"Aber all die [DAX]-Gewinne werden nicht ausreichen, diese Schäden zu bezahlen, die im Moment angerichtet werden."
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Mal wieder ein Vor-Ort-Bericht von DonAlphonso aus Italien. Kein schöner …
:::denn sie wissen nicht, was sie tun sollen:::
Denn mit der Überschrift ist das gemeint …
7:34 pm • 24 Mai 2013
Es heisst nicht umsonst Abwärtsspirale. Erst geht’s am Immobilienmarkt bergab, dann mit den Immobilienkrediten, dann mit den Verbrauchern, dann mit den Verbraucherkrediten, dann mit den Unternehmen, dann mit den Unternehmenskrediten. Und jede neue Stufe sorgt dafür, dass die anderen Stufen zuvor noch etwas weiter nach unten führen als bislang. Mit den Immobilienkrediten scheinen die spanischen Banken jetzt im wesentlichen durch zu sein (wenn da nicht doch noch eine erneute Abwärtswelle kommt), nun folgen die Unternehmenskredite. Nun ja, kein Wunder. Wenn niemand mehr baut und niemand mehr konsumiert, geht es Unternehmen auch nicht wirklich gut … 10 Mrd. Euro könnte die Banken diese neue Krisenfront kosten. Warten wir mal ab. Die spanische Zentralbank ist auch vergleichsweise ruhig und glaubt, dass die Banken das aus eigener Kraft schaffen können. 2:39 pm • 24 Mai 2013
So. Ein Link zur Bild. Da habt ihr’s … Aber die Ausnahme ist gut begründet. Neben der unsäglichen Überschrift ist die Zusammenfassung des geheimen Untersuchungsberichts der EU nämlich ganz gut und außerdem - sehr lobenswert - hat die Bild das Dokument auf ihrem Server zur Verfügung gestellt (sonst wüsste ich ja auch nicht, dass die Zusammenfassung was taugt …). Der Bericht belegt alle Vorurteile über das zyprische Bankensystem. Briefkastenfirmen en masse, lasche Kontrollen, wenig Überwachung. In den Details wird es durchaus spannend. Viele der Kontoinhaber sind über mehrere Stufen mit Treuhändern und Zwischenholdings getarnt. Als wenn das noch nicht kompliziert genug wäre, ändern sich diese Konstruktionen häufig. Das alles dient natürlich nur zur Tarnung des eigentlichen Besitzer, der schon wissen wird, warum er sich tarnt und warum er so viele Anwälte dafür bezahlt … Das führt im Endergebnis dazu, dass die zyprischen Banken in 27% der Fälle gar nicht wissen, wem das Geld auf dem Konto eigentlich gehört. Dass die zyprischen Banken dazu durchaus in der Lage wären, zeigt der Anteil der unklaren Daten bei den vergebenen Krediten: Hier liegen nur in 11% der Fälle unklare Daten vor. Kurz: Wenn die Bank Geld bekommt, prüft sie lasch, wenn sie Geld verleiht, legt sie Wert darauf, den Besitzer zu kennen. Das Ganze wird noch schlimmer, wenn man weiss, dass das zyprische Unternehmensverzeichnis einen Bearbeitungsstau von 10 Jahren hat (meldet Bild, im Dokument finde ich das nicht). Bei einem derart schlecht gepflegten Firmenregister wird das Auseinanderklamüsern (ich liebe dieses Wort, merkt man, gell?) der eh schon komplizierten Firmen-Holding-Treuhänder-Strukturen quasi unmöglich. Auch die Erkennung von Geldwäsche bei den Banken scheint (absichtlich?) schlecht zu funktionieren. Die Wirtschaftsprfüfer von Deloitte habe bei einem schnellen Scan über die größten Konten 29 auffällige Transaktionen gefunden, die Banken selber keine einzige … Das Originaldokument bekommt man hier. Update (16:06); Pantelouris findet den Bild-Artikel unterirdisch. Nun ja, das sehe ich anders (auch wenn er einige valide Punkte anspricht, allerdings auch vieles verschweigt. Denn die Bild hat sich die Sachen ja nicht ausgedacht, die stammen von der EU) Mein dir deine Bildung! « Michalis Pantelouris 3:34 pm • 22 Mai 2013
— Leserbriefe zum Lucke-Interview: Liebe AfD-Freunde … - Deutschland - Politik - Handelsblatt 1:48 pm • 16 Mai 2013
