Das war kein gutes Geschäft für Bosch …
Mindestens 120 Millionen Euro hat der Einstieg des Automobilzulieferers bei Aleo gekostet, zwischendurch wurden kräftige Verluste eingefahren (2011 EBIT -30,5 Mio €), Höhe für 2012 noch unklar, aber wohl mind. doppelt so hoch), und beim Verkauf heute dürfte nur ein Bruchteil davon zurückkommen. Wahrscheinlich deckt das nicht einmal die Kredit, die Bosch zwischenzeitlich an Aleo vergeben hat … (Rangrücktritt für die Kredit gabs schon …)
2011 hat Bosch noch 22 Euro je Aktie geboten, der Firmenwert von Aleo lag bei etwa 400 Millionen Euro. Heute kostet die Aktie noch knapp 8 Euro, ohne Rückendeckung des Großaktionärs und Großkreditgebers dürfte aber massive zusätzliche Verunsicherung in den Aktienkurs kommen.
(Was Bosch in dem Geschäft gesucht hat, habe ich eh nie verstanden …)
Update (24.3.13):
WAZ und FAZ nennen Gesamtverluste von etwa 2,5 Milliarden Euro für Bosch über die gesamte Laufzeit der Solartochter …
3:58 pm • 22 März 2013
Ich bekomme *heute*, also fast 6 Jahre nach meinem Artikel, wieder Aktienspams zu County Line Energy. “Analyst Report News out!!! This Stock Looks Poised For A Monster Week! Trading Date: Mar, 20 Name: County Line Energy Inc Ticker Symbol: CY_L C Closed at: .03 Short Term Target Price: 0.20 Our Update is Inside. Another Promising Penny Play Is Coming Your Way!” Ist diese Masche denn NIE tot zu kriegen? (In Deutschland scheint die Aktie übrigens inzwischen nicht mehr gehandelt zu werden. Man zieht also wohl US-Anleger über den Tisch, beziehungsweise versucht es … 6:43 pm • 20 März 2013
Das ist nach zahlreichen Korruptionsskandalen, Kartellklagen und milliardenschweren Fehlinvestitionen in Brasilien und den USA auch mehr als überfällig … Passiert zum 31.03.13 Presse-Mitteilung - Presseinformationen - ThyssenKrupp AG siehe dazu auch: 1.3.2013: ThyssenKrupp unter Kartellverdacht. Diesmal: Autostahl - egghat’s not so micro blog 18.1.13: Beim wahrscheinlich durchrupptesten DAX-Konzern ist heute HV - egghat’s not so micro blog 1.12.2012: ThyssenKrupp Vorstand Claassen “im Urlaub” … - egghat’s not so micro blog 12.11.2012: Hallo Thyssenkrupp: Ich schreibe auch GERNE über Stahl - egghat’s not so micro blog … btw: #lsrfrei direkt von der Quelle … 12:54 pm • 8 März 2013
Noch ein kleiner Nachtrag zur Volksabstimmung in der Schweiz. Ich habe ja schon am Montag darauf hingewiesen, dass die Schweizer nicht für neue und harte Obergrenzen bei der Managervergütung gestimmt haben, sondern nur Details (keine An- und Abtrittsprämie z.B.) verboten haben. Ansonsten wurde “nur” der direkte Einfluss der Aktionäre auf die Gehälter massiv gestärkt. Zum Beispiel soll der Vergütungsausschuss demnächst direkt durch die Aktionäre gewählt werden und nicht durch das Management des Unternehmens selber. Auch werden durch verschiedene Maßnahmen die Kleinaktionäre (auf Kosten der Banken) wichtiger als vorher. Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Schweiz macht Volksabstimmung über Managermillionen Trotz dieses Zugewinns an direktem Einfluss, bestimmen immer noch Aktionäre über die Vergütung. Und diese werden sicher anders abstimmen als ein Normalverdiener oder gar Niedriglöhner. Jemand der 100.000 Franken im Jahr nach Hause bringt und 500.000 Franken Vermögen besitzt, wird ein Gehalt von einer Millionen sicherlich viel “normaler” und angemessener finden, als jemand der Auch wird ein Aktionär Stellenkürzungen im Unternehmen, die der Steigerung der Renditen dienen, viel sympathischer finden als jemand, der kein Geld in der Firma investiert hat. (logisch). Der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann glaubt daher, dass die Regelung in der Schweiz sogar das Gegenteil bewirken dürfte: Andererseits wundert mich, dass diese deutliche Mehrheit kaum verstanden hat, dass sie mit der Vorlage das genaue Gegenteil einer Deckelung der Managergehälter bewirken dürfte. Man hat den Füchsen, den gierigen Aktienfonds, den Hühnerstall anvertraut. Schließlich sind die als „Anreize“ ausgestalten Millionenboni letztlich der Hebel, mit denen diese die Unternehmen vollständig ihren unstillbaren Renditewünschen gefügig machen konnten. Nun sollen die Aktionäre noch unmittelbarer als bislang über die Boni befinden. Deckelung von Managergehältern: “Dem Fuchs den Hühnerstall anvertraut” - vdi-nachrichten.com An das Gegenteil glaube ich ehrlich gesagt nicht, aber eine realistische Wahrscheinlichkeit für ein “Verpuffen” der Wirkung sehe ich durchaus. Denn zumindest bei der Genehmigung von Boni, die unmittelbar an den Aktienkurs gebunden sind, sitzen Aktionäre und Vorstand in exakt dem selben Boot. Und das könnte durchaus dazu führen, dass das Management noch stärker auf den Aktienkurs schaut und noch kurzfristiger handelt als bisher. Allerdings gibt es auch durchaus die Möglichkeit, dass die Aktionäre für sinnvolle Regelungen sorgen. Also z.B. die Pensionszusagen an die langfristige Aktienkursentwicklung koppeln und damit dem Quartalsdenken Einhalt gebieten. All das ist aber reine Spekulation. Die Initiative hat bisher nur einen Rahmen gesteckt. Wie dieser mit Leben gefüllt wird und in welche Richtung er schlussendlich wirkt, weiss aktuell noch niemand. Update (14:01): Musste den “Niedriglohn” der Schweizer mal kräftig nach oben schieben. In der Schweiz liegt selbst ein Postbote bei knapp 50.000 SFr im Jahr. 10:16 am • 8 März 2013
