Hä? Und direkt gedroht habe er auch nicht? Wie sonst, eher so indirekt angedeutet, dass er Details über Ecclestones Firmen in Steueroasen ausplaudert?
Seeeltsaaaam.
Die Riesensensation ist die Aussage von Formel-1-Chef Ecclestone nicht. Dass Gribkowsky ihn erpresst hat, sagt er ja schon länger. Was er jetzt geliefert hat, ist aber eher obskur. Etwas konkreter hätte es ruhig sein dürfen. Wenn der Richter zu stark auf “im Zweifel für den Angeklagten” schaut und Gribkowsky alles weiter abstreitet, kommt der nachher noch ohne Strafe davon …
Wobei: Eigentlich müsste es egal sein, ob Gribkowsky selber erpresst hat oder ob Gribkowsky Schmiergeld kassiert hat. Beides ist schließlich strafbar und Untreue gegenüber seinem Arbeitgeber …
Update (18:27):
Noch ein kleiner Lesehinweis auf einen anderen Artikel, der es in normalen Zeiten immer auf meinen Korruptionsticker geschafft hätte. Aber die Lage in Griechenland und Italien ist gerade so hektisch, da kommt man zu nix mehr …
Die FTD Version ist allerdings wieder eher auf der Linie des Handelsblatts:
Gribkowsky-Prozess: Formel-1-Zampano Ecclestone ganz klein | FTD.de
Update 2 (21:28):
Zurück zum Thema von heute. In der Sueddeutschen liest sich das ja noch obskurer. Es hört sich da so an, als hätte Ecclestone eine Art “prophylaktisches Schweigegeld” gezahlt …
Ecclestone: Zahlungen für Gribkowsky waren Schweigegeld - Wirtschaft - sueddeutsche.de
5:58 pm • 9 November 2011
… kaufen sie uns nichts mehr ab. Ach Quark, sagen die anderen, was sollen die paar Griechen uns Deutschen schon groß abkaufen? Ich kann diese Diskussion hier nicht auflösen, wie so oft hat die Medaille auch hier zwei Seiten. Und es stimmen auch beide Seiten. Welcher Effekt wichtiger ist, wird wohl auch in 10 Jahren noch niemand endgültig sagen können. Fakt aber ist: Die Automobilzulassungen in Griechenland sind im Oktober um saftige 35,2% im Vergleich zum Oktober 2010 gesunken. Das ist natürlich tiefschwarzes Rezessionsterrain … ekathimerini.com | Dramatic fall in new car permits 10:15 pm • 6 November 2011
Als kleines Update zu einem älteren Eintrag über Kreisverkehre und die durchschnittliche Intelligenz des deutschen Autofahrers (Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Vermischtes aus Erfurt ..) und der scheinbar nahezu unendlich hohen Intelligenz des indischen Autofahrers (Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Die Börse ist doch reines Chaos; tolles Video!) heute ein Hinweis auf eine ähnliche Diskussion in den USA. Auch hier zeigen sich die Autofahrer scheinbar überfordert von Kreisverkehren. Diese seien “unamerikanisch”, weil man in Kreisverkehren kooperieren müsse. Das seien die amerikanischen Autofahrer nicht gewöhnt. Huh? Ich dachte das Linksblinken, Anhupen und ähnlich asoziales Verhalten geradezu eine angeborene Charaktereigenschaft des deutschen Autofahrers sei. Aber vielleicht hängt das gar nicht an der Nationalität des Fahrers, sondern wird mit dem Auto “mitgeliefert”; der Fahrer wandelt sich quasi, sobald er in einem Audi, BMW oder Mercedes sitzt ;-) Aber schon lustig zu sehen, wie die gleichen Diskussionen in unterschiedlichen Ländern immer wieder auftauchen. Die Briten oder die Holländer lachen sich doch über die Diskussion kaputt. Zu blöd für Kreisverkehre … Tsstsstss. BBC News - Is the British roundabout conquering the US? 11:58 am • 5 Juli 2011
WENAG #19: (Strassen-)Beton, in dem Wasser versickert. Und zwar ganz schön schnell … Tolle Idee gegen die Versiegelung der Landschaft und die daran hängenden Probleme (Kanalisierung muss für Sturzregen immer weiter ausgebaut werden). Gut auch für die Bäume am Straßenrand, die oft unter zu wenig Wasser leiden. Allerdings für Straßen wahrscheinlich nicht so doll, weil damit auch das Öl (und das Benzin), das permanent von Autos gewaschen wird, in die Erde kommen würde. Dafür ist die kontrollierte Wegführung des Wassers über die Kanalisation ganz hilfreich. Sinnvoll wäre das aber in jedem Fall für Flächen, die nicht versiegelt werden sollen, aber auch nie (oder selten) von Autos genutzt werden. Fuß- und Radwege oder auch selten genutzt Parkplätze (Stadion, Messen) bieten sich an. (via Science Friday Archives: Creating Reservoirs Under Roads And Parking Lots) 11:34 am • 24 Juni 2011
