Wie es in Beichuan 5 Jahre nach dem Erdbeben aussieht …
Das passt ja mal so gar nicht zum Wirtschaftswunder in China, zum Immobilienboom und einer Partei, die sich angeblich um ihr Volk kümmert.
Grütz … Ort absichtlich nicht wieder aufgebaut, weil “zu gefährlich”. Das kommt davon, wenn man das über Tumblr liest, aber das Original verlinkt (und das nicht liest). Danke an den Kommentargeber!
(via The Ruins of Beichuan, 5 Years Later - Economic Observer Online - In-depth and Independent)
8:47 am • 15 Mai 2013
Wie groß muss ein Kreis auf einer Weltkarte sein, um 50% der Weltbevölkerung einzukreisen? Und wo muss er liegen? Hmmm, interessant. Nach kurzem Nachdenken natürlich die einzige sinnvolle Möglichkeit. China und Indien und Japan müssen irgendwie drin sein. Aber wie so oft bei guten Datenvisualisierungen wirkt die Visualisierung am Ende offensichtlicher als sie es eigentlich ist. gefunden über G+ 8:55 pm • 12 Mai 2013
Das mag überraschen, wenn man China für *die* aufstrebende Wirtschaftsregion auf diesem Planeten hält. Fitch hingegen sieht Gefahren aus der hohen Verschuldung im Lande. Daher wurde das Rating in der lokalen Währung um eine Stufe auf A+ gesenkt. Damit ist dieses Rating jetzt nur noch auf dem Niveau wie das Rating für Chinaanleihen in Fremdwährung. Fitch schätzt die Verschuldung auf fast 200% des BIPs, was sich in den offiziellen Zahlen überhaupt nicht widerspiegelt. Aber das chinesisches Schattenbanksystem soll riesig sein und in bestimmten Regionen soll nahezu die komplette Immobilienfinanzierung nicht über offizielle Banken erfolgen. Leider alles sehr sehr intransparent und kaum beurteilbar. Das bewegt die Märkte: Fitch warnt vor Chinas Schattenbanken • format.at 11:35 am • 10 April 2013
und Richtung Parität fallen. Große Teile Europas (genauer der Eurozone) brauchen eine schwache Währung und die EZB wird dafür sorgen, dass diese auch kommt. Damit wäre der Währungskrieg eröffnet und die bisher noch relativ zurückhaltende EZB würde ähnlich stark mit dem Gelddrucken beginnen wie die USA und Japan. Reneker (CSO) vermeidet zwar den Begriff Währungskrieg, IMHO wäre es aber einer. Den Aufstieg des Dollars führt Reneker übrigens auf die neu gewonnene Unabhängigkeit der USA von ausländischem Öl zurück. Durch die Erschließung eigener Energiequellen (Stichwort Fracking), verbessert sich die Handelsbilanz der USA massiv. Weniger Ölimporte auf der einen Seite, mehr billige (eigene) Energie auf der anderen, was übrigens auch für mehr Industrie sorgen wird. Interessant, dass Redeker glaubt, dass China in 5 Jahren China zu einem Defizitland werden wird. Also der Exportweltmeister zu einem Land mit einem Handelsbilanzdefizit wird (und in diesem Moment auch die Währung frei geben wird). Leider gibt es dazu keine genauere Erläuterung, einfach nur behauptet erscheint mir das ziemlich unplausibel … 4:56 pm • 23 Januar 2013
