Ursache: Zuwanderung.
Das Geburtendefizit lag nämlich weiterhin bei 170.000 bis 185.000 (2010: 181.000).
Dagegen steht aber ein Überschuss in der Wanderungsbilanz (+240.000). Seit im Mai EU-Bürger ohne Einschränkungen in Deutschland arbeiten dürfen, kamen im Durchschnitt 28.000 Personen pro Monat nach Deutschland, in den Monaten zuvor waren es nur 15.000.
Jetzt wäre natürlich spannend zu wissen, a) ob die alle doof sind (wie Sarrazin behaupten würde, woran ich aber extrem zweifle, weil der Großteil wohl wegen (und nicht ohne) Job gekommen ist) und b) wie viele aus den Krisenländern Griechenland, Irland, Lettland, Spanien, etc. kommen.
Gibt es in Europa doch eine ausgleichende Wirkung durch Arbeitnehmerwanderung wie in den USA? Dort wird ja gerne behauptet, dass die US-Arbeitnehmer extrem flexibel sind (Job weg heisst dort meistens auch Umzug) und Anpassungsprozesse dort wesentlich schneller ablaufen als in Europa. Das verhindert zu große Unterschiede zwischen den Regionen in den USA (zur Erinnerung an den Detroit-Ruinenporn: Die Einwohnerzahl dort hat sich inzwischen halbiert, sowas wäre in Deutschland unvorstellbar).