… statt bei 150% wie bisher geschätzt (Jetzt=Ende 2010). 2012 sollen es sogar
166%
werden.
Die Neuverschuldung soll dieses Jahr bei 9,5% des BIPs liegen. Eigentlich sollte 2010 bereits darunter liegen. Auch 2012 wird die ursprüngliche Planung für 2010 nicht erreicht werden: Die EU-Kommission erwartet jetzt 9,3% Minus.
Die Planung bei Gewährung des ersten Rettungspakets sah so aus:
Defizitquote des Haushalts 2010 soll auf 8,1 Prozent des BIP gesenkt werden (Die griechische Regierung hält bislang sogar 7,8 Prozent für erreichbar). 2014 will Griechenland die Kriterien des Maastricht-Vertrags wieder schaffen und weniger als 3% Neuverschuldung erreichen
Daraus wurde nach einigen Korrekturen an den alten Zahlen folgende Planung für die Haushaltsdefizite/BIP:
10,5 Prozent 2010,
7,6 Prozent 2011,
6,5 Prozent 2012,
4,8 Prozent 2013 und
2,6 Prozent 2014.
Und jetzt sind wir schon bei 9,3% für 2012 angekommen. Nur ein Jahr nach dem 110-Milliarden-Rettungspaket ist das Minus für 2012 von weniger als 6% auf 9,3% nach oben korrigiert worden. Ergo hat man vom Sparziel deutlich weniger als die Hälfte erreicht.
Es fällt auf, dass am kurzen Ende die Zahlen kräftiger (nach oben) korrigiert werden als am langen Ende. Wenn man aber realistischerweise annimmt, dass die Sparbemühungen in Zukunft nicht plötzlich besser greifen als bisher, hätte man das Erreichen der Maastricht-Kriterien bereits mindestens zwei Jahre weiter in die Zukunft schieben müssen. Aber das gibt man - klassische Salamitaktik - erst 2013 zu …
Meiner Meinung nach kann man sich die Erfüllung der Maastrichtkriterien für 2014 inzwischen genauso klemmen wie eine Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt 2012 …