Positives Wachstumsimpulse kamen ausschließlich aus dem privaten Konsum. Beim schwachen Wachstum muss man allerdings das sehr winterliche Wetter berücksichtigen, dass gerade im Bau das Wachstum drückte. Auf den ersten Blick ist Deutschland damit ganz knapp an einer Rezession vorbeigeschrappt (1 Quartale mit BIP Minus nacheinander), allerdings muss man dafür großzügig über die Korrektur das Vorquartals hinwegsehen. Das BIP wird nämlich nun bei -0,7% gesehen, was 0,1 Prozentpunkte mehr sind als in der letzten Schätzung. Rechnet man diese Senkung des Ausgangsniveaus mit in die Änderung herein, hätte es kein Wachstum im 1. Quartal 2013 gegeben. Aber für solche Spitzfindigkeiten ist es eigentlich zu früh, denn die Zahlen für das erste Quartal stellen nur eine Vorabschätzung da. Diese können (und werden) sich noch ändern … Im Jahresvergleich liegt die deutsche Wirtschaft nun im Minus. Drei Quartale mit Mini-Wachstum steht ein Quartal (Q04-12) mit einem dicken Minus gegenüber. Insgesamt liegt das Jahresminus bei 0,25%. (Ob die Eurostat das so berechnet wie ich, weiss ich nicht. Dort gibt es die Zahlen noch nicht, obwohl sie im Veranstaltungskalender angekündigt sind. Schlafnasen …) 9:31 am • 15 Mai 2013
Ziemlich interessante Überlegungen, wenn auch noch nicht spruchreif. Die EU hat Angst, dass Großanleger bei Banken einen Bankrun auslösen, wenn Einlagen ab 100.000 Euro nicht versichert sind. Also sollen auch diese höheren Einlagen abgesichert werden. Dagegen ist erst einmal wenig einzuwenden, denn die Auswirkungen sind für eine Bank die gleichen, egal ob 100.000 Sparer 10.000 Euro abheben oder 1.000 Sparer 1.000.000 Euro: Die Bank hat in beiden Fällen ein Problem … Die Leidtragenden der angedachten Änderung wären die Gläubiger der Bank, also die Anleger, die der Bank über Bankanleihen wie Bankobligationen Geld geliehen haben. Diese würden im Fall einer Pleite erst nach den Sparern Geld aus der Verwertung bekommen; erst die Sparer, dann die Gläubiger. Das wäre also genau das Gegenteil von dem, was in Zypern passiert ist. Dort wurde nur auf die Spareinlagen oberhalb von 100.000 Euro zugegriffen, die Bankanleihen hingegen wurden komplett verschont (wie die ersten 100.000 Euro Spareinlagen auch). Für eine systematische Behandlung von Bankpleiten sprechen diese ganzen Überlegungen nicht. Das ist mehr oder weniger reine Willkür. Einmal sollen die Gläubiger zuerst leiden, dann vorrangig die Sparer. Einmal sollen alle Sparer geschnitten werden, dann nur die mit hohen Einlagen. Seit mehr als 5 Jahren fordern alle Politiker ein Framework für die Abwicklung von insolventen Banken, weitergekommen sind wir bisher nicht einen einzigen Schritt … 8:30 am • 15 Mai 2013
Wenig überraschend ist das eine Senkung gegenüber den vorherigen Prognosen: EU-Winterprognose: 2013 0,1% (EU27), -0,3% EU17 - egghat’s not so micro blog Und bei der Prognose im Herbst wurden noch 0,4% (EU27) bzw. 0,1% (EU17) BIP Plus gesehen, was angesichts der Fehleinschätzung des letzten Quartals 2012 (das entgegen der Prognose im Minus landete), schon deutlich daneben ist. Naja, zur neuen Prognose: 2013 wird jetzt auch für die Gesamt-EU (EU27) mit 0,1% im Minus gesehen, das Minus der Eurozone (EU17) wurde leicht auf -0,4% erhöht. 