Damit ist das Wachstum im vierten Quartal 2012 zum ersten Mal seit acht Quartalen höher als im Vorquartal. Das Wirtschaftswachstum 2012 war trotzdem das niedrigste der letzten 13 Jahre. Aber immerhin scheint der Abwärtstrend gestoppt zu sein. Für 2013 rechneten die Offiziellen in China bisher mit 8,0% Wachstum, können sich nun aber eine leichte Erhöhung auf 8,2% vorstellen. Offizielles Ziel waren für 2012 und 2013 übrigens 7,5%. China Exits Slowdown as Quarterly Growth Tops Forecasts: Economy - Bloomberg Zum ersten Mal seit vier Jahren hat China den bekanntesten Indikator zur Messung der Einkommensungleichheit bekanntgegeben. Der Gini-Koeffizient lag (offiziell) 2012 bei 0,474, etwas weniger als die 0,477 2011 und dem bisherigen Höchststand von 0,491 in 2008. (höher —> ungleicher; zum Vergleich Deutschland liegt bei knapp 0,30, Schweden bei knapp 0,25) Der Wert ist aber ziemlich umstritten. Die Weltbank meldete 2008 0,474 (also etwas weniger als China jetzt im Nachhinein für 2008 meldet; will da jemand auf Teufel komm raus eine Verbesserung konstruieren?). Und eine Umfrage unter Ökonomen schätzte den Ginikoeffizienten im Jahr 2010 sogar auf 0,61. Damit würde China zu den ungleichsten Ländern der Welt gehören. Was wohl der Einschätzung von außen entspricht, was die chinesischen Verantwortlichen aber wohl gar nicht gerne hören … China lets Gini out of the bottle over wealth gap | South China Morning Post 1:32 pm • 18 Januar 2013
Der größte chinesische Mobilfunkanbieter China Mobile hat sich (vorerst?) für das Nokia Lumia 920 T als Topmodell entschieden. Zwar verkaufen die beiden kleineren Anbieter in China (China Unicom und China Telecom) bereits das iPhone5, aber es lag da wohl doch einiges an Hoffnung auf China Mobile. Apple Declines as Nokia Clinches China Smartphone Deal - Bloomberg Die Apple-Aktie verliert 10 Minuten vor Börsenschluss über 6% und notiert aktuell bei 541$. Apple Inc. (AAPL) Real-Time Stock Quote - NASDAQ.com Dass Nokia im Gegenzug heute fast 10% zulegen konnte, überrascht wenig. (Wobei hier noch klar abzuwarten bleibt, ob Nokia bei dem Geschäft Geld verdient, oder sich hier nur teuer Marktanteile kaufen will). Update (23:09): Die Marktkapitalisierung von Apple ist heute um etwa 35 Milliarden Dollar geschrumpft. Oder wie der Fachmann sagt: um 3 Nokias ;-) Einen Verlust von Marktkapitalisierung bei Apple an einem Tag in dieser Größenordnung gab es noch nie. Auch in Prozent gemessen war es der größte Tagesverlust seit 4 Jahren. 9:53 pm • 5 Dezember 2012
“Ich bin nur einer unter vielen.” “Mein Vermögen ist nicht unnormal.” Mit allen diesen Floskeln könnte sich Wen Jiabao herausreden und es würde sogar stimmen … Mit den 2,3 Milliarden Dollar ist er zwar ein außergewöhnlich reicher Parteibonze, aber es gibt auch noch andere. Die Vermögen der reichsten 70 Delegierten des chinesischen Volkskongress (insgesamt 2000) werden auf 90 Milliarden Dollar geschätzt. Da sind also noch einige Milliardäre dabei … Aber wirklich überraschend ist das nicht. Das Land ist groß, die Wirtschaft verdient sich dusselig und die Partei hat Einfluss auf alles. Da kann man als Entscheider in der Politik eigentlich gar nicht arm in Rente gehen … Update (15:42): Die FAZ hat heute einen sehr spannenden Artikel mit einer Liste der unverschämtesten chinesischen Politiker: Dabei Zhang Shuguang, der satte 2 Milliarden Dollar Schmiergeld erhalten haben soll. Also nicht mit irgendeiner Firma verdient, sondern wirklich nur durch Handaufhalten … Aber unabhängig von den Einzelfällen ist eine andere Zahl interessant: Der Gini-Koeffizient, der die Einkommensungleichheit einer Gesellschaft misst (wenn auch nicht