Ganz interessanter Artikel mit ein paar Aussagen eines ehemaligen Angestellten von S&P. Der Fall an sich ist ganz interessant, ein paar Aussagen sind allerdings etwas seltsam.
Gerade am Ende komme ich nicht mit. Die Ratingstufen AAA und Aaa würden nichts bedeuten, weil eine Ratingagentur das mit “extrem stark” beschreibt und die andere mit “höchste Qualität”. Aber diese Umschreibung ist doch Wurscht, wesentlich konkreter sind die geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten in den nächsten 5 Jahren. Und die sind schon ziemlich exakt und auch ziemlich vergleichbar innerhalb der Ratingagenturen.
Und warum die fallenden Zinsen als Beispiel für eine verbesserte Bonität der USA herhalten sollen, weiss ich auch nicht. Das Zinsniveau ist schließlich weltweit gefallen. Und dafür gab es auch andere Einflussfaktoren und nicht nur die Bonität (z.B. Inflationserwartung). Wenn überhaupt hätte man als Bonitätseinschätzung die CDS (Kreditausfallversicherungen) ranziehen können.
S&P-Insider: „Es war wie im Wilden Westen“ - Börse Märkte - Finanzen - Handelsblatt