"Auch ich habe einen Eindruck von dieser Diskussion gewonnen, den ich so zusammenfasse: Mit dem Fischen am rechten Rand war die AfD bereits erfolgreich. Anders kann ich mir Kommentare, die beispielsweise unsere Berichterstattung mit der Propaganda eines Joseph Goebbels vergleichen, nicht erklären."
— Leserbriefe zum Lucke-Interview: Liebe AfD-Freunde … - Deutschland - Politik - Handelsblatt
1:48 pm • 16 Mai 2013
Eine Stufe weniger als zuvor. Der Ausblick bleibt auch nach der Herabstufung auf “negativ”. Grund: Wirtschaft schwach, möglicherweise schwächer als erwartet. Außerdem sei die Unsicherheit nach der Anti-Euro-Wahl und dem anschließenden Patt gestiegen. Damit hat mit Fitch auch die letzte der drei großen Ratingagenturen Italien in die B-Klasse herabgestuft. Moody’s hat Italien sogar noch eine Stufe niedriger, also nur noch zwei Stufen vom Junk entfernt. Fitch stuft Bonität Italiens herab - Italien in der Krise - derStandard.at › Wirtschaft 10:04 pm • 8 März 2013
Jetzt tut bitte mal überrascht ;-) Die Politiker in den USA hatten auch am Ende des Jahres 2012 nicht den Mut, die Regierung der wichtigsten Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig werden zu lassen. Warum wohl? Weil kein Politiker für die unkalkulierbaren Folgen die Verantwortung übernehmen will und kann. Also wird es in solchen Situationen immer eine Einigung geben. Und fast immer in letzter Sekunde. Die alten Steuererleichterungen gelten weiter (wollten die Republikaner), die Steuererhöhungen für Besserverdienende (wollte Obama) kommen, aber nicht ab 250.000$ Jahreseinkommen, sondern erst ab 450.000$. Die eigentlich wegen der Defizitobergrenze fälligen Ausgabenkürzungen über alle Bereiche werden für 2 Monate ausgesetzt, um gezielter sparen zu können. Als wenn man bisher noch nicht genug Zeit gehabt hätte … US-Kongress: Obama wirbt bei Republikanern für Haushaltskompromiss | Politik | ZEIT ONLINE Dieter Wermuth bringt im Herdentrieb eine ziemlich interessante Gegenmeinung: Lasst sie doch von der Klippe springen! « Herdentrieb Er zitiert Jeffrey Sachs, der auf die viel zu niedrigen Steuereinnahmen der USA im Vergleich zu Europa hinweist. Die Sparbemühungen der Republikaner in den USA würden die Staatsausgaben der USA noch weiter drücken. Auf ein Niveau, auf dem sinnvolle Investitionen nicht mehr getätigt werden könnten. Staatsquote in den USA: 40,4% des BIPs, in Euroland 49,5% (D: 45,2%) Steuereinnahmen in den USA: 32,0%, in Euroland 46,2% (D: 45,0%) Haushaltsdefizit in den USA: 8,5% des BIPs, in Euroland 3,3% (D: 0,2%, ESP: 8,0%) Staatsschulden in den USA: 109,6%, Euroland 92,9% (D: 81,7%, ESP 86,1%) Kurz: Die USA sehen auf vielen Gebieten deutlich schlechter aus als Europa. Dass sich die USA diese Finanzpolitik leisten können, liegt nur an der Position des Dollars als Weltreservewährung Nummer eins. Auf Platz zwei kommt übrigens niemand. Und danach irgendwann der Euro … Update (21:04): Die FAZ meldet übrigens 400.000 Dollar Einkommensgrenze. Fiskalklippe: Ein nachweihnachtliches Klippenspiel - Ausland - FAZ Und Stephan Dörner erwähnt auf Twitter eine interessant-beknackte Erklärung von CNN, warum die Republikaner jetzt (also nach dem 31.12) zustimmen können: Vom jetzt seit Jahresanfang geltendem hohen Niveau ist das neue Kompromiss-Steuerniveau eine Senkung, am 31.12 wäre es noch eine Erhöhung gewesen (also nicht akzeptabel). Und das ist als Begründung soooo bescheuert, dass ich das sofort glaube. 2:57 pm • 1 Januar 2013
Ein paar Ausschnitte: Die Austeritätsmassnahmen entsprechen mehr als 9% des BIP. Dennoch verfehlt Griechenland die fiskalischen Ziele – weil die Vorgaben idiotisch sind, nicht wegen mangelnder Anstrengung. noch besser: Der [griechische] Staat tut alles, was er nicht tun sollte, und nichts, was er tun sollte. Und das alles sollte man nicht allein Griechenland vorwerfen, sondern es wird vom ersten Tag an falsch aus Brüssel gefordert. OK, es wird zwar gefordert, aber nicht eingefordert. Ich würde zum Beispiel kein Geld zur Verfügung stellen, solange Griechenland nicht neue Gesetze erlässt, mit denen die Steuersünder/-säumige zahlen müssen (und nicht einfach mit einer Klage ihre Steuerzahlung auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben können). Buiter rechnet weiterhin mit einem Ausstieg (nicht Rauswurf) Griechenlands, weil das Land nach einem Wirtschaftseinbruch von 35% am Ende seiner Leidensfähigkeit angekommen ist. Spanien kommt im Interview auch dran (“Lohnstückkosten müssen 15% runter”) und Frankreich ebenfalls (“gehört bestenfalls zum weichen Kern Europas”, “weltweit am meisten aufgeblähter Wohlfahrtsstaat, mit 57% des BIPs noch größer als in Schweden”). Danach gibt es noch ein paar Statements zu Bankenunion, ESM und Frankenwechselkurs. Wie immer interessant. «Griechenland wird die Eurozone verlassen» | Finanz Und Wirtschaft 11:03 am • 12 Dezember 2012
