Das sind zwei Stufen weniger als vorher, wenn man die Bonität in fremder Währung betrachtet; in lokaler Währung gesehen ist es eine Stufe weniger.
Der Ausblick bleibt auch nach der Herabstufung negativ.
Hauptgrund ist natürlich die extrem hohe Schuldenlast von nun geschätzten 239% des japanischen BIPs (zum Vergleich: Griechenland lag vor dem Schuldenschnitt bei etwa 160%). Vor allem der starke Anstieg seit Beginn der Krise (+61 Prozentpunkt) beunruhigt Fitch. Im Durchschnitt stieg der Schuldenberg nur um 39 Prozentpunkte, in Ländern mit ähnlichen Ratings wie Japan sogar nur um 8 Prozentpunkte.
Fitch zweifelt am politischen Sparwillen und fragt sich, woher angesichts der Alterung der Bevölkerung das Wachstum kommen soll.
Auf der Habenseite verfügt Japan immer noch über hohe Auslandsvermögen, die laut Fitch bei etwa 80% des BIPs liegen dürften. Außerdem schafft Japan es weiterhin, seine Schulden zu extrem niedrigen Zinsen aufzunehmen.
Eine nachhaltige Verbesserung der Bonitätseinschätzung der japanischen Staatsschulden kann es laut Fitch eigentlich nur geben, wenn das Wachstum in Japan stärker wird.