Das ist als Einführungsartikel ganz brauchbar. Der Artikel erläutert ganz gut, was dahinter steckt (Menschenbild), zur Finanzierung gibt es nur relativ wenig Konkretes:
“Ein hohes Grundeinkommen bedingt hohe Steuersätze, ein niedriges Grundeinkommen ermöglicht tiefe Steuersätze. Hohes Grundeinkommen und hohe Steuersätze verringern den Anreiz zu arbeiten, tiefes Grundeinkommen und tiefe Steuersätze verstärken den Anreiz zu arbeiten.”
Okayer Artikel, der Straubhaar hat schon Dümmeres geschrieben. Dazu demnächst mehr ;-)
Parteitag : Warum Grundeinkommen gut zu den Piraten passt - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
8:30 am • 16 Mai 2013
Nachdem das Jahresplus im Dezember auf 5,0% zurückgegangen war, keimte so etwas wie vorsichtige Hoffnung auf. GR: Arbeitslosenquote 12/12 26,4% ( 5,0 Vj) - egghat’s not so micro blog Vergeblich, das Jahresplus weitete sich im Januar wieder auf +5,7 Prozentpunkte aus. Die Geschwindigkeit bleibt also weiterhin erschreckend hoch und nimmt auch auf dem aktuell schon sehr hohen Niveau nicht ab. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt nun bei 59,3 (+8,3 gegenüber Vorjahr). Ach, ich habe schon genug dazu geschrieben …. 3:11 pm • 11 April 2013
Jugendarbeitslosigkeit: 57,5% (Vormonat 61,7%, Vorjahr: 53,1%). Soll man das jetzt als allererstes kleines Hoffnungszeichen werten? Einen Anstieg der Arbeitslosenquote von “nur” 5 Prozentpunkten hatte wir schon lange nicht mehr. Die letzten Monate lagen eher bei 6 teilweise sogar bei 7 Prozentpunkten Plus. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist leicht zurückgegangen. Zwar sind 57,5% weiter desaströs, aber immerhin ist es Rückgang gegenüber dem Vormonat. Zwar geht ein großer Teil der Verbesserung auf saisonale Effekte zurück und könnte sich daher als Statistikirrtum herausstellen, aber wer weiss, vielleicht haben wir wirklich den Punkt erreicht, ab dem die Fallgeschwindigkeit langsam abnimmt … http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/BUCKET/A0101/PressReleases/A0101_SJO02_DT_MM_12_2012_01_F_EN.pdf?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter 5:32 pm • 7 März 2013
Die Jugendarbeitslosigkeit (15-24 Jahre) liegt nun bei 61,7 (Vj. 50,1%). Auch wenn der Disclaimer weiterhin gilt, dass die Arbeitslosenquote in der Altersklasse kein umfassendes Bild liefert, weil viele noch zur Schule oder zur Uni gehen, ist das eine erschreckende Zahl. Beide Raten wachsen damit stabil weiter, eine Abschwächung des Trends ist noch nicht zu erkennen. Es sind weitere 250.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Kaum weniger als im Jahr zuvor. Das kann nicht optimistisch stimmen … http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/BUCKET/A0101/PressReleases/A0101_SJO02_DT_MM_11_2012_01_F_EN.pdf 11:41 am • 14 Februar 2013
Forderung sonst: Mindestlohn 8,50€. Übrigens sozialabgabenfrei als Minijobs für 400€, Wochenarbeitszeit aber gar nicht so Mini: 25 Stunden. Und die Ausrede für die Nummer sprengt dann alles: es sei ein Praktikum, das würde anderswo oft gar nicht bezahlt. Oh man, wahrscheinlich verkaufen die Grünen die Stellenausschreibung am Ende noch als Wohltätigkeitsveranstaltung für die Generation Praktikum … Können muss man übrigens ziemlich viel. Social Media sollte man im Griff haben, Artikel schreiben können, (Video-) Interviews durchführen, etc. pp. Update (08:57): Link zur Stellenausschreibung der Grünen Oberhausen: Jobs und Praktika Detailansicht für Gäste Ich würde ja gern einen Screenshot hochladen, aber das geht bei Tumblr jetzt anscheinend mit dem neuen Editor gar nicht mehr … Update 2 (09:05): Dass dem Grünen nicht mehr einfällt, als sich über den - für jeden Menschen mit Gehirn als (selbst-)ironisch erkennbarem - Begriff “Twitter-Tussi” aufzuregen, wundert mich jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich. Hauptsache die Wortwahl ist politisch korrekt, wen interessiert da schon die Bezahlung? Oder wie? Bärbel Höhn hat die Stelle übrigens auch per Twitter announced: Mein Kreisverband in Oberhausen sucht noch einen Praktikanten bzw. eine Praktikantin für die Bundestagswahl. fb.me/2cq267K29 Die Grüne haben sich eine Selbstverpflichtung Praktikum auferlegt, gegen die sie mit der Stellenausschreibung auch nicht wirklich verstoßen. Aber nun ja, IMHO steht da auch nicht viel mehr drin, als das, was jede vernünftige Firma eh machen würde (evtl. war ich als “umworbener” IT-ler aber eh auf der Sonnenseite der Praktika-Welt. In “Irgendwas-mit-Medien” sieht die Lage wohl viel schlechter aus). Selbstverpflichtung Faires Praktikum - Fraktion - Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Ich würde die Geschichte trotzdem nicht zuuuu hoch aufhängen. Es ist immerhin “nur” ein Praktikum, keine Festanstellung. Trotzdem klaffen hier die Anforderungen an den Praktikanten und die Vergütung IMHO ziemlich weit auseinander … 7:57 am • 5 Februar 2013
