OK, das ist jetzt eine Argumentationskette, die sich nur meinen Lesern (mit mehr grauer Hirnsubstanz als im Durchschnitt) erschließt (und die man eigentlich so auch gar nicht machen kann …).
Dass Intelligente mehr trinken, hatten wir ja letzte Tage schon (siehe nach unter der völlig unzulässigen Überschrift Saufen macht schlau - egghat’s not so micro blog).
Jetzt hat der Verhaltensökonom Ernst Fehr herausgefunden, dass es eine Korrelation zwischen der Menge grauer Gehirnmasse (gemeinhin mit Intelligenz gleich gesetzt) und dem Altruismus gibt. Intelligenter teilt also mehr (Geld zum Beispiel) und verhält sich weniger egoistisch.
Wer intelligent ist, setzt sich also entspannt hin, macht eine Flasche guten Wein auf und gönnt auch seinem Gegenüber ein Gläschen davon ;-)
Ernst Fehr: Je mehr graue Hirnsubstanz, umso altruistischer » FehrAdvice Blog
OK, meine Zusammenfassung oben ist zugegebenermaßen total schief. Denn in der Studie von Fehr geht es nur um die graue Gehirnmasse in einem bestimmten Bereich des Gehirns. Es steht ja schließlich bewusst “Gehirnmasse” in der Überschrift und nicht “Intelligenz” oder “IQ”. Ob zwischen der “Gehirnmasse in diesem speziellen Bereich” und dem was man normalerweise “IQ” nennt, überhaupt ein Zusammenhang besteht, ist völlig unklar. Auch ist bis dato völlig unklar, ob der Effekt ein “angeborener” oder ein “erlernter” ist.
Trotzdem ist der Nachweis des Zusammenhang zwischen einem bestimmten Verhalten (Altruismus) und der biologischen Struktur des Gehirns ein ziemlich bahnbrechender.