Renditeabstand 30-Jahresanleihen Deutschland vs. Japan.
Von fast 4,0 Prozent(punkten) auf weniger als 0,4 Prozent(punkte).
Wenn man auf die Performance der Wirtschaft Japans in den letzten 2 Jahrzehnten schaut, sollten wir uns nicht zu viel über derart niedrige Zinsen freuen …
(via FT Alphaville » Germany has all but turned Japanese)
4:42 pm • 24 Mai 2012
Bald habt ihr die freie Auswahl :-) S04 macht Rekordumsatz und plant Unternehmensanleihe - Bundesliga - kicker online 4:40 pm • 7 Mai 2012
Das ist die erste Versteigerung der Kreditausfallversicherungen auf die Staatsanleihen von Griechenland. Das ist noch einmal etwas mehr als der offizielle Haircut von gut 70%. Bei der Versteigerung liegen die Erwartungen der zukünftigen Zahlungen Griechenlands also niedriger als im offiziellen Haircut. Interessant! Konkret bedeutet das nun, dass alle, die die CDS auf die griechischen Anleihen gekauft haben, die Differenz zwischen 21,75 und 100% ausgezahlt bekommen, also 78,25. Gleichzeitig müsste der Versicherte seine Anleihen zu 21,75 an die Versicherung abtreten (man kann das aber auch rein über Geld abwickeln). Dadurch ist sichergestellt, dass auch bei einem nicht fairen Preis (den kann am Ende ja niemand wirklich bestimmen) keiner der beiden Seiten benachteiligt wird. Ist der Settlement-Preis (also die 21,75) zum Beispiel zu niedrig (wahrer Wert im Nachhinein z.B. 30), bekommt der Versicherte zu viel Geld von der Versicherung (78,25, 8,25 zu viel), muss die Anleihen hingegen unter Wert abgeben (zu 21,75, 8,25 zu wenig). Die Versicherung bekommt die Anleihen zu billig (8,25), muss aber zu viel auszahlen (8,25). Am Ende sind beide Seiten aber immer bei 100%. ISDA Initial Results of the Hellenic Republic Auction, 19 March 2012 Update (13:22) Ich habe vergessen zu erwähnen, dass das VORLÄUFIGE Ergebnisse sind (“Initial” halt) und noch nicht das Endergebnis darstellen. Es sind noch offene Positionen vorhanden, die bei diesem Preis noch nicht geschlossen werden. Diese Teilnehmer haben jetzt aber eine Indikation, anhand derer sie ihre Positionsglattstelluung weiterverhandeln können. Das Endergebnis soll es heute Nachmittag um 15:30 geben. Dann gibt’s auch nochmal ein Update. Update 2 (16:52): So, die Auktion ist vorbei. Der endgültige Preis liegt nur wenig verändert bei 21,50. Das Nettovolumen, das “gecleart” wurde, lag bei albernen 2 Mrd. Euro. Die größte Einzelposition hatte die HSBC mit 332 Millionen Euro. Nicht wirklich unerwartet lief das ganze ziemlich störungsfrei. Es gibt zwar immer noch die Möglichkeit, dass noch irgendjemand CDS auf Griechenland besitzt und diese nicht gemeldet und über die ISDA abgewickelt wurden; es könnte immer noch sein, dass irgendwo Anleihen (oder Derivate) existieren, die jetzt auch feuern, aber alles in allem sollte auch dort keine weitere Gefahr drohen … http://www.creditfixings.com/CreditEventAuctions/disclaimer.jsp?ticker=GREECE 12:32 pm • 19 März 2012
My Big Fat Greek Bond Crash: -15% heute, Allzeittief. Ich muss zwar gestehen, dass ich nicht verstehe, warum die Spekulanten gerade jetzt die Nerven verlieren (bei gut 70% Haircut wäre ja beim aktuellen Kurs kein Kursrisiko mehr vorhanden, allerdings immer noch die Hoffnung auf mehr Geld, wenn die freiwillige Umschuldung bleibt und die (wenigen) Nichtfreiwilligen doch die 100% bekämen). 6:24 pm • 22 Februar 2012
