a) Die Hatz auf Wulff ist nicht sinnlos. Sie ist machbar (weil das Thema vermittelbar ist, richtig und falsch sind relativ klar getrennt) und daher darf und muss gefragt werden. Ein Bundespräsident darf sich nicht in solche Abhängigkeiten begeben.
b) Auf Axel Weber (oder andere Sparpolitik-Verfechter) trifft das nicht zu. Denn auch wenn Herr Fricke (oder ich oder wer auch immer) zu 1.000% davon überzeugt sind, dass Webers Politik falsch ist/war, es gibt ausreichend viele Leute (in Politik, in der Ökonomie(!), in den Medien), die diese Politik wenn nicht unbedingt für richtig, so doch für alternativlos halten. Richtig und falsch sind eben NICHT klar getrennt. Und deshalb gibt es dort auch keine “Hetzjagd”. Weil es gar nicht genug Masse gibt, die eine Hetzjagd veranstalten könnten.
Ich frage mich nach solchen Kommentare immer, was man morgens nehmen muss, um so 1.000%ig sicher zu sein, dass man Recht hat und die anderen alle blöd sind? Dann würde ich nämlich morgens auch eine halbe davon nehmen, könnte mir manchmal ganz gut tun …