Hier geht es “nur” um den Islamunterricht. Aber es findet sich alle Komponenten, die die deutsche Bildungspolitik “auszeichnet”. Politisch wird irgendwas beschlossen (aus politischen Gründen, selten sachlichen). Dann wird es im Bildungsministerium irgendwie in Richtlinien gegossen. Auch wenn die sinnlos oder gar nicht fertig sind (wie jetzt in NRW): Das wird durchgezogen. Man macht Unterricht ohne Lehrplan und ohne ausgebildete Lehrer. Hauptsache die Politiker müssen den politischen Gesichtsverlust durch eine Verschiebung nicht riskieren.
Das schlimme daran: Demnächst soll es Inklusion (integrativer Unterricht) an den Grundschulen in NRW geben. Ich will (und kann) nicht darüber urteilen, ob das sinnvoll ist.
Was ich aber sagen kann: Wenn das so dilettantisch eingeführt wird wie jetzt der Islamunterricht, wird das ein riesengroßes Desaster:
- Lehrer die nicht richtig ausgebildet sind,
- Unterrichtsmaterial, das nicht passt,
- Schulen, die nicht umgebaut wurden,
- Klassen, die genauso groß sind wie vorher.
Und was ich ebenfalls sagen muss: Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass die Einführung der Inklusion genauso schlecht gemanagt wird wie jetzt der Islamunterricht, für ziemlich hoch.
Und das wird alles wieder auf den Schultern der Schüler und der Lehrer abgeladen werden. Wie schon so oft (“Abi mit 12” als aktuellstes Beispiel).