Interessante Strategie. Der ehemalige Chef von MAN Weinmann kämpft mit allen Mitteln gegen die Korruptionsvorwürfe, die die Justiz gegen ihn vorbringt.
Auf die Eröffnung des Verfahrens (was bedeutet, dass eine Verurteilung realistisch ist), reagiert er mit einer Verleumdungsklage gegen die Staatsanwälte.
Seine Anwälte lassen den Vorabversand der Anklageschrift an die Presse verbieten und wollen sogar gegen das Vorlesen der Anklageschrift in der Öffentlichkeit vorgehen.
Das Ganze ist relativ überraschend, weil in der MAN Tochter MAN Turbo (die gute alte Gutehoffnungshütte aus dem wunderschönen Oberhausen ;-) ) Korruption üblich war und der dortige Chef auch verurteilt wurde (weil er bei den Ermittlungen kooperiert hat, kam er mit 2 Jahren BEwährung + Geldstrafe davon). Auch MAN als Firma hat bereits 151 Millionen Euro Strafe bezahlt.
Diese Fälle fielen (zumindest teilweise) in die Zeit von Weinmann. Da muss er doch realistisch damit rechnen, dass auch gegen ihn ermittelt wird. Daran haben einfach zu viele Leute Interesse: Die Mitarbeiter, die Aktionäre, am Ende des gesamte Öffentlichkeit.
Mal schauen, wie das weiter geht …
Update (21:33):
Für heute ist die Taktik von Weinmann nicht wirklich aufgegangen …
Anton Weinmann: Früherer MAN-Vorstand kassiert juristische Niederlage | FTD.de