OK, das erste Quartal 2011 ist durch das Erdbeben und den Tsunami in Japan verfälscht. Toyota leidet als japanischer Hersteller darunter natürlich am stärksten, auch wenn Toyota schon viele Fabriken außerhalb Japans hat. Das überraschende an der Meldung ist daher auch weniger, dass Toyota im ersten Quartal die Weltmarktführerschaft abgegeben hat (und daran wird sich in den nächsten ein, zwei Quartalen auch nichts ändern), sondern an wen … Denn der neue Weltmarktführer ist nicht Volkswagen, für die die Poleposition ja das große Ziel für dieses Jahrzehnt ist, sondern … General Motors. Wow. Die Pleite von GM ist noch nicht sooo lange her … Volkswagen ist übrigens nicht weit dahinter, das Ziel ist also durchaus noch zu erreichen … 11:44 am • 12 Mai 2011
Es sind immerhin ein paar interessante Ideen darin. Auch wenn das Teil eher an ein Motorrad als in Auto erinnert. 7000 Euro + 45 Euro im Monat für die Batteriemiete hört sich doch schon ganz brauchbar an. Vor allem, weil man mit der Miete auch die Gefahr der möglicherweise mangelnden Haltbarkeit der Akkus ausgelagert hat. Das Teil wird zwar nur in einer Nische verkauft werden, ich hoffe aber, dass die Nische auch so groß ist, wie sich Renault das vorgestellt hat. Trend: Renault Twizy - französischer Zwergenstromer | FTD.de 10:13 pm • 1 Mai 2011
Dass *die* Nummer gut geht, habe ich ja nie geglaubt. Eine Klitsche (Spyker Cars), die ein paar Autos pro Jahr in Handarbeit fertig und quasi kein Geld hat, kauft mit Saab eine Firma, die mit ein paar Tausend Angestellten seit Jahren nur Miese produziert. Aktuell bekommt Saab von seinen Zulieferern keine Teile mehr, weil die Rechnungen nicht bezahlt wurden. Saab verspricht eine kurzfristige Lösung. Bin mal gespant, ob sich mein Verdacht, dass es sich bei der Übernahme um den Versuch handelt, an Staatsgelder zu kommen, bestätigt. Langfristig hat Saab ohne internationalen Verbund eigentlich eh keine Chance. Zu klein, zu wenig spezialisiert, zu wenig Geld. Spekulationen um Insolvenz: Saab-Käufer Spyker überschuldet | FTD.de - egghat’s not so micro blog Immerhin bleibt zu hoffen, dass die schwedische Regierung auf die Aktion nicht hereinfällt. Vor gut zwei Jahren wurde eine Hilfe mit markigen Worten abgelehnt: “Die Wähler haben mich gewählt, weil sie Vorschullehrer, Polizisten und Krankenschwestern haben wollen, nicht um Autofabriken zu kaufen” ZITAT DES TAGES: MAUD OLOFSSON ZU SAAB Update (07.04.11): Ich bin natürlich nicht der einzige, dem völlig unklar ist, wie Saab überleben soll … Autobauer in Not: Warum Saab keine Chance hat - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto 9:38 pm • 6 April 2011
Ist das der VW Maxi ;-) Volkswagen: Neue Bulli-Studie lässt Fans hoffen - Test + Technik - Auto - Handelsblatt 2:08 pm • 1 März 2011
FedEX vs. DHL - Eine der coolsten Werbungen auf einem Auto, die ich je gesehen habe … 9:18 am • 22 Februar 2011
— Wunderbares Zitat. In Gedenken an mein erstes selbstbezahltes Auto. Hässlich aber das Versprechen “einer Kiste, die von A nach B fährt, ohne komplett auseinanderzufallen” hat Daihatsu gehalten. Das ist schonmal was. (Auch wenn es Daihatsu was die Zuverlässigkeit anging natürlich vergleichsweise einfach hatte, weil Daihatsu als Toyota-Tochter auf eh schon zuverlässiger Toyota Technik aufbauen konnte, die zusätzlich noch ein paar Jahre “Praxistest” hinter sich hatte). Tja, jetzt zieht sich Daihatsu vom deutschen Markt zurück. Es rächt sich, dass Daihatsu ausschließlich in Japan produziert und nun wegen des extrem starken Yens nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Abgewürgt: Die ehrlichste Automarke der Welt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
"Die Deutschen kaufen Autos, die sie nicht brauchen, mit Geld, das sie nicht haben, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen."