Das war mir ja gar nicht bewusst. Jetzt sitzen da ein Haufen Geschworener, darunter
ein Busfahrer, ein Klempner, ein Finanzberater und eine Postbotin
und müssen entscheiden, ob es bei der ichsachmalso maßgeblich von Java inspirierten Dalvik-VM, die die Android-Smartphones antreibt, um eine gute oder freche oder dreiste Kopie handelt. Genauer: Ob Dalvik irgendwelche Patente verletzt, die Oracle gehören.
Oracle sagt natürlich ja, wahrscheinlich war Java der einzige Grund, warum man Sun (den eigentlichen Erfinder) gekauft hat. Google sagt nein, man habe alles selber entwickelt, dabei nur auf eine Syntax gesetzt, die Java ähnelt. Eine Syntax ist aber nicht schützbar.
Über die Frage könnte man unter IT-Experten wohl wochenlang streiten und würde zu keinem gemeinsamem Urteil kommen … Und nun sollen das
ein Busfahrer, ein Klempner, ein Finanzberater und eine Postbotin
entscheiden … Es geht ja auch nur um etwa 1 Milliarde Dollar, die Oracle fordert.
Hmmm, das US-Justizsystem wird sich mir nicht mehr erschließen …
Update (23.05.12):
Heute hat die Jury entscheiden, dass es keine Patentverletzungen gegeben hat. Oracle wird wohl so gut wie kein Geld bekommen ….
Oracle v. Google: no patent infringement found | Ars Technica
(Quelle: ftd.de)