Puky lässt Fahrräder in Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten fertigen. Die Behinderten bekommen einen niedrigeren Lohn (und zusätzlich wird das noch mit Staatsknete gefördert).
Gut oder nicht?
(Aber keine Frage: Ohne die Zusammenarbeit wäre ein Großteil der Jobs in China).
Kinderfahrräder: Puky-Produktion mit Handicap | FTD.de
12:37 pm • 9 Mai 2012
115.000 neue Jobs, deutlich unter den Erwartungen. Geradezu unglaubliche 522.000 Personen wurden aus dem Arbeitsmarkt “entfernt”, sind jetzt also Not In Labor Force (NILF). Krass! Schreibe gleich etwas mehr dazu. http://www.bls.gov/news.release/pdf/empsit.pdf 2:36 pm • 4 Mai 2012
Ich hatte diese dramatischen Zahlen bisher nicht verbloggt, aber weil ich die eh gerade nachschauen musste, mache ich auch kurz noch ein Posting daraus. Die Arbeitslosigkeit lag im November 2011 (die Zahlen für den Dezember kommen in gut einer Woche) bei erschreckenden 20,9%. Der Anstieg zum Vormonat ist in Griechenland normal (die Zahlen sind nicht saisonbereinigt). Es beginnt die Wintersaison und damit fällt auch immer die Beschäftigung im Tourismussektor. Das Ausmaß des Anstiegs (+2,7 Prozentpunkte) ist aber ungewöhnlich hoch. Das zeigt auch der (bei nicht saisonbereinigten Zahlen sinnvollere) Vergleich mit dem Vorjahresmonat: Satte 7 Prozentpunkte höher als im November 2010 liegt die aktuelle Arbeitslosigkeit in Griechenland und fast doppelt so hoch wie im November 2009 (10,6%). Wie üblich auch der Blick auf die Jugendarbeitslosigkeit (und hier wird’s nach dramatischer): In der Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren liegt diese bei 48,0%. Das sind 14,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, oder 20,2 Prozentpunkte mehr als 2009. Eine verlorene Generation … 11:39 am • 1 März 2012
Das sind die Zahlen von der destatis, die etwas anders (nach ILO, für bessere internationale Vergleichbarkeit) berechnet werden. Das sind die Zahlen, die dann auch an internationale Institutionen gehen, z.B. die Weltbank und Eurostat. Die in der Überschrift genannten sind nicht saisonbereinigt, der große Teil des Anstiegs dürfte also auf den normalen Winter- und Nachweihnachtsgeschäftseffekt zurückgehen. Kurz: Der Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt stabil. 10:09 am • 29 Februar 2012
Es finanziert sich aber auch dort nicht von alleine … Das sollte man in der Diskussion nie vergessen. In Schweden finanziert sich der Sozialstaat vor allem über zwei Faktoren: a) die Frauen gehen um großen Teil mit arbeiten. Mit einem Einzelverdiener kann sich ein Facharbeiter in Schweden defakto keinen Urlaub leisten. Dass die Frauen mitarbeiten, liegt also nicht nur daran, dass sie können (Kinderbetreuung sichergestellt), sondern auch zum großen Teil daran, dass sie müssen (zwei Seiten der Medaille). b) In Zukunft wohl auch über eine deutlich längere Lebensarbeitszeit. Schon heute liegt Schweden beim Rentenalter auf Platz 2 in Europa (64,3 Jahren) nur hinter Island (64,8) (nicht ganz zufällig ebenfalls ein skandinavisches Land). Von nix kommt nix. Man kann nicht alles haben. Wer von einem Sozialstaat wie in Schweden träumt, muss sich klar sein, dass das höhere Steuersätze und eine längere Lebensarbeitszeit bedeutet. Man kann danach natürlich immer noch für das skandinavische Modell sein … Nur: Die Finanzierung sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen … 9:23 am • 8 Februar 2012
Höchster Wert seit Einführung des Euros. Und in Deutschland verzeichnet man gleichzeitig ein 20-Jahrestief. Besser man gar nicht zeigen, wie zerrissen die Eurozone in wirtschaftlicher Hinsicht ist. 2:55 pm • 31 Januar 2012
