Das soll jetzt keinen Griechenbashing werden… Allen, die das vorhaben, empfehle ich mal, nach einem Börseneinbruch um über 90% (Hoch 2008 etwa 2800 Punkte, jetzt gut 200) signifikante Einnahmen durch Privatisierungen zu erzielen.
Die Erlösplanung von ursprünglich 50 Milliarden Euro war vom ersten Tag an total unrealistisch (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Was ist der Staatsbesitz Griechenlands wert? und Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Die volle Zahlendröhnung aus Griechenland II - Privatisierungserlöse). Das machte allein aufgrund der Größe des Landes keinen Sinn, auf die Größe Deutschlands hochgerechnet hätte das einem Staatsbesitz von 3 oder 4 Billionen in Deutschland entsprochen. Einen solchen Besitz hat Deutschland aber nicht …
Inzwischen wurden die Privatisierungsplanungen auch auf 9 Milliarden reduziert, aber selbst das kommt nur sehr schleppend voran. Im Ersten Quartal gab es nämlich nichts. Null.
Der Verkauf macht zum aktuellen Zeitpunkt angesichts der völlig am Boden liegenden Preise auch keinen Sinn. Viel sinnvoller wäre es, wenn Griechenland den Staatsbesitz als Sicherheit hinter garantierte Anleihen packt. Das würde zumindest eine teilweise Rückkehr an den Kapitalmarkt erlauben. Klar, die Eigner der alten Anleihen würden diesen De-Fakto-Rangrücktritt nicht gerne sehen, aber hej: Griechenland könnte die Assets auch verschenken und dagegen könnten die Anleihebesitzer auch nichts machen ..