Es fing aber an mit “Keiner will Häuser von IKEA”. Nun hat IKEA den Verkauf der Fertighäuser inkl. Grundstück in Deutschland eingestellt. Diese wurden nicht nur aktiv aus dem Vertrieb genommen, es gibt sie auch auf Nachfrage nicht mehr.
Dabei erschien das Modell: Standardhaus inkl. Grundstück zum Festpreis nicht ganz uninteressant. In Großbritannien schien das 2007 auch ganz gut angelaufen zu sein:
Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Neu bei Ikea: Billy - Das Haus
2010 startet IKEA dann auch auf dem deutschen Markt.
IKEA verkauft Häuser - egghat’s not so micro blog
Das ging damals breit durch die Presse und es soll auch viele Interessenten gelockt haben. Dummerweise wurden aus vielen Interessenten nur wenig Käufer, um nicht zu sagen, extrem wenige Käufer. Ganze
8 (acht)
Häuser soll IKEA in Deutschland losgeworden sein. Das ist natürlich nichts …
Man kann jetzt natürlich hier ‘ne Menge IKEA Witze über wacklige Regale und “wer will davon schon ein Haus haben”-Sprüche einfügen, aber das Scheitern in Deutschland ist doch ziemlich überraschend. Erstens war der Partner für Deutschlans mit Bien-Zenker ein sehr renommierter Fertighaushersteller. Zweitens war der Erfolg in anderen Ländern keine kurzfristige Blase, sondern dort scheint das Modell immer noch zu funktionieren.
IKEA soll vor kurzem 11 Hektar Land in der Nähe von London gekauft haben und will das mit den in Deutschland gescheiterten Häusern bebauen. (Der Bericht in der Welt wird hier aber etwas komisch, denn 11 Hektar sind 0,11 Quadratkilometer, ergo etwa 330*330 Meter. Darauf sollen dann über 1000 Häuser gebaut werden, es soll autofrei werden, etc. pp. Da passt die Flächenangabe nicht wirklich zur Aussage “Stadtteil” …)
So unterschiedlich können nationale Märkte in Europa immer noch sein …