… diesmal aber in Irland …
Eine Stadt aus dem Nichts aus dem Boden stampfen ist in China ja nichts mehr Besonderes. Das passiert(e?) da jeden zweiten Tag, zumindest hat man hier im Westen dieses Gefühl.
Wenn es aber um eine neue Stadt in Irland geht, ist es schon etwas Besonderes. OK, es ist keine ganze neue Stadt, eher sowas wie die Einkaufsstraße + Messe (fast die Größe Hannover-Messe) + Büroviertel …
Ich habe Euch das mal aufgemalt ;-):

Gebaut werden soll das ganze in Athlone, Irland, ziemlich genau in der Mitte zwischen Dublin und Galway. Also eigentlich in der Pampa (wenn mich mein Eindruck auf der Irlandreise nicht täuschte, das ist allerdings 20 Jahre her …)
Gebaut werden soll natürlich in mehreren Etappen, die gesamte Investitionssumme von 1,4 Milliarden Euro wollen die (unbekannten) chinesischen Investoren nicht auf einmal in die Hand nehmen. Zu unklar ist der Erfolg der Geschichte, die übrigens nicht dem Verkauf an Endkunden dienen soll, sondern dem Vertrieb chinesischer Waren an Großhändler in Europa und der Ostküste der USA. Diesen soll vor allem der Flug nach China erspart werden … Die 4 Flugstunden nach Irland machen mehr Sinn (auch wenn in Athlone kein internationaler Flughafen ist …)
Planning authority to decide on grandiose Chinese trading hub - The Irish Times - Mon, Apr 30, 2012 gefunden über FT Alphaville » Chinese palaces, in central Ireland
So wirklich überzeugend finde ich die Idee nicht. Eine Dauerausstellung vor Ort irgendwo im Nichts von Irland? Kann man die Produkte nicht auch über Großhändler der entsprechenden Branche in den entsprechenden Ländern präsentieren und vertreiben? Mich erinnert das irgendwie an ein ähnliches Projekt (natürlich viel kleiner, aber mit ähnlichem Ziel) in Marl, von dem man inzwischen auch nichts mehr hört …
Nach Streit zwischen den Investoren : China-Projekt steht vor dem Aus | Marler Zeitung