Nach vorübergehender Ruhe an der Korruptionsfront (bis auf von und zu Googleberg ;-) ), mal wieder was verbloggenswertes.
Es geht um Parteispenden im Gesamtwert von mehr als 1 Millionen Euro, was sich aber etwas relativiert, weil es sich um ein System handelt, das seit 1990 läuft. Spender ist der Spielhallenkonzern Gauselmann bzw. damit es nicht so auffällt, die Manager der Firma und auch die Familie Gauselmann, natürlich auch alle einzeln und unabhängig voneinander …
Offiziell haben die Spenden nichts miteinander zu tun, inoffiziell darf man daran aber wohl gewissen Zweifel hegen. Experten werten das als “geschicktes Umgehungsmanöver”.
Ein richtig großer Skandal wird das wohl nicht werden und richtige Konsequenzen wird das ganze wohl kaum haben. Der oben erwähnte lange Zeitraum relativiert die Summe etwas und außerdem war der Spender so clever und hat alle Parteien (SPD, CDU, FDP, Grüne) bedacht. Da kann also keine Partei der anderen einen reinwürgen, also kehrt man gemeinsam die Affäre unter den Teppich … (jaja ich habe eine Partei vergessen, aber auf die hört eh keiner …)
Update (14.04.11):
Gericht entlastet Gauselmann. Die kritische Grenze von 10.000 Euro an eine Partei sei nicht überschritten worden und dass die Mitarbeiter das Geld nur “im Auftrag von Gauselmann” gespendet haben, ebenfalls nicht. Die Ermittlungen wurden eingestellt.