2014 werden jetzt in der EU27 +1,4% (vorher +1,6%) und in der EU17 +1,2% (vorher +1,4%) gesehen. Die einzelnen Änderungen sind (wie die Gesamtsumme) wenig dramatisch. (Insgesamt schon, denn die EU-Kommission hat ja viermal im Jahr Gelegenheit, die Prognosen zu senken …). Frankreich wird jetzt leicht unter Null gesehen, was dann technisch eine Rezession wäre. Aber nun ja, so wahnsinnig groß ist der Unterschied zwischen plus und minus 0,1% dann auch nicht. Spannender schon die Änderung in Zypern. Dort werden jetzt 8,7% BIP-Minus für 2013 und weitere -3,9% für 2014 gesehen (vorher -2,5 und -1,3%). Dass die alte Prognose VIEL zu optimistisch war, hatte ich ja bereits geschrieben (Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Wie tief wird die Rezession in Zypern?). Und auch die neue Vorhersage scheint mir angesichts des fehlenden Geschäftsmodells für Zypern noch zu positiv zu sein. In Zypern ist durch den Haircut auf die Konten mit mehr als 100.000 Euro im Prinzip das gleiche passiert wie in Spanien oder Irland. Dort lag das Vermögen in Immobilien (die jetzt deutlich weniger wert sind, siehe Immobilienpreise in Europa seit 2000 bis heute. … - egghat’s not so micro blog), die Schulden hingegen sind genau so und weiterhin vorhanden wie zuvor. Und das war noch nie eine gute Basis für einen Wirtschaftsaufschwung. Übrigens muss man mit der neuen Prognose für das BIP auch die Prognose für den Schuldenstand Zyperns (der ja in Prozent des BIPs gemessen wird) überarbeiten. Dieser wird jetzt bei 109,5% des BIPs 2013 und 124% 2014 gesehen. http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/european_economy/2013/pdf/ee2_en.pdf 12:56 pm • 3 Mai 2013
Immobilienpreise in Europa seit 2000 bis heute. Ziemlich interessant. Kurz mal festgehalten, kann ich bestimmt noch mal gebrauchen. Krasser Anstieg und Verfall in Irland. Boom und Bust. Zurück auf Los. Überraschend, wie hoch die Immobilienpreise in Spanien noch sind (worin durchaus Restrisiko stecken könnte). Interessant auch Frankreich, wo sich die Immobilienpreise auf einem Niveau stabilisiert haben, das mehr als doppelt so hoch liegt wie 2000. Und Deutschland ist in solchen Vergleichen natürlich auch immer der Hammer. Im Landesdurchschnitt hat sich hier kaum etwas getan. Nicht einmal 20% sind die Immobilienpreise gestiegen, was unterhalb der Inflationsrate liegt. Allerdings sehen Metropolen (v.a. im Süden) komplett anders aus. Etwas übertrieben dürften die Preise da in den letzten 13 Monaten so stark gestiegen sein wie im Landesdurchschnitt in den letzten 13 Jahren … gefunden über http://twitter.com/aussietorres/status/330238171080192000 11:00 am • 3 Mai 2013
Der Zins auf die Marginal Lending Facility sinkt sogar um 0,5 auf 1,0%. Das ist der “Notfallzinssatz”, zu dem sich die Banken über Nacht Geld bei der EZB leihen können (normalerweise regeln die Banken das untereinander). Der Zins für Über-Nacht-Einlagen bei der EZB bleibt unverändert, aber bei 0,0% war da auch nichts mehr zu senken … Alle Zinssätze sind die niedrigsten aller Zeiten. Insgesamt so erwartet, dass das Ausbleiben einer Senkung wohl für mehr Bewegung gesorgt hätte. Im DAX tat sich fast gar nichts, der Euro notierte etwas einen halben Cent niedriger, aber davon holte er auch schon wieder etwa die Hälfte auf. ECB: Monetary policy decisions 2:51 pm • 2 Mai 2013
“reden” ist doch der passende Begriff in diesen Kreisen, oder ;-) ? Großbritannien hat den Druck auf seine Steuerparadiese jetzt so weit erhöht, dass diese Kontendaten an die EU weitergeben. Auch Deutschland bekommt damit Zugriff auf eventuelle Schwarzgeldkonten. (Die Kanalinseln reagierten schon früher mit einer Steueramnestie, wie sie auch zwischen der Schweiz und Deutschland im Gespräch war). Das psychologische Moment dieser Aktionen auf die superreichen Steuerhinterzieher dieser Welt würde ich nicht unterschätzen, auch wenn die Menge Geld, die dabei in die Staatskassen gespült wird, überschaubar bleiben dürfte."Auch ich habe einen Eindruck von dieser Diskussion gewonnen, den ich so zusammenfasse: Mit dem Fischen am rechten Rand war die AfD bereits erfolgreich. Anders kann ich mir Kommentare, die beispielsweise unsere Berichterstattung mit der Propaganda eines Joseph Goebbels vergleichen, nicht erklären."