Und am Ende des Monats soll die Geschwindigkeit sogar wieder zugenommen haben.
Im Mai sollen erneut 5 bis 6 Milliarden Euro von den griechischen Banken abgehoben worden sein. Das Geld soll vor allem in US-Dollars und Bundesanleihen geflossen sein.
Und das alles, obwohl die nächste Rate für die Griechenlandrettung ausgezahlt wurde und 18 Milliarden Euro davon zur Rekapitalisierung der griechischen Banken verwendet werden soll.
Man kann aber am fortgesetzten Bankrun in Griechenland schön erkennen, dass der Bankrun in Südeuropa zwei Ursachen hat:
a) Die Angst vor Bankenpleiten.
b) Die Angst vor einem Euro-Austritt.
Und gegen den zweiten Auslöser helfen Bankenkapitalisierungen wie in Griechenland (oder jetzt in Spanien) leider gar nicht.
OK, in Spanien dürfte die Angst vor einem Euro-Austritt noch nicht sehr groß sein. Aber wenn dieses Thema aufkommen sollte, wird eine halbherzige Lösung wie die jetzt in Spanien nicht helfen …
ekathimerini.com | Withdrawals up again due to uncertainty
Interessant übrigens auch die zweite Zahl im Kathimerini Artikel: Bereits 18% aller Konsumentenkredite in Griechenland sind überfällig, sprich mehr als 90 Tage im Zahlungsverzug. Die Verschuldung der Privatleute in Griechenland war nicht sonderlich hoch und von einer platzenden Kreditblase kann man daher nicht sprechen. Eine gute Nachricht für die griechischen Banken ist das aber trotzdem nicht …