Unbegrenzte Anleihekäufe. Inflationsziel auf 2% verdoppelt. Mit Vollgas aus der Deflation, scheint die Devise zu sein. Hoffentlich findet die japanische Notenbank auch rechtzeitig vor der nächsten Konjunkturkurve die Bremse wieder … Die japanische Notenbank sieht sich jetzt wie die amerikanische Fed nicht mehr ausschließlich der Preisstabilität verpflichtet, sondern auch dem Wirtschaftswachstum und dem Arbeitsmarkt. Ergo: Lieber etwas mehr Inflation riskieren als noch mal zwei Jahrzehnte Stillstand (die Japan schließlich auch schon hinter sich hat). Interessant wird natürlich, inwieweit das japanische Programm aufgeht. Die Finanzmärkte sind schließlich wesentlich intensiver vernetzt als früher. Über Nullzinsen und Gelddrucken in Japan (oder der Schweiz) finanzieren sich auch Häuslebauer in Süddeutschland, Ungarn oder Island. Die Frage ist also, ob das billige Geld in Japan bleibt und dort seine Wirkung entfaltet, oder ob es ins Ausland abfließt. Die andere Frage stellt sich an der Währungsfront. Beim Ausbruch der Krise vor etwa 5 Jahren wurden die Lockerungsprogramme der Fed als Beginn eines möglichen Währungskriegs gewertet. Dabei würden sich die Länder gegenseitig mit Lockerungsmaßnahmen überbieten, um die eigene Währung zu schwächen. Eine schwache Währung stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit und kurbelt den Export an. Wenn aber alle gleichzeitig die Notenpressen anwerfen (und das haben die drei großen Währungsräume Dollar und Yen (mehr) und Euro (weniger)), wirkt das nicht mehr. Jeder Währungsraum könnte der Versuchung erlegen, noch mehr zu lockern, um die Währung doch noch zu schwächen. Und dabei den Bogen der Lockerung überspannen. Dann könnte die Währung aber richtig ins Rutschen kommen und die Inflation explodieren. Bisher sind das nur die berühmten an die Wand gemalten Teufel, denn die großen Wechselkurse (Euro-Dollar-Yen) waren doch einigermaßen stabil. Im Wechselkurs Euro-Dollar zum Beispiel lagen in den letzten 12 Monaten nur etwa 10% zwischen Hoch- und Tiefkurs. Das ist eher weniger als in den meisten Jahren zuvor. Trotzdem muss man die Situation beobachten. Alle drei großen Währungsräume, die mehr oder weniger gleichzeitig auf dem Geldgaspedal stehen … Das dürfte die Inflationsangst befeuern (ob zurecht oder nicht, sei dahingestellt) und weiter für negative Realzinsen sorgen. Für Sachwerte (Aktien, Immobilien, Gold) lassen sich allerdings kaum bessere Argumente finden … Inflationsziel von 2 Prozent: Japans Notenbank dreht Geldhahn weit auf - Wirtschaftspolitik - FAZ Update (11:02): Weidmann sieht die Gefahr, was ändern daran kann er wohl nicht: Weidmann warnt vor Währungskrieg - Lost in EUrope Update 2 (11:42): FT Alphaville (nur nach Anmeldung) zitiert einen Analysten, der das ganze wesentlich undramatischer sieht als ich. a) Inflationsziel nahe 2% ist nicht weit weg vom alten Inflationsziel (0 bis 2%) b) 2014 sieht die Bank of Japan jetzt 0,9% Inflation statt 0,8% wie bisher. c) Die neuen Kaufprogramme sollen erst 2014 beginnen. d) Die (bisher angekündigten) Volumina sind nicht sooo groß. Has BoJ policy changed THAT much? | FT Alphaville Originalstatement der BOJ: BOJ: Introduction of the “Price Stability Target” and the “Open-Ended Asset Purchasing Method” (PDF) Update 3 (24.01.13): Der Wirtschaftswurm fragt sich, ob die Nachricht nicht übergewichtet wird. Japan, die Europäische Zentralbank und der Währungskrieg | Wirtschaftswurm 9:04 am • 22 Januar 2013
