Führungswechsel in der Forbes Rangliste.
- Real Madrid: 2,601 Mrd. €
- Manchester United: 2,493 Mrd. €
- Barcelona: 2,046 Mrd. €
- Arsenal: 1,045 Mrd. €
- Bayern: 1,032 Mrd. € (zum ersten Mal über 1 Mrd.)
- AC Milan: 0,754 Mrd. €
- FC Chelsea: 0,710 Mrd. €
- Juventus Turin: 0,547 Mrd €
- Manchester City: 0,543 Mrd. €
- FC Liverpool: 0,512 Mrd. €
Schalke 04 kommt auf 12 (498 Mio. Euro), Borussia Dortmund auf 13 mit 456 Mio. Euro. Aus unerfindlichen Gründen ist auch der 2:9 (gegen Bayern) und 1:8 (gegen RWO 1970) HSV noch in der Liste und soll 300 Millionen Euro wert sein.
PSG kommt gar nicht (aber Lyon und Marseille), russische Vereine oder türkische Vereine auch nicht. Immerhin ist mit Corinthians ein Verein aus den “Emerging Markets” dabei.
10:40 pm • 17 April 2013
Und die Frage, was an der D-Mark-Zeit unter Kohl eigentlich so toll gewesen sein soll … Ich mag dieses Europa lieber als zu einfache Erklärungen spätmittelalter Männer, die sich immer benachteiligt fühlen, weil sie es auch sind: Das Leben und die Liebe küssen keine bitteren Kleingeister, weder in Bad Nauheim, noch im Parlament, weder in Mantua noch in Rom. (Das ist natürlich keine volkswirtschaftliche Analyse, denn italienischen Barock, byzantinische Tempel und römische Bikinimädchen gab es auf Sizilien auch schon vor dem Euro …) Spätmittelalte Männer träumen von alten Reichen - Stützen der Gesellschaft 10:33 am • 16 April 2013
— Bundesbank März 1998 zum Euro. Damals ging es allerdings nicht um Griechenland, sondern um die hohen Schuldenstände in Italien und Belgien. Wer jetzt die Bundesbank als “total prophetisch” einordnen möchte, dem muss leider gesagt werden, dass auch die Bundesbank Mehrheit “keine unvertretbaren Risiken” in der Währungsunion sah (oder diese aus politischem Druck nicht sehen durfte …). Vielleicht hat die Bundesbank auch auf eine höhere Geschwindigkeit in Richtung politischer Union gesetzt. Aber irgendwie ist in dieser Richtung in den anderthalb Jahrzehnten nach diesem Euro-Protokoll nicht wirklich viel passiert . 9:30 am • 31 März 2013
Zuammengerechnet für die 20 Vereine der ersten italienischen Fußballliga. Damit liegen die Schulden inzwischen ziemlich genau auf Höhe des Jahresumsatzes (1,64 Mrd. nach 1,63 Mrd. im Jahr zuvor). Der laufende Verlust scheint nur deshalb leicht gesunken zu sein, weil mit Ibrahimovic und Thiago hohe Transfererlöse eingefahren wurden. Immerhin: 8 von 20 Vereinen schrieben schwarze Zahlen. Es könnte eine leichte Stabilisierung eingetreten sein. Aber nun ja, vielleicht auch nur gezwungenermaßen, weil den Vereinen einfach kaum noch jemand Geld leihen will … 4:51 pm • 30 März 2013
Durchschnittsvermögen bedeutet: Median des Haushaltsvermögens, also das Vermögen in der Mitte, bei dem eine Hälfte der Bevölkerung ärmer und die andere Hälfte reicher ist. Mögliche Probleme beim Vergleich der Länder: Die unterschiedliche Größe der Haushalte in den einzelnen Ländern könnte die Zahl unter Umständen verfälschen. Das schaue ich jetzt nicht nach. Dazu warte ich die methodisch einheitlichen Zahlen der EZB ab. Die deutschen Zahlen sind zwar nach dieser Methode berechnet, die Zahlen aus dem Ausland aber noch nicht. Methodisch richtig problematisch wird die Berücksichtigung der