Die FTD versucht es am Beispiel der Stadt Parla im Speckgürtel von Madrid zu erläutern. Parla ist ziemlich pleite und musste gerade ein Drittel der Angestellten entlassen.
Kommunale Defizite: Musterbeispiel für die spanische Misere | FTD.de
Die Stadt in der Google Karte:
108.000 Einwohner, 24 Quadratkilometer Fläche
Laut Wikipedia sollte die Stadt bis 2010 auf 150.000 Einwohner wachsen. Hört sich inzwischen an wie Immobilienblase Galore … Aaaaber: Laut Website der Stadt ist die Einwohnerzahl bis Ende September 2011 auf immerhin 125.696 gestiegen.
Bei gleicher Zoomstufe Oberhausen:
Parla ist also etwa ein Drittel so groß wie Oberhausen.
OK, Parla ist klein, aber von “Städtchen” zu reden, durch “das man leicht zu Fuß laufen kann” erscheint mir dann doch etwas übertrieben. Es gibt sicherlich auch in Deutschland Städte mit 125.000 Einwohnern, die eine Straßenbahn haben.
Trotzdem wirft der Artikel in der FTD ein Licht auf die unglaubliche Größe der spanischen Immobilienblase. Wenn dort Städte in weniger als 5 Jahren ihre Einwohnerzahl um 50% erhöhen wollen und entsprechend viele Wohnblocks und Gewerbegebiete aus dem Boden stampfen, waren wohl einige Leute etwas arg optimistisch … Das kennt man sonst ja nur aus China …