Alle wichtigen dabei.
Die beiden größten italienischen Banken Unicredit und Intesa Sanpaolo blieben mit A3 aber auf relativ hohem Niveau (beide eine Stufe runter). Die Nummer drei Banca Monti Dei Paschi liegt aber nur noch bei Baa3 (2 Stufen runter), die Nummer 4 Banco Populare ebenfalls bei Baa3 (1 Stufe runter), die Nummer 5 Unione di Banche Italiane auch nur eine Stufe besser bei Ba2 (2 Stufen runter).
Einige kleinere Banken sanken sogar um 3, einige wenige sogar um 4 Stufen.
*Alle* Banken bleiben auf Ausblick negativ.
http://www.zerohedge.com/node/447668
P.S. Die Südtiroler Banken sehr auch nicht mehr so doll aus. Die Südtiroler Sparkasse und die Südtiroler Volksbank liegen mit Ba1 bereits im “Junk” … Und in der Gegend soll ich Urlaub machen?
11:21 pm • 14 Mai 2012
Wuh … 302 Mrd. Euro mehr als am Tag vor dem LTRO2 (siehe #LTRO2: 529,5 Mrd. Euro brutto, netto deutlich weniger (272,5 Mrd) - egghat’s not so micro blog). Die 777.000.000.000 (777 Mrd.) Euro sind natürlich ein neuer Rekord und liegen etwa 250 Mrd. (1/4 Tera€) über dem alten Rekord. Damit haben die europäischen Banken fast die komplette Nettosumme (530 Mrd. Zuteilung - Abflüsse) von gut 310 Mrd. Euro direkt wieder bei der EZB angelegt. Das macht, wie bei LOTR 1 schon erwähnt, eigentlich keinen Sinn. Denn der Zins für das geliehene Geld beträgt 1,0%, für die Über-Nacht-Einlage bekommt man aber nur 0,25%. Dafür ist die Finanzierung für 3 Jahre - egal welche Turbulenzen eintreffen mögen - sicher. Update (09:57): Wenn ich die EZB Bilanz richtig verstehe, müsste das Deposit Geld in der EZB Bilanz auftauchen. Und damit dürfte es die EZB Bilanzsumme drumrrrrroollllll über 3.000.000.000.000 (3 Billionen) Euro getrieben haben. Damit - und auch das ist bemerkenswert - dürfte die Bilanzsumme der EZB höher sein als die der Fed. Und was haben sich in Europa damals (fast) alle aufgeregt über die Politik der Fed. Das würde die Inflation treiben, das Risiko in den Bilanzen wäre nicht vertretbar, die Notenbank würde aktive Wirtschaftspolitik betreiben, etc. pp. Komisch, wie viele der damaligen Kritiker der Fed heute die EZB nicht im gleichen Maße kritisieren … (Wobei es durchaus auch viele gibt, die diese Politik damals UND heute für falsch (oder auch richtig) hielten und halten). Update 2 (11:31): Die Zinsdifferenz bringt der EZB pro Tag übrigens etwa 16 Millionen Euro ein. Oder etwa 5,8 Milliarden Euro pro Jahr (wenn der Leitzins und die Menge Geld, die die Banken hinterlegen, unverändert bleiben). 9:35 am • 2 März 2012
6 Mrd. Verlust bei der HRE Bad Bank FMS. OK, das ist mehr als normal. Aber normalerweise würde das wohl trotzdem niemand mehr interessieren. Irgendwie glaubt sowieso keiner mehr, dass in der Bilanz so wahnsinnig viele Sachen stecken, die noch einen Wert haben ;-) So’n Teil nennt man ja nicht zum Spaß schlechte Bank … Aber 6 Milliarden Euro ALLEIN durch die Griechenlandanleihen finde ich dann doch schon etwas meldenswerter. Denn wenn ich es richtig überblicke, gibt es keine Bank der Welt mehr, die die Griechenlandanleihen noch mit 100% des Nennwerts verbucht und jetzt auf einen Schlag die ganzen Abschreibungen nachholen muss, die die gesamte private “Konkurrenz” bereits seit Quartalen durchführt. Das grenzt ja fast an Falschbilanzierung, wobei man anmerken muss, dass die FMS nur halbjährlich Zahlen veröffentlicht (wobei wahrscheinlich sogar jährlich reichen würde) und die jetzt anstehenden Abschreibungen wohl bereits mit dem Geschäftsjahr 2011 vorgenommen werden dürften. Der Verlust der FMS wird sich übrigens