Beim ersten Mal hieß es Photovoltaik. Es wurde gefördert bis zum Geht-nicht-mehr. Es wurden Milliardenlasten über das EEG über 20 Jahre in die Zukunft verteilt und dafür gab es am Ende (2011) gerade einmal 3,2% des deutschen Strombedarfs. Zwischenzeitlich brachte es einen Haufen Fabriken in Deutschland und hoch bewertete Unternehmen, die inzwischen alle wieder Pleitegehen bzw. von der Pleite bedroht sind. So richtig nachhaltig stelle ich mir anders vor …
siehe u.a. Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Subventionen für Dachflächenbesitzer …
Dann kam Biodiesel und -Ethanol. War alles total toll: Kein CO2 Ausstoß beim Verbrennen (den CO2-Bedarf bei der Erzeugung ignoriert man einfach …), gutes Gewissen der Autofahrer und Politiker (“öko geht immer”), Automobilindustrie erfüllt CO2 Vorgaben leichter und nicht zuletzt freuen sich die Bauern über nahezu garantierte Absatzmärkte und -preise.
siehe u.a. Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: EU begräbt E10 Pläne. Vernunft siegt. Oh Wunder!
Und jetzt Windkraft im Meer. Jede Menge ungelöste technische Probleme (Korrosion), Probleme beim Bau und noch viel schlimmer beim Transport des Windstroms zum Verbraucher. Naja, da muss halt der Verbraucher in die Haftung genommen werden und die Regierung gibt den Energiekonzernen eine Investitionsgarantie, damit diese ihre Anlagen auch bauen können. Und wenn der Strom nicht abtransportiert werden kann, bekommen die Konzerne halt auch Geld, wenn sie keinen Strom einspeisen.
Das hätte ich auch mal gerne: Geld dafür bekommen, dass ich arbeiten könnte …
Die Probleme der dritten Stufe fasst Lothar Lochmaier im WSJ gut zusammen:
Windkraft aus dem Meer: Ein Poker mit maximalem Risiko - Wallstreetjournal.de
Update (15:32):
Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem Pokerspieler? Der Pokerspieler ist nach dem ersten verlorenen All-In vom Tisch …
Und zu den Windparks auf hoher See: Man muss sich die Zeitabläufe bei solchen Entscheidungen mal zu Gemüte führen: Es werden erst die Windparks auf dem Meer gebaut und anschließend kümmert man sich um die Frage, wie man den Strom dort wegbekommt. Unfassbar …