Inkl. #FDP Connection. Durchsuchung der Staatsanwaltschaft. Sowohl in der Firma, wie in den Privaträumen der Vorstände. Ermittlungen auch gegen den FDP-Politiker Walter Döring, ehemals Wirtschaftsminister in Baden-Württemberg und bis zum Sommer 2012 im Vorstand von Windreich. Vermögensgegenstände sollen zu hoch angegeben worden sein, vielleicht sogar komplett erfunden worden sein. Nur dadurch sei eine Überschuldung vermieden worden. Die letzten offiziellen Zahlen (2011) weisen Schulden von insgesamt 434 Millionen Euro aus. 125 Mio. davon wurden an der Börse aufgenommen. Die Anleihen werden in Stuttgart notiert. Die bis 2015 laufende Anleihe (Nennwert 100) kostete am Freitag noch 50 Euro, heute unter 30. Die bis 2016 laufende sogar nur noch 20 Euro. Kurz: Die Börsianer glauben den Vorwürfen und rechnen nicht mehr mit einer Wende … Windparkentwickler: Ermittlung gegen Windreich - Unternehmen - FAZ 10:18 am • 6 März 2013
4:24 pm • 5 März 2013
Verlust je Aktie wie im Vorjahresquartal 12 Cent je Aktie. Das spiegelt den wahren Verlust aber nicht ganz wieder. Denn die Anzahl der Aktien ist deutlich gestiegen und der absolute Verlust stieg von 65 auf 81 Millionen Dollar. Und das bei massiv gestiegenen Umsätzen. Aus 492 Mio. wurden nun 638 Millionen, was dem Gewinn aber nicht geholfen hat. Das lässt weiterhin massive Zweifel an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells aufkommen. Die Aktie verlor fast ein Viertel von etwa 6 auf 4,50$. Das ist etwa ein Viertel des IPO-Preises, aber auch deutlich mehr als am Tief, das bei nur 2,60$ lag. Das Spannendste am Geschäftsbericht war der Rauswurf des Mitgründers und CEOs Mason, der einen ziemlich witzigen letzten Brief an seine Mitarbeiter geschrieben hat. Den gibt’s hier: Groupon Fires CEO Andrew Mason siehe dazu auch: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Groupon: Finger weg! Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Groupon hat den Börsengang geschrumpft … Groupon schafft Gewinn - Und die Aktie bricht ein - egghat’s not so … Groupon enttäuscht Erwartungen. Aktie minus 15%. - egghat’s not … Groupon verdient 2 Cent je Aktie: Aktie plus 30% - egghat’s not so … etc. pp. 10:06 am • 1 März 2013
Anheuser-Busch soll Bier gestreckt haben. Anheuser-Busch soll Bud gestreckt habe. Bud. Mit Wasser gestreckt. Der Verdünnungsgrad war doch vorher schon so hoch, dass das Bier nur als homöopathisches Heilmittel in der Apotheke verkauft werden durfte, oder? Anheuser Busch wehrt sich und behauptet, das wäre nicht so gewesen. Die Plörre hätte schon immer so geschmeckt ;-) 9:32 am • 27 Februar 2013
Der Vorwurf wäre sooooo ungeheuerlich am Ende auch nicht. Das hatten wir schon ein paar Mal … Aber für 6.000 Euro im Monat und ein paar Handtaschen?!? Bei komischen Graumarktprodukten ist das meiner Einschätzung nach eher selten, bei Aktienpushereien hingegen üblich. Denn ohne irgendeinen Draht zur Presse läuft da wenig. Die Zeitschrift, um die es geht, soll 100.000 Leser (“erfolgsorientierte, qualifizierte Finanzberater im deutschsprachigen Raum”) haben. 100.000? Wow. Kein Wunder, dass die ganzen intransparenten Finanzprodukte Käufer finden. Wenn allein 100.000 Verkäufer durch das Land fahren und den Kram vertickern, wundert mich gar nix mehr … 1:43 pm • 22 Februar 2013
Genauer: Die Mutter von Standard & Poors McGraw-Hill (in Deutschland eher bekannt durch die Verlagsaktivitäten, aber z.B. auch Lizenzgeber für die Dow Jones Indizes) wurde jetzt vom Konkurrenten Moody’s herabgestuft. McGraw-Hill Credit Rating Cut by Moody’s After U.S. Sues S&P - Bloomberg Grund ist vor allem die Klage der US-Regierung gegen S&P. Daraus könnten Strafen in Milliardenhöhe entstehen. Moody’s hält bis zu 5 Milliarden Dollar für möglich. Rating nun Baa2 nach A3, also nur noch zwei Stufen oberhalb von Junk. Die andere große Ratingagentur Fitch hat McGraw-Hill schon vor gut einer Woche um eine Stufe auf BBB+ nach A- herabgestuft. US-Justizministerium verklagt Standard & Poor’s | tagesschau.de Und nun zum Lachen (die Woche war hart genug), noch einmal der Postillon Artikel: Der Postillon: Ratingagenturen-Ratingagentur stuft Rating von Ratingagenturen herab
25.000 40.000 Franken im Jahr verdient und Null Vermögen hat.