direkt in neuem Geld von Vater Staat (über den SOFFIN) niederschlagen. Die 3,9 Milliarden Euro, die der Staat zum Start der Bad Bank vor 2 Jahren zur Verfügung gestellt hat, sind ja in der Zwischenzeit schon komplett “verdampft” und nur noch 110 Millionen übrig (siehe auch DIE BAD BANK DER HRE BRAUCHT NOCHMAL 19 MILLIARDEN EURO). Immerhin: Damit schauen wir nun wieder auf die Assets der FMS und diskutieren nicht mehr über die “Fehlbuchung”, die zu gut 55 Milliarden Euro weniger Schulden für den Staat sorgten. Diese war für den Wert (bzw. Nichtwert und damit die nötige Kapitalzufuhr) schließlich nie relevant. Schuldenschnitt: Deutschlands größte Bad Bank braucht Geld - Wirtschaft - FAZ 6:15 pm • 21 Februar 2012
Als kleiner Nachtrag zu meinem Artikel Bankrun in Italien - egghat’s not so micro blog möchte ich den damals fehlenden FTD Artikel ergänzen. OK, es ist (wohl) nicht der FTD Artikel, sondern ein mit Charts vollgestopfter Blogeintrag, aber ehrlich gesagt finde ich das fast noch spannender … Kreditvergabe an Unternehmen Verbindlichkeiten italienischer Banken (Einlagen) Verbindlichkeiten italienischer Banken (Anleihen) Verbindlichkeiten italienischer Banken (Repos) Und dann eigentlich der spannendste Punkt: Excess Liquidity. Die italienischen Banken haben sich nämlich inzwischen massiv mit EZB Geld vollgesaugt. Mit so viel, dass sie gar nicht mehr wissen, wohin damit … Aber lest selbst, es ist ziemlich gut erklärt, was das alles bedeutet und wie das zusammenhängt. 12:44 pm • 11 Februar 2012
Schön ausgegraben von der FTD. Den Bankrun in Irland und Griechenland habe ich in meinem Blog ja einige Male erwähnt. Da war der Zusammenhang zwischen der Krise der Staatsfinanzen und der Bankbilanzen klar ersichtlich. Auch auf der größere Bild habe ich hingewiesen: Deutlich steigende Einlagen bei den Banken im Norden Europas, deutlich sinkende im Süden (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Der Banken-Marsch in Europa geht weiter) Andre Kühlenz hat sich nun die Mühe gemacht und die Bankeinlagen in Italien genauer unter die Lupe genommen. Und es gibt auch in Italien einen (schleichenden) Bankrun. Für mich kommt das nicht wirklich überraschend, dafür reichte mir der Blick auf die Bankenfinanzierung durch die EZB, die sich im Laufe 2011 vervierfacht hat … Bei den italienischen Banken fließt Geld auf allen Ebenen ab: Geldmarktfonds (vor allem aus den USA) ziehen ihr Geld ab, die ausländischen Banken finanzieren die italienischen Banken nicht mehr, etc. pp. Interessant aber auch (und das ist das Neue), dass die Italiener selber ihr Geld von den Banken holen. Von Juni bis November 2011 immerhin 66 Milliarden Euro oder 5% der gesamten Einlagen. Wir sehen also in Italien jetzt das gleiche Spiel, das wir vorher schon in Griechenland und Irland, dann in Portugal und etwas später auch in Spanien gesehen haben. Nun also auch in Italien. Wenn man sich die Liste der Länder oben anschaut, kann man schon beginnen, sich um Italien Sorgen zu machen. Beruhigend ist allerdings, dass sich keiner der Bankruns beschleunigt hat. Griechenland geht es ja inzwischen in Hinblick auf eine Pleite wirklich dreckig, trotzdem hat sich der Bankrun nicht wirklich beschleunigt. Der durchschnittliche Sparbuchbesitzer scheint also Nerven wie Drahtseile zu haben (oder es mangelt ihm schlicht an der Fantasie, sich ein Bankenpleitendomino vorstellen zu können …) (1) André Kühnlenz - Google - Kapitalflucht in Zahlen: Einlagen bei Italiens Banken und… Update (10:08) Den FTD Artikel gibt’s nur im Print, sonst hätte ich ihn hier verlinkt … Update (11.02.12): Ich kenne den Artikel in der FTD nicht, aber zumindest eine viele Charts enthaltende Version ist jetzt im Wirtschaftswunderblog online gegangen: Italienische Beklemmungen – eine Krisenschau in sieben Charts « Wirtschaftswunder 9:57 am • 8 Februar 2012
