkehr, das Bankgeheimnis, etc. pp. seien. Deutschland wäre quasi am Ende, wenn es das nicht gäbe … Was natürlich Quark ist. Die Steuersparmodelle von Amazon, Google, Apple, Microsoft, Starbucks, etc. pp. (die im Gegensatz zu vielen Schwarzgeld-Steueroasenmodellen völlig legal sind), sind auch seit Jahren bekannt und kosten den europäischen Staaten Milliardeneinnahmen, dagegen gemacht wird trotzdem nichts. 11:34 am • 8 April 2013
Nicht der Betrug, sondern zwei Dinge: a) Jetzt schuldig wegen eines Vorfalls in 2007. 2007? Er hat sich selber gestellt? Hat Goldman Sachs das nicht bemerkt (Der Trader wurde gefeuert, also eher unwahrscheinlich)? Oder hat Goldman Sachs das nicht angezeigt, ergo vertuscht? b) Gesamtvolumen des nicht genehmigten Geschäfts im S&P Future: 8,3 Milliarden Dollar. (Gab am Ende 120 Mio. Dollar Minus für Goldman Sachs). 3:54 pm • 4 April 2013
muss man sein Geld einfach nur gut anlegen. Also zum Beispiel ein Stück Land 1998 für 421.000 Euro zu kaufen und das 13 Jahre später für 22,7 Millionen Euro wieder zu verkaufen. Das ist Faktor 54! Verkäufer und späterer Käufer war in beiden Fällen die Stadt Madrid. (Werde den Trick mal RWO verraten. Dummerweise gibt es hier keine Stadt, die dem Verein so viel Geld in den Allerwertesten schieben will …) Die EU Wettbewerbsbehörde hat jetzt vorläufige Ermittlungen wegen des Verdachts auf unerlaubte Staatshilfen eingeleitet. Ich halte solche Deals für ziemlich gängig (wenngleich auch falsch), die EU untersucht zum Beispiel auch 5 holländische Vereine. Und in England wurde West Ham United der Einzug in das neue Olympia-2012-Stadion verboten, weil das eine unerlaubte Staatshilfe darstellen könnte. Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass in Schalke ein ähnlicher stattgefunden hat. Damals (2006) ging es Schalke finanziell richtig dreckig und der Verein bekam von der Stadt das alte Parkstadion für eine Euro. Schalke aktivierte das Gelände aber umgehend für 15,6 Millionen Euro in der Bilanz. Und schwupps sah die sehr leere Vermögensseite der Bilanz um einiges angenehmer aus. Bilanzfälschung: Ermittlungen gegen Schalke 04 | Online | ZEIT ONLINE Die Umsetzung des Financial Fairplays der UEFA wird noch lustig … Danke an @herzi für den Hinweis auf ADN."Das Produkt wurde in dieser Form von der UBS als Standardprodukt angeboten, um Käufern die gebotene Privatsphäre zu bewahren"
ZDF Doku: Unheimliche Geschäfte
Die Skandale der Deutschen Bank