6-Monats-Bundesanleihe bei der Versteigerung heute mit negativer Rendite. First time ever. (Update: Es sei ergänzt, dass es negative Renditen am Zweitmarkt, also beim normalen Handel nach der Versteigerung, in 2011 schon einmal gab, siehe 1-Jährige Bundesanleihen mit negativer Rendite - egghat’s not so micro blog). Man bekommt als Anleger, der heute bei der Auktion der sechsmonatigen Bundesanleihen (BuBills genannt) Zuschlag bekommen hat, im Juli also geringfügig weniger Geld zurück als man heute angelegt. Die Rendite: -0,0122%. Germany sells 3.9 bln euros of 6-mth Bubill at negative yield | Reuters Jetzt wisst ihr auch, warum die Banken ihr Geld tageweise bei der EZB anlegen. So viel wie noch nie zuvor (aktuell 463 Milliarden Euro, höchster Wert ever) übrigens. Bei der EZB gibt’s allerdings noch Zinsen, wenn auch sehr niedrige … Vertrauenskrise: Angsteinlagen bei EZB steigen auf Rekord | FTD.de Die Geldmärkte in Europa werden weiterhin von extremer Unsicherheit geprägt. Update (14:38): Noch zwei ganz interessante Ergänzungen zur Negativrendite: a) Alle deutschen Staatsanleihen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr werfen negative Renditen ab (PDF der Finanzagentur). b) Eine negative Rendite bei der Versteigerung war früher gar nicht möglich. Das Auktionsverfahren verlangte bis dato immer die Abgabe von Rendite größer als Null. Erst mit der Umstellung (wahrscheinlich zu Jahresbeginn) auf ein einfaches Kursgebot ermöglichte die Abgabe von Geboten, die eine Rendite bringen. (Danke an @blicklog und @FTD_Wunder für die Hinweise). 12:11 pm • 9 Januar 2012
zumindest teilweise … Klar, auf eine Anlagesumme von fast 100.000 und bei einer Haltedauer von drei Jahren ist eine halbe Unze Gold (Wert gut 650 Euro) als Zins nicht so doll. 0,65% auf drei Jahre ergeben gerade einmal 0,2% pro Jahr. Aber wenn man bedenkt, dass die letzte Versteigerung der japanischen Staatsanleihen bei einer Rendite von 0,18% zugeteilt wurde, ist das immerhin eine Verdopplung der Rendite, anders gesagt werden 50% der Zinsen in Form von Edelmetallen ausgeschüttet. Und weil man die Münze nur mit dem Kauf der Wiederaufbauanleihe bekommt, könnte der Anteil sogar noch steigen, weil die Auflage beschränkt ist und die extra geprägte Münze einen gewissen Sammlerwert entwickeln dürfte. Gar nicht so dumme Aktion! Die FTD wirft auch ein paar Ideen für eine europäische Version in den Raum, die ich aber nicht so spannend finde. Einladung zur Bunga Bunga Party bei Silvio? Ich verzichte dankend, auch wenn ich dann mal wieder Einträge in mein Silvio Looking at Butts Blog machen könnte ;-) Habt ihr Ideen für ESM-Anleihen? Endspielkarte für die Fußball-EM 2012? 10:45 am • 7 Dezember 2011
Minus 1 bis 2%. Das ist ein Wort. Eine gewisse Abschwächung sehen inzwischen alle, nicht zuletzt dies nur noch ganz knapp über der Null-Linie liegende Wachstumsprognose für Europa deutet das ja schon heute an (EU-Kommission rechnet nur noch mit Mini-Plus im 2. Hj 2011 - egghat’s not so micro blog). Nun sieht der Verwalter des größten Anleihenfonds der Welt, die Allianz-Tochter PIMCO, das aber noch deutlich pessimistischer: Ein Minus von 1 bis 2 Prozent für die nächsten 12 Monate (also 4. Quartal 2011 bis 3. Quartal 2012) für Europa und eine Stagnation in den USA. Auch für die gesamte Weltwirtschaft sieht PIMCO nur noch 2,5% Wachstum, was deutlich unter den 4% liegt, die der IWF noch vor kurzem geschätzt hat. (Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass die 