um damit die Verluste bei den Immobilienkrediten ausgleichen zu können. Mal schauen, wie viel des Geldes vom Staat kommen muss, weil die Banken am Markt kein Geld mehr einsammeln können. Die spanische Regierung hat ja schonmal einen Kapitalbedarf von gut 90 Mrd. Euro für die Banken ausgerechnet. Von daher ist noch alles im Plan … (oder wie @TeraEuro sagen würde: ”50 Giga€? Was für Weicheier! ;-)) Spaniens Banken brauchen 50 Milliarden Euro Update (03.02.12): Das deutsche WSJ hat einen ganz guten umfassenden Artikel dazu: 11:23 pm • 2 Februar 2012
zumindest in Griechenland. Die Bankeinlagen stiegen im Dezember von 172,9 auf 174,2 Milliarden Euro. Ich schätze aber, dass dieser Monat keine Wende bringen wird im seit mindestens zwei Jahren andauernden Abfluss von Geldern aus den griechischen Banken. 9:12 pm • 30 Januar 2012
Die Banken bunkern ihr Geld. Wobei “ihr” Geld zum größten Teil das Geld ist, das die EZB in dem größten Geldmarktgeschäft aller Zeiten Ende Dezember den Banken zur Verfügung gestellt hat. Nun haben die Banken das Geld, wissen aber nicht so recht, was sie damit tun sollen. Kredite vergeben wollen sie nicht, weil man dafür Eigenkapital braucht und das haben die Banken (auch wegen der von der Politik geforderten Aufstockung der Eigenkapitalquote auf 9%) nicht. Anderen Banken leiht man auch nur ungerne Geld, weil man sich nicht sicher ist, ob man das Geld am nächsten Morgen zurückbekommt. Das gleiche gilt für die Staatsanleihen der kritischen Länder. Auch hier halten sich die Banken zurück, auch wenn dort die Zinsen (zumindest bei den kurzen Laufzeiten) seit dem Jahreswechsel deutlich gesunken sind. Also parken die Banken die überflüssige Liquidität bei der EZB und zwar so viel wie nie zuvor. Von Montag auf Dienstag waren es insgesamt 501.933.000.000 (501,9 Milliarden) Euro. Das macht natürlich keinen Sinn, nicht für die Banken (Leihzins, der bezahlt werden muss: 1%, Übernachtzins, den die Banken bekommen (IIRC): 0,25%. Die Banken verlieren also Geld bei der Aktion). Und auch nicht für die Volkswirtschaft, denn das Geld soll ja in Staatsanleihen und die Realwirtschaft fließen. Hmmm, IMHO zeigt das vor allem eines: Die meisten Mittel der Notenbanken wirken nur extrem indirekt und wenn die Banken nicht mitspielen, verpuffen manche Maßnahmen komplett. Vielleicht sollte die EZB doch besser 1% Kredite direkt an Häuslebauer vergeben. Oder direkt an Italien. Dann würde das Geld wenigstens irgendwo wirksam werden … ECB: Liquidity analysis (auf Data klicken) 10:00 am • 17 Januar 2012
Ist aber auch logisch, die Datensammlung vor dem nächsten geplanten Stresstest im Sommer würde genau in die Zeit fallen, in der die Banken (mehr oder weniger verzweifelt) auf der Suche nach dem noch fehlenden Eigenkapital sind, das bis Ende Juni bereitstehen muss. Ein Stresstest danach wäre allerdings angebracht, diesen hat die EBA aber noch nicht terminiert. Bankenaufsicht EBA verschiebt regulären Bankenstresstest - Zeitung (Dow Jones Deutschland) Die Commerzbank will übrigens die fehlenden 5 Milliarden Euro GANZ OHNE eine Kapitalerhöhung schaffen. Etwa 600 Millionen wurden bereits durch eine Umwandlung von Wandelanleihen in Eigenkapital “gehoben”. Eine ähnliche Summe ist bei der Beteiligung der Allianz (die im Rahmen der Dredner Bank Übernahme erfolgte) geplant. Auch dort soll die stille Beteiligung (die nicht als Eigenkapital gilt), in “richtiges” Eigenkapital umgewandelt werden. Der Großteil (2,7 Milliarden) soll aber über den Abbau von risikoreichen Assets kommen. Die Commerzbank sammelt also kein neues Eigenkapital ein, sondern reduziert die Eigenkapitalanforderungen durch eine Schrumpfung auf der anderen Seite der Bilanz. 