perfekt), ist in China inzwischen bei deutlich über 0,40 angekommen. Je höher desto ungleicher ist eine Gesellschaft. Wikipedia weist 0,47 (bzw. 47%) aus. Zum Vergleich: Vor der Einführung des Kapitalismus in China lag der Wert bei 0,3, Deutschland liegt bei 0,28, Dänemark bei 0,247. Update 2 (15:59): Übrigens gibt es keine offiziellen Zahlen aus China zum Gini-Koeffizienten. Die chinesischen Behörden sehen sich nicht in der Lage, die Zahl zu liefern. Die daher mehr oder weniger inoffiziellen Zahlen der Weltbank decken aber die FAZ-Beschreibung: Von knapp 0,30 1982 stieg der Gini-Koeffizient bis 2007 auf 0,42. 8:30 am • 29 Oktober 2012
In China. Die Walnüsse müssen besonders perfekt, sprich symmetrisch sein. Sie müssen alt sein. Sie müssen lange aneinander gerieben worden sein, damit sie besonders toll glänzen (klappt mit den Walnüssen europäischer Art nicht, die chinesischen werden rot). Dann rufen Chinesen teilweise sechsstellige Summen für eine Walnuss auf. Für eine olle Walnuss. Das ganze erinnert natürlich mächtig an eine Spekulationsblase, wie sie die Holländer mit den Tulpenzwiebeln hatten … Ich glaub, ich shoppe mir mal schnell so einen chinesischen Walnussbaum und werde reich … Update (01.11.12) Eine Flickr Galerie zum Thema (die ich erst jetzt entdeckt habe) Juglans cathayensis – eine Galerie auf Flickr 10:22 am • 26 September 2012
Lesetipp: Chinas Bad Debt Albtraum. Jede Kreditblase wird von steigenden Ausfallraten gefolgt. Auch im “Wirtschaftswunderland” China. Sagt FT Alphaville. Das gilt es zu beobachten, allerdings ist die Grafik ein sehr schönes Beispiel dafür, dass man nicht in blinde Panik verfallen sollte. Denn wenn ich darüber eine “Pi-Mal-Daumen”-Regression mache, ist die Aussage der Grafik nicht sonderlich eindeutig. Der Artikel geht ja davon aus, dass bei stärkerem Kreditwachstum ein Phase mit höheren Ausfallraten folgt. Die Regressionsgerade müsste also von links unten nach rechts oben laufen. Stellt man sich diese mal vor, fallen aber jede Menge Ausreisser vor allem unten rechts (z.B Russia 1995) auf. Vor allem gibt es da, wo FT Alphaville die aktuelle Lage in China vermutet, noch keinen Eintrag (sollte da nicht einer sein, wenn der Zusammenhang so fix ist?). So ganz so eindeutig scheint der Zusammenhang also nicht zu sein. (via FT Alphaville » China’s bad-debt nightmare) 9:14 am • 30 August 2012
Ich habe die Nachricht, als sie vorhin über den Ticker rauschte, für einen Fake gehalten. Zwar ist Apple bei einem Aktienkurs von mehr als 660 Dollar je Aktie etwa 620 Milliarden Dollar wert. Und damit mehr als Microsoft es in der Hightechblase rund um die Jahrtausendwende jemals war. Aber vor etwa 5 Jahren gab es bereits eine Firma, die mehr wert war. Sogar mehr als 1 Billionen Dollar: Petrochina, der größte Ölkonzern Chinas ( Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist PetroChina! . Diese Marktkapitalisierung hat die Firma, die die Nachricht verbreitet hat, aber nicht mitgezählt. Weil Petrochina damals an mehreren Börsen notiert war, aber nur die Notierung an der chinesischen Börse (woanders durften die Chinesen damals nicht kaufen) so exorbitant hat war. Die anderen Aktiengattungen an den anderen Börsen notierten deutlich niedriger. Kommt also immer drauf an, wie man zählt …