JPMorgan hat im ersten Quartal ein Portfolio entdeckt, in dem das Risiko wohl nicht so ganz richtig berechnet wurde. Aus dem 8 Mrd Dollar Portfolio wurden 2 Milliarden Verlust eingefahren, der allerdings durch Gewinne auf die Hälfte schrumpfte. Ergebniswirksam davon wurden “nur” 800 Millionen.
Das Risikomanagement hat komplett versagt und am Ende hat JPMorgan jetzt das aktuelle Modell VaR wieder abgesägt und auf die ursprüngliche Version umgestellt.
Die wissen echt nicht, was die da treiben … Im Normalfall lässt sich damit trotzdem Geld verdienen, weil die Muppets ähm Kunden ja noch viel weniger Ahnung haben …
Update (11.05.12):
J.P. Morgan Chase: Zwei Milliarden Dollar in sechs Wochen verspekuliert - Unternehmen - FAZ
Update 2:
Sehr guter Kommentar der FTD dazu:
Fehlspekulationen bei JP Morgan: Fesselt die Banken! | FTD.de
LESEBEFEHL!
Wissen die Banken eigentlich, was sie da treiben?
Wo ist der volkswirtschaftliche Nutzen der ganzen Spekulation?
Wieso bekommen die Banken Geld von der Notenbank zu unrealistisch niedrigen Zinsen und werden so schon seit Jahren künstlich aufgepäppelt?
Woher nehmen die Banken das Recht, gegen jeden Ansatz von strengerer Regulierung ihre Tausendschaften von Lobbyisten in Stellung zu bringen? Sie beweisen doch dauernd, dass sie reguliert gehören, weil sie nicht wissen was sie tun und auch nicht wissen, wofür sie es tun (außer für den eigenen Bonus).
(Auch wenn ich gestehen muss, dass dieser “Milliardenspekulationsverlust” etwas arg hoch aufgehängt wird, denn es sind ja auch positive Geschäfte gelaufen, die man eigentlich damit aufrechnen muss. Und außerdem geht es nicht um einen Verlust, der die Bank (auch nur im Ansatz) gefährdet. Das ist also eher eine schwarze Ente als ein schwarzer Schwan, aber man kann schon sicher sein, dass die Banken auf den nächsten schwarzen Schwan ebenfalls nicht vorbereitet sind).
Update 3:
Die FAZ mit einem Erklärungsversuch für das, was JP Morgan da getrieben hat:
JP Morgan : Der Zwei-Milliarden-Dollar-Flop - Wirtschaft - FAZ