Es finanziert sich aber auch dort nicht von alleine …
Das sollte man in der Diskussion nie vergessen.
In Schweden finanziert sich der Sozialstaat vor allem über zwei Faktoren:
a) die Frauen gehen um großen Teil mit arbeiten. Mit einem Einzelverdiener kann sich ein Facharbeiter in Schweden defakto keinen Urlaub leisten. Dass die Frauen mitarbeiten, liegt also nicht nur daran, dass sie können (Kinderbetreuung sichergestellt), sondern auch zum großen Teil daran, dass sie müssen (zwei Seiten der Medaille).
b) In Zukunft wohl auch über eine deutlich längere Lebensarbeitszeit. Schon heute liegt Schweden beim Rentenalter auf Platz 2 in Europa (64,3 Jahren) nur hinter Island (64,8) (nicht ganz zufällig ebenfalls ein skandinavisches Land).
Von nix kommt nix. Man kann nicht alles haben.
Wer von einem Sozialstaat wie in Schweden träumt, muss sich klar sein, dass das höhere Steuersätze und eine längere Lebensarbeitszeit bedeutet. Man kann danach natürlich immer noch für das skandinavische Modell sein … Nur: Die Finanzierung sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen …