Der Athener Stadtteil Kolonaki liegt nordöstlich des Zentrums auf einem Hügel. Wer etwas (zum Beispiel die ein oder andere Drachme) auf sich hielt, kaufte sich mit einem Appartment in die Welt der Reichen, Schönen und Intellektuellen ein. Heute leben hier vor allem Angestellte der zahlreichen Botschaften und Organisationen und jener Teil der Athener Mittelschicht, der sich die Mieten noch leisten kann. Von der Krise ist hier auf den ersten Blick nichts zu spüren: Delikatessengeschäfte, teure Boutiquen und Restaurants, dazu von gepflegten Autos gesäumte saubere Straßen. Doch der Schein trügt, klar. Am Ausgang der Metrostation Evangelismos wühlt ein gepflegt aussehender Mittfünfziger im Mülleimer. Vor der Botschaft Pakistans warten rund einhundert Männer in der sengenden Hitze auf Einlass.
Das mal als kleine Erinnerung an die Reise nach Griechenland, über die ich berichtet hatte. Könnt ihr ruhig mal folgen diesem Blog.