Ich bekomme *heute*, also fast 6 Jahre nach meinem Artikel, wieder Aktienspams zu County Line Energy.
“Analyst Report News out!!! This Stock Looks Poised For A Monster Week!
Trading Date: Mar, 20
Name: County Line Energy Inc
Ticker Symbol: CY_L C
Closed at: .03
Short Term Target Price: 0.20
Our Update is Inside. Another Promising Penny Play Is Coming Your Way!”
Ist diese Masche denn NIE tot zu kriegen? (In Deutschland scheint die Aktie übrigens inzwischen nicht mehr gehandelt zu werden. Man zieht also wohl US-Anleger über den Tisch, beziehungsweise versucht es …
6:43 pm • 20 März 2013
In weniger als 4 Monaten von 15,50€ beim Börsengang auf weniger als einen Euro heute. Das dürfte neuer (Negativ-) Rekord sein. Es geht um den Lampenhersteller Hess aus Villingen-Schwenningen (ich dachte da wohnen nur seriöse schwäbische Hausfrauen …). Hinter der Pleite soll eine manipulierte Bilanz stecken, für die der Firmengründer Christoph Hess verantwortlich sein soll. Es gab natürlich Razzien, Hinweise auf seit Jahren gefälschte Bilanzen, Stress zwischen Firmengründer und aktuellem Vorstand, etc. pp. Das ganze Programm. Und es werden noch eine Menge weiterer Nachrichten folgen … Börsenneuling: Hess AG beantragt Insolvenz - Aktien - FAZ 2:59 pm • 13 Februar 2013
— Ohne Worte vor mir die Worte eines der Trader bei der britischen Royal Bank of Scotland (die übrigens nach diversen Rettungsaktionen zu knapp 85% dem britischen Staat gehört). In vollem Bewusstsein, den LIBOR, den wichtigsten Zins der Welt zu manipulieren. The Things Traders Say, R.B.S. Edition - NYTimes.com Immerhin gibt es jetzt 455 Millionen Euro (612 Millionen Dollar) Strafe für die RBS. Platz 2 hinter der UBS (UBS zahlt 1,16 Mrd. Euro Strafe wegen LIBOR Manipulation - egghat’s not so micro blog) und vor Barclays ( 360 Mio. Dollar, Nach Libor-Skandal: Barclays-Chef will Geschäfte überprüfen - Banken - Unternehmen - Handelsblatt) Die Deutsche Bank hat wohl relativ gute Chancen auf die Silbermedaille. Heute wurden 5 Händler suspendiert (Deutsche Bank feuert Händler: RBS zahlt Libor-Strafe - n-tv.de). Außerdem soll die Deutsche Bank 500 Millionen Euro mit den LIBOR-Manipulationen verdient haben (Deutsche Bank investierte Milliarden in Geschäfte mit dem Libor - SPIEGEL ONLINE) und die Strafe sollte (eigentlich) höher ausfallen als der Verdienst (von wegen Abschreckung …). Wer weiss, vielleicht ist sogar Platz 1 drin … In den Hitlisten des Beschiss spielt die DeuBa immer auf Weltklasseniveau mit … Zum LIBOR-Swindle: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Wie der Steuerzahler an der Wall Street beschissen wird… Teil 2 Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: The great LIBOR Swindle - Part II 9:30 pm • 6 Februar 2013
wegen einer Wette auf ein eigenes Spiel. Das Strafmaß ist natürlich weder Fisch noch Fleisch. Wir haben da so einen Verdacht, aber so richtig wasserdicht belegen können wir den Vorwurf nicht. Gar nicht bestrafen geht nicht (wegen der Öffentlichkeit), zu hoch bestrafen aber auch nicht (weil dann der Schadensersatz zu hoch werden könnte, wenn doch kein Nachweis erbracht werden kann). Aber das ist am Ende auch einer der Gründe, warum solche Wettskandale nicht richtig bekämpft werden können. Der Nachweis, dass ein Spieler absichtlich manipuliert hat, ist schwer zu führen … Sperre für Karabatic - Handball - kicker online 11:03 am • 6 Februar 2013
Wirklich bestätigt wurde diese Aussage des spanischen Doping-Arztes Fuentes nie, aber im Vorfeld des aktuellen Gerichtsprozesses verdichteten sich die Verdachtsmomente. Nicht nur die bekannten Radprofis sollen von Fuentes betreut worden sein, sondern auch Leichtathleten und Fußballer. Im Prozess bestätigte Fuentes jetzt, dass er auch Fußball mit Dopingmitteln versorgt hat. In der Leichtathletik-Ecke gibt es einige konkrete Verdachtsmomente, im Fußball waren Namen bisher Mangelware. Bis jetzt. Denn nun hat der ehemalige Präsident von Real San Sebastian zugegeben, dass vor seiner Zeit Doping durch den Verein finanziert wurde. 2003, als Real San Sebastian Vizemeister wurde, soll Fuentes den Verein mit Dopingmitteln versorgt haben. Verbucht hat Fuentes das unter dem Kürzel RSOC, Real San Sebastian soll mit Schwarzgeldern bezahlt haben. Ich vermute, wir sehen hier gerade einmal die Spitze des Eisbergs … Ex-Präsident gibt Doping bei Real Sociedad San Sebastian zu | WAZ.de 3:13 pm • 4 Februar 2013
