Das war angesichts der Erdbeben und Tsunami-Katastrophe zu erwarten/befürchten.
In der Automobilbranche sank die Produktion im März sogar um 57%. Das ist natürlich ein historischer Einbruch.
Wie tief es ging, wissen wir jetzt, die spannende Frage ist nun, wie schnell sich Japan wieder erholen wird.
Und da darf man durchaus pessimistisch sein. Zumindest wird es hohe Staatsausgaben bedürfen, die die sowieso schon hohe Staatsverschuldung Japans (etwa 200%/BIP) noch weiter erhöhen wird. Unter anderem deshalb hat die Ratingagentur Standard&Poors gestern den Ausblick für die japanischen Staatsanleihen auf negativ gesenkt. Das Rating blieb aber (vorerst?) bei AA-, dem vierthöchsten möglichen Wert. Dass Japan bei einer Staatsverschuldung, die deutlich höher als in Griechenland (143%) liegt, noch ein so gutes Rating hat, liegt im Wesentlichen an zwei Gründen: a) Japan hat einen sehr hohen Exportüberschuss und b) liegt die Verschuldung des japanischen Staats vor allem in den Händen der japanischen Verbraucher (und nur zu einem geringen Teil im Ausland).
Weniger Kreditwürdigkeit: S&P stuft Ausblick für Japan herunter | FTD.de