Der Anstieg war geringer als es im Januar üblich war, die saisonbereinigte Arbeitslosenquote ist also gesunken (die BA veröffentlicht diese saisonbereinigte Quote allerdings nicht). Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote soll (tickerte gerade irgendwo) bei 6,7% liegen, was ein 20-Jahrestief sein soll. Es gab im Januar mit 3.082.000 Arbeitslosen 302.000 mehr als im Vormonat, allerdings 264.000 weniger als im Vorjahresmonat. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch, der Indikator mit dem die BA das misst, ist im Januar zwei Punkte auf 181 gestiegen und liegt 23 Punkte höher als im Januar 2011. Der Arbeitsmarkt im Januar 2012: Weiterhin positive Entwicklung - www.arbeitsagentur.de Interessant: Die Messung der Arbeitslosenquote nach den Standards der ILO, die internationale Vergleichbarkeit herstellen soll, lag für den Dezember bei 5,5%. Das ist die Zahl, die man beim Vergleich zum Beispiel mit den USA im Kopf behalten sollte … Update (10:24): Hier der Ticker nachgereicht: 10:20 am • 31 Januar 2012
Allgemeine Arbeitslosenquote: 1,33 Punkte mehr als im Vorquartal, 2,55 mehr als im Vorjahresquartal. In absoluten Zahlen bedeutet das 5.273.600 Arbeitslose (+295.300 zum Vq, +577.000 Vj) und 17.807.500 Beschäftigte (-348.700 zum Vq, -606.600 zum Vj). Die Jugendarbeitslosigkeit (Alter 16 bis 24) bleibt dramatisch. Auf 936.000 Beschäftigte (Seite 2 des Anhangs) kommen 884.000 Arbeitslose (Seite 3 des Anhangs) (Quelle angegeben, weil meine Spanisch-Kenntnisse nur zum Bierbestellen reichen). Das ergibt eine Arbeitslosenquote in der Altersgruppe von 16 bis 24 von 48,57%. Autsch. Und am schlimmsten: Besserungstendenzen sind nicht in Sicht. Leicht einschränken lässt sich die Dramatik der Zahl nur durch eine Tatsache: Die Zahl der Arbeitssuchenden enthält auch Studenten/Schüler, die nach einem Job für die Ferien und/oder neben dem Studium suchen. Das sind im klassischen Sinne also keine “richtigen” Arbeitslosen. Aber trotzdem: Wenn fast jeder zweite arbeitslos ist, werden auch Unmengen von Ausbildungsplätzen fehlen. Da wächst eine neue verlorene Generation heran … 9:56 am • 27 Januar 2012
Ursache: Zuwanderung. Das Geburtendefizit lag nämlich weiterhin bei 170.000 bis 185.000 (2010: 181.000). Dagegen steht aber ein Überschuss in der Wanderungsbilanz (+240.000). Seit im Mai EU-Bürger ohne Einschränkungen in Deutschland arbeiten dürfen, kamen im Durchschnitt 28.000 Personen pro Monat nach Deutschland, in den Monaten zuvor waren es nur 15.000. Jetzt wäre natürlich spannend zu wissen, a) ob die alle doof sind (wie Sarrazin behaupten würde, woran ich aber extrem zweifle, weil der Großteil wohl wegen (und nicht ohne) Job gekommen ist) und b) wie viele aus den Krisenländern Griechenland, Irland, Lettland, Spanien, etc. kommen. Gibt es in Europa doch eine ausgleichende Wirkung durch Arbeitnehmerwanderung wie in den USA? Dort wird ja gerne behauptet, dass die US-Arbeitnehmer extrem flexibel sind (Job weg heisst dort meistens auch Umzug) und Anpassungsprozesse dort wesentlich schneller ablaufen als in Europa. Das verhindert zu große Unterschiede zwischen den Regionen in den USA (zur Erinnerung an den Detroit-Ruinenporn: Die Einwohnerzahl dort hat sich inzwischen halbiert, sowas wäre in Deutschland unvorstellbar). Statistisches Bundesamt Deutschland - Für 2011 wird mit einer leichten Bevölkerungszunahme gerechnet 11:25 am • 13 Januar 2012
In Großbritannien wird die Arbeitslosigkeit immer für drei Monate gemittelt, daher kommt jetzt die Zahl für die drei Monate bis Ende Oktober. Die Arbeitslosigkeit lag in diesen Monaten bei durchschnittlich 8,3%. Das ist der höchste Wert seit Januar 1996. Dramatischer die Zahl bei den Jungen von 16 bis 24 Jahren: 22% beträgt die Jugendarbeitslosigkeit. Allerdings stecken in diesen gut 1 Millionen Arbeitslosen auch 297.000, die eine Teilzeittätigkeit neben der Schulausbildung suchen. Eigentlich ist die Jugendarbeitslosenquote also 30% niedriger bei knapp 16%.
ELSTAT: LABOUR FORCE SURVEY: November 2011 (PDF!)