Die Eurokrise - Als Weihnachtsfeier und Beziehungsdrama nachgespielt. Die Finnin ist ja wohl brillant. Zum armen Griechen: “You know what I want? Your assets!”. Haha. Auch sonst *ziemlich* gut. Und mit Happy End. Hach. via @TeraEuro via @TimHarford 10:47 am • 10 Dezember 2012
Solche Details sind nach dem (erwarteten und klugen) Urteil des Bundesverfassungsgerichts vielleicht wieder interessant. Keine Ahnung, warum solche Unterlagen geheim sind (ist in Politik und Verwaltung leider immer noch üblich), keine Ahnung, ob was Spannendes drin steht, keine Ahnung, ob die Dokumente noch aktuell sind. Ich weiss nicht einmal, ob die Dokumente vorher überhaupt geheim waren (oder nicht doch schon bekannt). Mir fehlt heute leider die Zeit, das in den Details anzuschauen, aber ein kurzes Hinweis schadet sicherlich nicht. Das dürfte ja auch einige andere interessieren … Danke an Rüdiger Pfeilsticker für den Hinweis. 10:44 am • 12 September 2012
Um mehr als 14% des BIPs konnte das strukturelle Defizit bereits reduziert werden. Spanien liegt bei etwa 8%, Portugal bei 7%, der (angebliche) Musterknabe Irland bei knapp 7%. Dass sich die Wirtschaftsdaten in Griechenland deutlich besser, hatte ich ja schon geschrieben (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Griechenlands Primärdefizit im 1. Hj 2012 bei nur noch 0,5 Mrd. Euro), aber Olaf Storbeck legt im Handelsblog heute noch eine Schippe nach: Handelsblatt.com - Griechenland spart – so viel, wie niemand sonst in Europa « Handelsblog 3:20 pm • 21 August 2012
Was die Forderung nach einem schwachen Euro bedeutet, merkt ihr gerade an der Tankstelle. Rekordpreise, obwohl das Barrel Öl in Dollar schon mal deutlich teurer war. Klar, der vergleichsweise schwache Euro ist nur einer der Gründe, der den Benzinpreis so hoch treibt, aber es ist eben auch einer, der nicht ganz so unwichtig ist. Die Eurozone (und Europa als Ganzes) ist in ihrer Handelsbilanz relativ neutral. Eine Abwertung des Euro gibt zwar auf der einen Seite immer zunehmende Exporte, dummerweise aber auch teurer werdende Importe. Dem an Rohstoffen armen Europa nützt eine Abwertung nicht unbedingt etwas, zumindest nicht so direkt, dass es das große Wundermittel wäre. Ihr könnt das auch mal in der griechischen Handelsbilanz nachschlagen. Auch wenn oft so getan wird, als habe sich dort nichts verbessert, täuscht dieser Eindruck. Die Werte an sich haben sich schon leicht gebessert, aber wenn man die Handels- und Leistungsbilanz OHNE Ölimporte betrachtet, ist die Verbesserung sogar ziemlich beeindruckend. Nur die steigenden Rohstoffpreise haben bisher diese Besserungstendenz ziemlich versteckt … 12:25 pm • 20 August 2012
Interessante Untersuchung, die ich leider nicht mehr ausführlicher verbloggen kann. Das Land, das am meisten verlieren würde, wäre … Spanien. Spanien hat zu wenig Export, um von einer Währungsabwertung richtig zu profitieren. Im Gegenzug liegen aber viele Schulden im Ausland, deren Wert dann steigen würde. Außerdem ist Spanien von weiteren Geldzuflüssen aus dem Ausland abhängig. Deutschland würde bei einem Euroaustritt ebenfalls viel verlieren, u.a. wegen der hohen Auslandsvermögen der Deutschen. Auch die Wirtschaft würde durch eine Währungsaufwertung unter Druck kommen. Am wenigsten Probleme bei einem Austritt hätten Irland und … Italien. Italien hat kein dramatisches Defizit und kann sich im Notfall relativ schnell wieder selber finanzieren. Die zu erwartende Währungsabwertung würde hingegen der italienischen Industrie massiv helfen, die hierzulande oft unterschätzt wird, aber Norditalien unterscheidet sich in seiner Wirtschaftskraft nicht soooo dramatisch von z.B. Baden-Württemberg. Da der Großteil der Staatsschulden im Besitz von Italiener ist, würden hier keine größeren Probleme entstehen. Schade, würde ich gerne mal im Detail lesen. Scheint mir ziemlich plausibel zu sein. 5:50 pm • 13 Juli 2012
Noch ein Stückchen bescheuerter ist der Vorschlag von Berlusconi, dass die italienische Notenbank selber einfach Euros drucken soll … Unfassbar der Mann …