Es bleibt dabei: Die Zahlen vom griechischen Arbeitsmarkt sind desaströs. Die Jahresrate liegt mit einem Anstieg von gut 7 Prozentpunkten immer noch auf einem schier unglaublichen Niveau. Bei der Jugendarbeitslosigkeit bessert sich auch nichts. Die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe von 15 bis 24 liegt bei 56,4%, 8,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Immerhin scheint die Arbeitslosenquote da langsam an eine natürliche Decke zu stoßen. Aber kann das auf diesem Niveau wirklich Hoffnung machen? ELSTAT: LABOUR FORCE SURVEY: September 2012 (PDF) ekathimerini.com | Greek joblessness over double the eurozone average [update] Update (14:03): Wenn man die Änderung zum Vorjahr mal in eine Grafik packt, sieht man wie wenig sich da verbessert … Modus freier Fall. Es wird schlimmer und zwar immer schneller … Wenn die Wachstumsrate so bleibt, ist in Griechenland in drei Jahren die halbe Bevölkerung arbeitslos … 1:48 pm • 6 Dezember 2012
Vorher: Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat zugenommen. Nachher: Sinkende Reallöhne sind Ausdruck struktureller Verbesserungen am Arbeitsmarkt. Da wird sich der Herr Arbeitsmarkt aber freuen, dass es ihm so viel besser geht … Beispiel 2: Vorher: Allerdings arbeiteten im Jahr 2010 in Deutschland knapp über vier Mio. Menschen für einen Bruttostundenlohn von unter sieben Euro. Nachher Kurz: Einfach mal gestrichen. Frech, wie die Bundesregierung den Armutsbericht entschärft hat. Denen kann man kein Wort glauben, was aber nun wirklich keine Neuigkeit ist. Was helfen würde: Selber an die Wurzel gehen und in den Zahlen wühlen. Aber ich befürchte, dass das was ich im Fall der USA machen konnte (nämlich bis zur Quelle zu gehen: siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: USA 2011: keine Einkommenszuwächse für mehr als 95% der Bevölkerung.) in Deutschland mangels detaillierter Zahlen nicht geht. Oder? Update (22:12): Die Linke hat die Vorversion auf ihren Webserver gelegt … http://www.die-linke.de/fileadmin/download/misc/Entwurf_4._Armutsbericht_der_Bundesregierung_17.9.2012.pdf Danke an Daniel Daffke für den Hinweis. Update 2 (05.12.12): So wie man der Armutsbericht umschreiben kann, kann man auch die Weihnachtsgeschichte umschreiben … Onkel Rösler schreibt die Weihnachtsgeschichte um 2:08 pm • 28 November 2012
Erstmals Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat bei der absoluten Arbeitslosenzahl; 16.000 mehr als im Oktober 2011. Daran kann man dann schon eine Trendwende ablesen. Der dicke Boom am deutschen Arbeitsmarkt neigt sich - wohl auch wegen der Eurokrise - dem Ende entgegen. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl von 35.000 im vergleich zum September ist da nicht mehr so wichtig, weil er hauptsächlich saisonal bedingt ist. Es ist allerdings nicht Alles schlecht, denn die Anzahl der Beschäftigten ist von 41,41 Mio. im Oktober 2011 (davon 28,65 Mio. sozialversicherungspflichtig) auf 41,85 Mio. (davon 29,13 Millionen sozialversicherungspflichtig) gestiegen. Das ist in beiden Fällen weiterhin sehr positiv und wird wohl den Konsum in Deutschland auch fürs Weihnachtsgeschäft stabilisieren. Der Arbeitsmarkt im Oktober 2012: Schwächere Beschäftigungsentwicklung - www.arbeitsagentur.de 10:34 am • 30 Oktober 2012
Damit sind nach den saisonbereinigten Zahlen mehr als ein Viertel der Griechen arbeitslos. 0,3 Prozentpunkte mehr als im Juni, 7,3 Prozentpunkte mehr als im Juli 2011. Die nicht bereinigten Zahlen sehen etwas besser aus, weil die Tourismus im Sommer einige Arbeitsplätze schafft. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag knapp unter 24%. Das Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat (bei nicht bereinigten Zahlen der einzige sinnvolle Vergleich) ist aber ähnlich hoch wie in der bereinigten Quote, hier zeichnet sich also kein Hoffnungsschimmer ab. Die Jugendarbeitslosigkeit ist auch auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Von den 15 bis 24-jährigen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sind 54,2% als arbeitslos gemeldet. Auch in neues Hoch und fast 12 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat. Zwar gilt hier weiterhin die Einschränkung, dass die Arbeitslosenquote hier verfälscht, weil sie Schüler/Studenten/etc. nicht berücksichtigt. Die Quote unter *allen* Jugendlichen ist niedriger, allerdings ist der Wert auch dort noch viel viel höher als es gesund wäre …