Altersvorsorge. Wenn in einem Land das Rentensystem gut ausgebaut ist und die Bürger diesem System vertrauen, wird dort natürlicherweise weniger gespart als in einem Land, in dem niemand dem Rentensystem traut. Das könnte die Unterschiede zwischen Deutschland und Italien erklären. Außerdem muss man sich fragen, mit welchem Wert die Immobilien in die Rechnung eingehen. Gerade in Spanien dürften einige Immobilienbesitzer inzwischen ein negatives Nettovermögen haben, weil die Schulden den gesunkenen Wert der Immobilie übersteigen. Eigentlich müsste man sich die Zahlen in Hinblick auf die Vermögensverteilung in Deutschland mal genauer anschauen, aber mit fehlt gerade die Zeit dafür. Update (23:04): Auch die Welt stellt ein paar richtige Fragen: Vermögensstudie : Bundesbank rechnet die Südeuropäer reich - Nachrichten Geld - DIE WELT Sie weist u.a. auf die unterschiedlichen Jahre hin, in denen die Daten erhoben wurden. Außerdem weist die Welt (wie ich) darauf hin, dass die Ansprüche aus den Sozialsystemen nicht erfasst sind. Und darauf, dass sich Immobilienbesitzer in Deutschland gerne reicher schätzen als sie es sind. Die böse Überraschung kommt, wenn die Immobilie auf den Markt kommt und der Makler bei der Preisvorstellung schweigt und schluckt … 4:21 pm • 21 März 2013
6,75% für Bankeinlagen bis 100.000 Euro, 9,9% ab 100.000 Euro. Dieser Teil des Geldes ist dann mal weg … Löste natürlich einen kleinen Bankrun (Die Welt spricht von “einigen Dutzend”) aus, sprich Kunden haben die Banken, die am Samstag geöffnet hatten, gestürmt und wollten ihr Geld abheben. Klappt natürlich nicht, die Onlinesysteme wurden in der Nacht bei fast allen Banken abgeschaltet. Die Sparer waren wenig begeistert … Spannender als dieser kleine Haircut in Zypern ist natürlich die Signalwirkung, die von diesem Schritt ausgehen könnte. Was machen die Sparer in Spanien, Italien oder Portugal, die jetzt auch Angst um ihre Ersparnisse bei der Bank bekommen könnten? Die europäischen Politiker betonen natürlich die Einmaligkeit des Schrittes, aber wer glaubt schon Politikern? In den letzten Monaten haben sich die Einlagen bei den Banken ja stabilisiert, vielleicht ist dieser positive Trend jetzt zu Ende … Privatanleger : Zyprer versuchen vergeblich, ihr Geld zu retten - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT 1:49 pm • 16 März 2013
… Die Medien tun sich schwer, ich auch. Das Handelsblatt zitiert ihn heute so: “Wir müssen uns doch fragen: Was ist aus Europa geworden ? Warum haben wir keine gemeinsame Informationspolitik, keine gemeinsame Steuerpolitik, keine gemeinsame Politik der Immigration ? Warum hat sich nur Deutschland bereichert” Die FAZ so: “Deshalb müsse das Land umdenken. Es müsse die Produktivität stark steigern - hier sei Deutschland ein Vorbild” Hmmm. Laut Handelsblatt will Grillo über den Euro abstimmen lassen, laut FAZ über den Lissabon Vertrag. Das ist jetzt nicht wirklich dasselbe … Habt ihr irgendwo was Gutes zu Grillo gelesen, das ihr mir empfehlen könnt? Update (15:18): @Alex13wetter hat mir auf Twitter ein paar Lesetipps geschickt. Auch wenn ich die noch nicht gelesen habe, sammle ich die hier schon mal: Q&A: Italian Comedian-Kingmaker Beppe Grillo on Internet and Politics | TIME.com Maybe