2,7 Milliarden Euro sind aber nicht gerade wenig. Bei einem Hebel von 20 wären das mehr als 50 Milliarden Euro, die verkauft werden müssten. Der Hebel von 20 ist nicht ganz unrealistisch, denn die Commerzbank hat ja deutlich zu wenig Eigenkapital (meint zumindest die EBA) und im Schnitt über die gesamte Bilanz wird dieser Hebel in etwa hinkommen). Allerdings wird die Commerzbank nicht die sicheren Assets verkaufen (die nur mit wenig Eigenkapital hinterlegt und damit mit hohen Hebeln versehen sind), sondern vor allem die unsicheren, die mit relativ viel Eigenkapital hinterlegt werden müssen. Die Commerzbank selber geht von etwa 30 Milliarden aus, war ein Hebel von etwa 11 wäre. Da stellt sich nur die Frage, wer diese Assets in der aktuellen Marktlage kaufen soll. Ich fürchte, bei dem Druck, den die Commerzbank hat (und den ja jeder potenzielle Käufer kennt) wird die Commerzbank heftige Abschläge vornehmen müssen. Das könnte ein gefundenes Fressen für die Geier aus den Hedgefonds werden … Hoffen kann man nur, dass die Commerzbank nicht ihre Kreditvergabe massiv einschränkt. Das hat sie zwar schon in allen Märkten außer Deutschland und Polen getan, aber vielleicht startet sie das ja auch hier … Update (10:56): Die FAZ bleibt skeptisch: Commerzbank: Klaffende Kapitallücke - Unternehmen - FAZ Ich muss aber gestehen, dass ich schonmal skeptischer war. 1,5 Mrd. durch die Umwandlung von “komischen” Eigenkapital in “richtiges” sind realistisch. Irgendwas von den 2,7 Mrd. Risikoreduktion auch (wenn auch vielleicht nicht die ganze Summe, hängt auch davon ab, inwieweit die Commerzbank auf Teufel komm raus Risiko verkloppen will), dazu noch ein kräftiges Zurückfahren der Kreditvergabe. 10:49 am • 13 Januar 2012
Der spanische Konkurrent Santander hat seine fehlenden 15 Milliarden Euro Eigenkapital eingesammelt. Knapp 9 Milliarden kamen durch die Umwandlung von Wandelanleihen und Vorzugsaktien in normale Aktien. Der Gewinn wurden einbehalten (1,66 Milliarden Euro) und ein paar Beteiligungen in Südamerika verkauft. Das brachte auch etwas Geld ein und außerdem sank die Bilanzsumme. Ich schütte hier genug Häme aus, aber dafür muss ich mal Respekt zollen. 15 Milliarden einzusammeln, und das bereits nach etwa einem Drittel der zur Verfügung stehenden Zeit, ist eine tolle Leistung. Da kann sich nicht nur die Unicredit eine Scheibe von abschneiden. Auch die Commerzbank macht sich wohl schon viele Gedanken, wie man ein Desaster à la Unicredit vermeiden kann. Viel Hoffnung habe ich da aber nicht. Bei einer Marktkapitalisierung von aktuell 6 Milliarden ist das Einsammeln von 5 Milliarden halt nicht so einfach …
Womöglich war das auch nur schlicht die Auszahlung des Weihnachtsgelds, das die Kontoeinlagen im Dezember nach oben getrieben hat.
Realistisch erwarte ich dann zwar immer noch eine Kapitalerhöhung, aber eine kleinere. Eine EK-Erhöhung um eine oder vielleicht auf 1,5 Milliarden bekommt die Commerzbank u.U. sogar am Markt platziert und der Staat müsste nur mitziehen (bliebe also bei 25%, erhöht seinen Anteil aber nicht, was beide Seite wohl vermitteln könnten).