Da schießt einem doch gleich ein Gedanke durch den Kopf:
Was hat die Bankenlobby denn dafür gezahlt?!?
Ich kann mich an das Gejammer der Banken noch erinnern, als der Bund anfing, durch die Tagesanleihe quasi Tagesgeldkonten anzubieten. Auch das kostenlose Konto bei der Bundesfinanzagentur (damals Bundesschuldenverwaltung) (natürlich nur für Papiere von Vater Staat) war in Bankkreisen logischerweise ziemlich unbeliebt.
Nun ist das Alles Geschichte … Neue Konten können nicht mehr eröffnet werden, in bestehende können keine neuen Papiere mehr eingebucht werden. Es wird also langsam abgewickelt …
Angeblich ist das alles zu teuer, was aber nicht unplausibel ist. Die paar Kröten von Otto-Normal-Anleger senken den Zins für Deutschland nicht wirklich, die Verwaltung hingegen ist - auch wegen der unglaublich hohen Anforderungen - ziemlich teuer. Die Banken verdienen mit ihren Depots wahrscheinlich auch nur dann Geld, wenn sie den Kunden ein paar überteuerte Fonds aufs Auge drücken können …
FAZ: Bundeswertpapiere: Aus für Bundesschatzbriefe
Update (04.07.12):
Gerald Braunberger kann das Gejammer nicht nachvollziehen und weist auf das gefallene Volumen (36 Mrd. € 2000, knapp 8 2012) hin.
Adieu, Bundesschatzbriefe: Das war’s, Schätzchen - Wirtschaft - FAZ