Italy’s Politicians Aren’t Crazier Than Ours : The New Yorker Beppe Grillo, Italy’s Gadfly, Reflects a Movement - NYTimes.com Insight: Beppe Grillo - Italian clown or political mastermind? | Reuters Update 2 (22:41): Noch ein paar Sachen von Jogi Tee, die über Facebook reinkamen (Das Mysterium…) (Danke!) Ein Interview mit Grillo im schwedischen Fernsehen (teilweise ziemlich verträumt, aber nun ja, wer nichts ändern will, braucht auch nicht in die Politik zu gehen …). Wenn ihr nur eins schaut, dann das. Ist zwar 15 Minuten lang, aber … Ein Arte Bericht: Italy prepares to meet the ‘Grillini’: young, civic-minded and female | World news | The Guardian Update 3 (23:04) Die gleiche Frage, die ich gestellt habe, hat auch Martin Lindner schon auf G+ gestellt (Martin Lindner - Google - ich bin immer noch unglücklich mit der…). Da findet man noch einiges mehr, erwähnenswert sind IMHO aber mindestens diese: Eine gute Wahl | Presseurop (Deutsch) Auch über die Konstruktion der “5 Sterne” und warum das Internet eine so immens wichtige Rolle spielt (erinnert irgendwo an die Piraten, ein Aspekt, den man auch im Interview mit dem schwedischen Fernsehen nicht übersehen kann). Beppe Grillo Die sagenhafte Revolution aus dem Internet • format.at Und in der Jungle World eine durchaus kritische Betrachtung: 11:06 am • 13 März 2013
Eine Stufe weniger als zuvor. Der Ausblick bleibt auch nach der Herabstufung auf “negativ”. Grund: Wirtschaft schwach, möglicherweise schwächer als erwartet. Außerdem sei die Unsicherheit nach der Anti-Euro-Wahl und dem anschließenden Patt gestiegen. Damit hat mit Fitch auch die letzte der drei großen Ratingagenturen Italien in die B-Klasse herabgestuft. Moody’s hat Italien sogar noch eine Stufe niedriger, also nur noch zwei Stufen vom Junk entfernt. Fitch stuft Bonität Italiens herab - Italien in der Krise - derStandard.at › Wirtschaft 10:04 pm • 8 März 2013
Alternativ könnte Italien auch aus dem Euro austreten. Was der Euroaustritt allerdings an der Grundsituation - zu hohe Schulden - ändern soll, ist etwas unklar. Denn die im Ausland gehaltenen Schulden wären nach einem Euro-Austritt ja noch schwieriger zurückzuzahlen als bisher (weil sie mehr wert würden). Ich finde es ehrlich gesagt schade, dass Grillo die Feinde und Probleme in Italiens vor allem im Ausland sucht. Steuerhinterziehung, Schwarzgeld und Steuerflüchtlinge richtig zu bekämpfen, würde Italien spürbar weiterbringen. Das Leistungsbilanzdefizit ist nämlich so klein, dass da eigentlich keine konkrete Gefahr droht. (Grillo hat natürlich insofern recht, als dass mit einem Schuldenerlass Italien sofort aus dem Schneider wäre. Dann wäre das Land sofort aus dem Schneider …) Grillo: Politisches System Italiens wird zusammenbrechen - Italien - derStandard.at › International 3:21 pm • 2 März 2013
Wegen zu hoher Unsicherheit nach dem Wahlausgang … Als wenn Spekulationen über einen Austritt nicht genau für das sorgen würden, was (angeblich) bekämpft werden soll … Nämlich MEHR Unsicherheit … Unfassbar …
"Letzten Endes ist eine Währungsunion damit eine nicht mehr kündbare Solidargemeinschaft, die nach aller Erfahrung für ihren dauerhaften Bestand eine weitergehende Bindung in Form einer umfassenden politischen Union benötigt"