Die Planung für das Haushaltsdefizit für 2011 lag bis heute bei 6,0% des BIPs. Nun werden 8,0% Minus erwartet.
Für 2012 liegt die Planung bei -4,4%/BIP und für 2013 bei -3,0%/BIP.
Das wird durch die schlechtere Ausgangsbasis natürlich nicht einfacher. Also muss noch mehr gespart werden. In Zahlen sind es 35 Milliarden Euro bis 2013. Nur bedeuten weniger Staatsausgaben auch immer weniger Wirtschaftswachstum. Und allein dadurch steigt der Schuldenstand auf’s BIP gesehen weiter.
Für das Wachstum der Eurozone (und auch Deutschlands) sind das keine guten Voraussetzungen.
Ich fürchte, dass die Volkswirte die Bremswirkung durch die Sparprogramme noch immer unterschätzen. Eigentlich müsste man aus den Erfahrungen in Griechenland doch etwas gelernt haben. Dort liegt das Haushaltsdefizit auch 2011 noch über 10%. Selbst nach Wegsparen von deutlich über 10% des BIPs hat sich die Neuverschuldung nur von gut 16% auf ca. 10% des BIPs verringert (siehe Griechenlands Haushaltsdefizit sicher über 10%/BIP - egghat’s not so micro blog). Man kann das nicht einfach hochrechnen, aber das zeigt, wie dramatisch schwierig das Wegsparen eines Defizits ist. Das merken die Spanier nun auch …