Genauer auf Photovoltaik.
“Wir haben den Preisverfall bei Modulen massiv unterschätzt. ”
Nicht nur ihr.
Die einzigen, die das nicht verstehen, sind unsere Politiker. Nach 10 Jahren mehr oder weniger sinnlosen (sprich zu teuren) Investitionen in (noch) viel zu teure Solarzellen, soll jetzt die Förderung massiv gekürzt werden. Gerade jetzt, wo die Kosten für Solarstrom schon unter die Kosten für Gaskraftwerke gefallen sind (die man allerdings weiter braucht, weil die extrem flexibel sind).
Man kann durch eine Kürzung heute die Fehler der Vergangenheit nicht wieder glattbügeln. Die Solarschulden sind da und kann keine Maßnahme heute daran noch etwas ändern. Entscheidend für aktuelle Entscheidungen ist nur, was in der Zukunft kommt. Und da hilft eine starke Senkung nicht wirklich weiter.
Sinnvollere Maßnahmen wären schon eher eine stärkere Betonung des Selbstverbrauchs, mehr Förderung der Stromspeicherung, cleverere Nutzung des Stroms (früher sollte die Waschmaschine laufen, wenn Nacht ist, heute könnte das auch sein, wenn der Wind bläst oder die Sonne scheint) und nicht zuletzt mehr Geld für die Forschung, um die Solarzellen besser zu machen (damit die deutsche Solarindustrie mit der chinesischen konkurrieren kann).
Oder meine Lieblingsidee: Solarzellen für Griechenland. Die Griechen bekommen die Zellen dick subventioniert, die können vor Ort installieren (Arbeitsplätze), bekommen preiswerten Strom (spart Ölimporte, griechische Handelsbilanz kommt ins Lot) und uns geben die Griechen die eingesparten Tonnen CO2 in Form von CO2-Zertifikaten zurück.
Erneuerbare Energie: RWE schwenkt auf Solarstrom um | FTD.de