Staatsanwaltschaft Bochum: Die meisten Spiele kennen wir schon lange. EM- und WM-Qualifikationsspiele sollen manipuliert worden sein - SPIEGEL ONLINE Egal, ob das viele neue Spiele und viele neue Verdächtige sind, oder ob wir das alles schon kennen … Am Ende ist es ziemlich egal, wenn die Geschichten so ausgehen wie diese: Punktabzug gegen Neapel aufgehoben - Int. Fußball - kicker online - egghat’s not so micro blog Punktabzug aufgehoben, 50.000 Euro Strafe. Und richtig bluten muss nur ein einzelner Spieler, der oftmals - Zufall? - seine Karriere eh schon beendet hat, bzw. kurz davor war … Update (22:31): “zahlreiche Spiele seien den Ermittlern und auch der Presse bereits bekannt” Wieso tun alle so, als würden wir hier PLÖTZLICH von 380 Spielen reden, die unter Verdacht stehen? Wir reden nicht über eine völlig neue Dimension des Wettskandals, wir reden wahrscheinlich über sehr viel, was wir bisher schon wussten … Ich kann auch die alte Doku auf Arte noch empfehlen: Arte Dokumentation zur Fußball/Sport-Wettmafia…. - egghat’s not so micro blog Update 2 (05.02.13): Die FAZ sieht es ähnlich cool wie ich und hyperventiliert nicht wie die meisten anderen … Die Einordnung als “zusammenfassender Nachweis für den Fleiß der Behörde” ist wahrscheinlich ziemlich treffend Wettskandal: Fußballmafia - Fußball - FAZ Danke an @alex13wetter für den Hinweis. Das Investigativteam des Stern urteilt noch härter: “Das, was Europol am Montag herausgab, war in den einzelnen Ländern längst bekannt. Insider, die in Den Haag dabei waren, sprachen hinterher von einer einzigen “großen Show, um auch den Druck auf die Ermittler weiter hoch zu halten”.” Wettskandal im Fußball: Viel Lärm, wenig Neues - stern Investigativ | STERN.DE Danke an den @neuigkeitenchef für den Hinweis. Da bin ich ja doch einigermaßen beruhigt, dass ich die Berufshyperventilierer gestern korrekterweise für Berufshyperventilierer gehalten habe … 12:25 pm • 4 Februar 2013
“Verdacht auf Marktmanipulation sowie des gewerbsmäßigen Betrugs” Ich wundere mich etwas, denn die Marktmanipulation war ja schon die Grundlage für die Bewährungsstrafe (siehe 21 Monate auf Bewährung für Markus Frick - egghat’s not so micro blog). Eigentlich kann die U-Haft nur wegen des neu hinzugekommenen Betrugsverdachts verhängt worden sein. Wer die Geschichte nicht verfolgt hat: Prozess gegen Börsenbäcker Frick eröffnet - egghat’s not so micro blog Und was das für die Geschädigten bedeutet: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Frick Geschädigte erhalten nur ca. 15% des Schadens gefunden über Twitter / mh120480: laut sueddeutsche sitzt markus … 10:59 am • 22 Januar 2013
Irgendwie enden die ganzen Wettskandal- und Schiebungsverfahren in Italien so oder so ähnlich. Erst Riesenpalaver und ein hartes Urteil, am Ende aber bleibt von den Strafen kaum noch etwas übrig … Die Ex-Frau von Berlusconi bekommt übrigens nach dem ersten Urteil 100.000 Euro pro Tag. Davon wird in der letzten Instanz auch kaum was übrig bleiben … 12:46 pm • 18 Januar 2013
Kann man ruhig mal lesen … Und sich den Namen merken … 4:00 pm • 9 Januar 2013
Es geht um eines des strukturierten Wertpapiere, die vor dem Ausbruch der Finanzkrise massenhaft konstruiert wurden. Man nehme irgendwelche Kredite (Immobilien, Verbraucherkredite, Autokredite, Firmenschulden, …) und verbriefe diese. Wichtig war dabei in der Konstruktion wieviele Sicherheiten hinter das Papier gelegt wurden. Je mehr und je bessere Sicherheiten, desto höher das Rating. Angestrebt war dabei immer das beste Rating, das berühmte AAA. Und hier kommen die Ratingagenturen ins Spiel. Diese waren bei der Konstruktion der Papiere beteiligt und haben diese genau so konstruiert, dass man ein AAA vergeben konnte, aber gleichzeitig möglichst weniger (und schlechte) Sicherheiten hinter das Papier packen musste. Hier lag natürlich ein Konflikt vor: Wer gleichweit konstruiert und bewertet, kann kaum als unabhängig (für das Rating) gelten. Und genau da greift jetzt der Betrugsverdacht: Die Ratingagenturen hätten gewusst, dass die Sicherheit nicht ausreichend und nicht ausreichend gut gewesen seien. Dem Kunden (und dem eigenen Auftrag) zuliebe habe man trotzdem ein AAA auf das Wertpapier geklebt. Ob die Ratingagentur die (offensichtlich falschen und zu guten) Noten absichtlich oder nur fahrlässig (also ohne ausreichende Recherche, was die Sicherheiten anging) vergeben hat, muss das Gericht nun klären. Der NZZ ist der Zusammenhang von Rhine Bridge mit der IKB anscheinend nicht aufgefallen …"its just amazing how #libor fixing can make you that much money."