2,5% schon die Definition für eine weltweite Rezession erfüllen. Die Schwelle dafür liegt über Null, weil das Basiswachstum der asiatischen Volkswirtschaften deutlich über Null liegt). Pimco Forecasts Europe Recession Next Year - Bloomberg Man sollte aber auch erwähnen, dass die letzte große Prognose von Pimco, US-Staatsanleihen komplett aus dem Depot zu werfen (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Oh, Bill Gross sieht US-Staatsschulden aber negativ und PIMCO jetzt short in US-Anleihen - egghat’s not so micro blog), ziemlich in die Hose ging: Die 30-jährige US-Staatsanleihe ist seit März von etwa 120 auf inzwischen 145 Dollar gestiegen … 12:32 pm • 26 September 2011
Diese strukturierten Papiere sind schon toll. Diese “Synthetischen” Anleihen z.B. die Synthia Anleihen von der LBBW, bei denen man eine Anleihe mit einem etwas höheren Zins bekommt, der Rückzahlungskurs aber an den niedrigsten Kurs aus einer Reihe Papiere gekoppelt ist, habe ich schon immer sehr kritisch gesehen. Man muss sich nur mal etwas mit der Mathematik dahinter beschäftigt haben um zu merken, dass das jeden Privatanleger überfordern muss. Sowas gibt es als Anleihe (Credit-Linked-Bond), aber auch als Zertifikat. Im beschriebenen Fall mit den Griechenlandanleihen sinken die Kurse der Anleihen (bzw. Zertifikate) wohl auf den Kurs der niedrigsten Kurs der Papiere im Paket, also der Griechenlandanleihe. Dass bei den anderen zugrundeliegenden Anleihen nichts passiert ist, tut nichts zur Sache: Man bekommt das schlechteste aus dem Paket. Sowas gibt es in den abstrusesten Abwandlungen. Ziemlich intransparentes, aber vor allem unmöglich bewertbares Zeug, das wahrscheinlich in den meisten Fällen von den Bankmitarbeitern an “A&D”-Kunden (alt und dumm) verkloppt wurde. Es geht wahrscheinlich nicht um wirklich viel Geld, zumindest nicht um so viel wie bei der Pleite von Lehman. Damals gab es wohl ein größeres Volumen an Papieren, die mit dem Ausfall von Lehman ebenfalls nahezu wertlos waren. Die Regel für Privatanleger ist einfach: Was man nicht versteht (in diesem Fall konkret: was man nicht bewerten kann), sollte man nicht kaufen. Finger weg! In der Regel will immer irgendjemand ein Risiko loswerden und sucht dafür natürlich einen möglichst Dummen, der das Risiko nicht sieht. Es gibt dabei selten eine Win-Win-Situation, also ein Geschäft, das sich für beide Seiten lohnt. Und vielleicht ist das sogar die Regel, die man Privatinvestoren an die Hand geben sollte: Wo ist die Win-Win-Situation? Wieso wird dieses Risiko verbrieft und wiese sollte es sich lohnen, wenn ich als Privatanleger, der das Risiko nicht beurteilen kann, das Risiko übernehme? Wenn der Berater das nicht erklären kann, sollte man das Geschäft ablehnen … Portfolio: Griechenland-Privatanleger bangen um ihr Geld | FTD.de 8:30 am • 1 Mai 2011
Ich glaube aber trotzdem, dass eine gemeinsame Anleihe aller Euroländer kommen wird. Deutschland wird seine Meinung dagegen wohl kaum durchsetzen können … Otmar Issing: Germans Should Just Say No to Eurobonds | Credit Writedowns
Ist der Settlement-Preis zu hoch (also z.B. wahrer Wert 15), bekommt der Versicherte zu wenig Geld von der Versicherung (6,25), erhält aber zu viel für die Anleihen (6,25). Auf der Versicherungsseite ist das wieder genau anders herum.
Suggestivfrage: Können sie sich vorstellen, dass Griechenland als EU-Mitglied Pleite macht? Klare Antwort natürlich “Nein”.