Und die sind nicht schön, zumindest was den deutschen Teil (die ehemalige Citydeals.de der Samwer-Brüder) angeht.
Verkaufsziele, die nicht erreichbar sind. 70-Stunden Wochen. Scheinselbstständigkeit. Kündigungswellen. Psychotricks. Versprochene Firmenbeteiligungen werden nicht gehalten.
6 Seiten voll mit Vorwürfen, zu deren Wahrheitsgehalt ich natürlich nichts sagen kann.
Auf Seite drei kommen jedoch ein paar Erfahrungen mit den Deals aus Sicht der Händler und Kunden, die ich schon diskutiert habe. Die passen daher ganz gut hierhin. Und die bestätigen die ganze Skepsis, die ich dem Geschäftsmodell gegenüber bisher geäußert habe:
a) Die Kunden kommen einmal (mit Coupon) und nie wieder. Die Wiederkaufsquote soll bei einem Prozent liegen.
b) Die Margen für den Händler sind desaströs. Der gewährte Rabatt muss hoch sein (unter 50% geht selten was), weitere 50% gehen im Schnitt an Groupon. Dem Händler/Gastronomen/Dienstleister bleiben damit 25%. Das ist natürlich nicht einmal ansatzweise kostendeckend. Vor allem, wenn dann Käufe zum Normalpreis nicht stattfinden (siehe a))
c) Nicht eingelöste Gutscheine gehen an Groupon. Tendenziell bekommt Groupon also mehr Geld als der Händler/Gastronom/Dienstleister. Die Quote der nicht eingelösten Gutscheine soll übrigens über 50(!)% liegen. Was ich allerdings für sehr hoch und damit unglaubwürdig halte. Bei Kuponheften, bei denen ich für 50 Euro in 30 Restaurants billiger essen kann, ist die Einlösequote naturgemäß gering, aber bei Deals, für die ich explizit gezahlt habe? Naja, immerhin würde eine derart niedrige Einlösequote den Verlust der Händler reduzieren …
d) Umstrittene Deals. Von Mondpreisen aus berechnete Megarabatte. Deals mit unseriösen Partnern, die dann nicht liefern.
e) Die AGBs sind rechtlich fragwürdig. Aber wenn der Händler seine Unterschrift verweigert, streicht Groupon im Zweifelsfall auch die gesamten AGBs durch. Hauptsache der Umsatz kommt …
Und wem das alles noch nicht reicht: Seite 6 gibt einen weltweiten Überblick …