… und verschlampt sie gleich wieder …
Ohne Worte …
Und wenn man jetzt richtig böse ist, glaubt man nicht einmal, dass die CD zufällig verschwunden ist … Da werden wohl einige Leute drauf stehen, deren Kontakte nach sehr weit oben reichen und deren Zahlungen in der Vergangenheit ebenfalls bis sehr weit nach oben reichten …
Nun gut, eine Kopie der CD (die übrigens angeblich von der damaligen französischen Finanzministerin und heutigen IWF Chefin Lagarde stammen soll) sollte auffindbar sein. Aber es bringt den mutmaßlichen Steuersündern Zeit. Bis jetzt ist anscheinend noch niemand verklagt worden, obwohl die Übergabe bereits vor 2 Jahren erfolgt sein soll …
ekathimerini.com | Stournaras vows to find CD with list of Greek depositors at Swiss bank
Update (03.10.12):
Ich habe es ja schon fast geahnt … Die Geschichte wird immer irrer …
Die CD ist inzwischen wieder aufgetaucht. Sie lag über ein Jahr lang in einer Schublade beim ehemaligen Finanzminister Venizelos. Er hatte nach eigener Aussage kein Vertrauen in die Finanzbeamten, die die Daten dann hätten verwerten sollen. Also hat er nur 20 ausgewählte Namen weiter geleitet. Quasi als Test (Man könnte natürlich auch sagen, dass er die 20 handselektiert hatte und “Friends & Family” gefiltert hat … Aber so böse bin ich nicht …). Nach einem Wechsel bei den Steuerbehörden wurde die Auswertung der Liste wie auch der Gesamt.CD komplett eingestellt, weil die Daten nicht aus “legalen Quellen” stammten.
Krass. Überall Korruption in Griechenland und bei der Steuer-CD ist dieses ultraklamme Land korrekter als korrekt. Korrekter als die Deutschen …
Odyssee der Falciani-CD - NZZ.ch, 03.10.2012
Update (04.10.12):
Die griechische Zeitung Kathimerini findet den ganzen Vorfall genauso peinlich wie ich und wirft der griechischen Regierung und den Finanzbehörden einen
“shocking lack of professionalism”
vor. Dem ist nichts hinzuzufügen.