Zur Erinnerung: Erst am Freitag (also vor satten vier Tagen) wurde die Schätzung der Regierung von 6,0 auf 8,0% erhöht (siehe Spanien spart und spart und es nützt doch nichts - egghat’s not so micro blog). Heute hat der spanische Ministerpräsident Rajoy Finanzminister Luis de Guindos in einem Radiointerview eine weitere Erhöhung nicht ausgeschlossen.
Wenn die Erhöhungen in dem Tempo weiter gehen … ;-)
Interessanterweise (aber bei Politikern so üblich) bleiben die Schätzungen für die Zukunft natürlich stabil: 2012 werden -4,4% und 2013 -3,0% erwartet. Das hält wahrscheinlich bis Dezember …
OK, denkt der Politiker, man hatte 2011 geringere Steuereinnahmen und höhere Ausgaben als geplant. Aber dann spart man einfach ein wenig mehr und dann passt das wieder. Dummerweise dämpft jede Sparmaßnahme das Wirtschaftswachstum und damit die Steuereinnahmen. Und dieser Effekt legt zuverlässig die Basis für eine erneute Verfehlung der Prognosen …
Defiziterwartung erhöht: Spanien fürchtet noch größeres Haushaltsloch | RP ONLINE
Update (15:45)
Das Interview kam vom spanischen Finanzminister, nicht vom Ministerpräsidenten.
Update 2:
Die Überschrift war falsch. Dort stand 2012 statt 2011.