Ach nee, schlau wird Säufer …
Ursache und Wirkung sollte man hier besser nicht vertauschen …
Der Zusammenhang scheint statistisch stabil zu sein. Die Frage ist nur, warum das so ist? Schießen sich die Smarten durch viel Alkohol auf das Niveau der Normalen?
Oder wie foodandwineblog.com als praktische Lebenshilfe schreibt: Helft dem armen Trinker einfach, wenn er allein in der Ecke sitzt. Es ist kein blöder, besoffener Ire, es ist ein Hochintelligenter, der versucht, sozial kompatibel zu werden …
Speculative reasons why smart people drink more — food, wine, beer, culture
Weitere (ziemlich an den Haaren herbeigezogene) Gründe, warum Intelligente mehr trinken:
Why do smart kids grow up to be heavier drinkers? - The Week
Aber nicht alles so ernst nehmen. Entspannt Euch und trinkt ein Glas Bier bzw. Wein.
Update (10:57):
Es gibt (mindestens) eine Studie, die versucht hat, die gesellschaftliche Wirkung von Alkoholgenuss in Gesellschaft ökonomisch zu untersuchen. Sie stammt von Björn Frank , Justus Haucap und Annika Herr und trägt den schönen Titel:
In vino veritas: Theory and evidence on social drinking
Die Idee der Studie kann man ganz gut aus der Zusammenfassung lesen (der akademisch relevante Teil dürfte den Normalleser überfordern), es gibt allerdings auch einen sehr schönen Artikel im Handelsblatt, der die Studie gut zusammenfasst:
Studie: Alkohol - Schmiermittel für gute Geschäfte - Ökonomie - Politik - Handelsblatt
Die Studie geht zwar in eine etwas andere Richtung, denn die ökonomisch relevante gesellschaftliche Wirkung ist ziemlich sicher nicht die einzige Ursache. Es gibt ja nicht nur “Geschäftstrinken”, sondern auch rein privates “Privattrinken”.